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Niemand wollte sie, weil sie zu teuer waren: Werden Schokohasen von Lindt, Milka und Co. jetzt eingeschmolzen und zu Weihnachtsmännern?

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Ostern ist vorbei. Nächster Halt: Weihnachten. Lange dauert es nicht mehr, bis erste Lebkuchen und Schoko-Nikoläuse in den Supermärkten auftauchen. Dabei fragen sich viele jedes Jahr wieder: Werden die nicht verkauften Schokohasen von Lindt, Milka und Co. eingeschmolzen und zu Weihnachtsmännern?
Niemand wollte sie, weil sie zu teuer waren: Werden Schokohasen von Lindt, Milka und Co. jetzt eingeschmolzen und zu Weihnachtsmännern?
Niemand wollte sie, weil sie zu teuer waren: Werden Schokohasen von Lindt, Milka und Co. jetzt eingeschmolzen und zu Weihnachtsmännern?Bildquelle: Thomas Ulrich / Pixabay

Fast 9 Euro für einen Schokohasen von Lindt. 200 Gramm Schokolade. In der Luxus-Edition mit dem Blumenhalsband kostete der Goldhase mit dem gleichen Gewicht sogar 11,50 Euro. Zu teuer, sagten viele Kunden. Und ließen die Schokohasen von Lindt und anderen Marken in den Supermarktregalen stehen. Stattdessen griffen viele zu Eigenmarken von Aldi, Lidl, Rewe und Co. Nach Ostern steht fest: Für Lindt war das Osterfest eine einzige Katastrophe. Selbst nach den Feiertagen, an denen die Schokohasen mit großen Rabatten ausgestattet wurden, kauft kaum jemand. Warum auch? Ostern ist vorbei und zwei Tafeln Schokolade mit 200 Gramm kosten nicht einmal die Hälfte des einst so beliebten Goldhasen von Lindt. Und nun? Was passiert mit all den nicht verkauften Osterhasen aus Schokolade? Eine sinnvolle Idee: Einschmelzen und zu Schoko-Weihnachtsmännern machen.

Lindt sagt, was mit Schokohasen passiert

Doch ist das gängige Praxis? Das Gerücht, dass das ebenso gehandhabt wird, gibt es schon lange und es hält sich wacker. Irgendwie logisch erscheint es auch. Aber: Dass Lindt seine Goldhasen einschmelzt, um in der Weihnachtszeit daraus Schoko-Weihnachtsmänner zu machen, stimmt nicht. Und dafür gibt es einen einfachen Grund.

Besser als vom Bäcker? Daran erkennt man gutes Brot bei Aldi, Lidl und Co.

Durch Transport, das Herumstehen und Anfassen im Supermarkt und andere äußere Einflüsse kann die empfindliche und dünne Alufolie, die die Schokohasen schützt, kleinste Risse oder Löcher bekommen. Und durch diese – selbst wenn sie von außen gar nicht sichtbar sind – könnten Bakterien und Schmutz geraten. Die Hygiene spielt hier also die Hauptrolle. Zudem erklärt Lindt: „Es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb es keinen Berührungspunkt zwischen den Saisonartikeln geben kann: Ware, die unsere Produktion verlässt, nehmen wir grundsätzlich nicht zurück. Ein solches Vorgehen verbietet sich zum einen aus rechtlichen Gründen und zum anderen ist es auch mit unserer Qualitätsphilosophie nicht vereinbar.“

Schokolade wird günstiger – Weihnachtsmänner auch?

Wie es für Lindt weitergeht? Die Schokoladenpreise hat der süße Konzern nach dem Oster-Desaster gesenkt. Nicht nur die Schokohasen werden zu Billigpreisen verschleudert. Auch die Tafel Schokolade ist jetzt günstiger. Und das, obwohl das Lindt gar nicht schmeckt. Im zweiten Halbjahr sollen weitere Preissenkungen folgen. Der Schokoladenweihnachtsmann, der 200 Gramm auf die Waage bringt, soll dann statt 8,99 Euro nur noch 7,99 Euro kosten. Ob das nicht immer noch zu teuer ist, werden die Kunden entscheiden. Schließlich gibt es Schokomänner (etwa von der Lidl-Eigenmarke Favorina), die nicht einmal die Hälfte kosten. Zum Vergleich: 2024 hat der Schoko-Weihnachtsmann von Lidl (200 g) 1,79 Euro gekostet. Zum vergangenen Weihnachtsfest zog aber auch Lidl die Preise an. Zwar gab es 2025 den Schoko-Weihnachtsmann für 1,69 Euro, dafür wog er aber nur noch 110 Gramm.

Bildquellen

  • Abzocke im Supermarkt: So tricksen Aldi, Lidl und Co. ihre Kunden aus: Hayo Lücke / inside digital
  • Niemand wollte sie, weil sie zu teuer waren: Werden Schokohasen von Lindt, Milka und Co. jetzt eingeschmolzen und zu Weihnachtsmännern?: Thomas Ulrich / Pixabay

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