Die Regeln zum Handgepäck bereiten Reisenden immer wieder Kopfzerbrechen. Dass man Messer oder andere spitze Gegenstände nicht mitführen darf, dürfte allen klar sein. Bei Flüssigkeiten ist die Sache schon schwieriger. Und geht es darum, wie viel Kilogramm das Handgepäck wiegen und wie groß es sein darf, wird es kompliziert. Das Problem: Jede Fluggesellschaft hat ihre eigenen Regeln. Doch das soll sich 2026 ändern. Allerdings treten auch Verbote in Kraft.
Das ändert sich 2026 beim Handgepäck
Die meisten Fluglinien deklarieren einen Kabinentrolley von etwa 55 x 40 x 20 Zentimetern und einem Gewicht von 8 Kilogramm als Handgepäck. Die Mitnahme eines solchen Koffers an Bord ist bei vielen Airlines noch im niedrigsten Tarif enthalten. Billigflieger wie Ryanair oder Vueling verlangen aber auch dafür eine Gebühr. So werden bei Ryanair etwa bis zu 60 Euro für einen Koffer fällig, den man als Handgepäck mitnimmt. Vueling will sogar bis zu 75 Euro dafür haben. Kostenlos sind hier nur eine kleine Tasche oder ein Rucksack. Aber auch, wer einen Koffer als Handgepäck bucht, muss 2026 beim Boarding damit rechnen, dass der Koffer auf Maße und Gewicht untersucht wird.
Etwas zu groß, ein bisschen zu schwer, und schon wird es teuer. Airlines kontrollieren Handgepäck deutlich strenger als früher – direkt am Gate, kurz vor dem Einsteigen. Waage, Messrahmen, kein Erbarmen. Ein Zentimeter zu viel, ein halbes Kilo drüber, und der Koffer wandert gegen Gebühr in den Bauch des Flugzeugs. Kulanz ist selten geworden, besonders bei vollen Maschinen. Die Botschaft ist klar: Nachmessen spart Geld.
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Abhilfe verspricht die EU. 2025 wurde eine neue Regelung vorgeschlagen, die Handgepäck vereinheitlichen soll. Die Idee: ein kostenloser Kabinenkoffer plus persönlicher Gegenstand für alle. Einheitliche Höchstmaße, weniger Willkür, keine Überraschungen am Gate. 2026 könnte das Realität werden. Vorausgesetzt, der Gesetzgebungsprozess spielt mit. Bis dahin gilt: Jede Airline macht, was sie will.
Was ab sofort verboten ist
Elektronik darf mit. Smartphone, Laptop, Tablet und Kamera sind kein Problem. Powerbanks dagegen sind heikler. Sie gehören ausschließlich ins Handgepäck. Bis 100 Wattstunden meist erlaubt, bis 160 nur mit Genehmigung, darüber verboten. Und die Lufthansa Group legt noch eine Schippe drauf: Ab 2026 darf man maximal zwei Powerbanks pro Person dabei haben. Okay, wer hat schon mehr? Aber: Benutzen während des Flugs ist ab sofort verboten. Handy laden am Sitzplatz? Das geht nicht mehr.
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Auch das Gerücht vom Ende der 100-Milliliter-Regel hält sich hartnäckig. Aber: Meist bleibt es ein Gerücht. 2026 gilt sie an den meisten Flughäfen weiterhin. Flüssigkeiten nur im Mini-Format, alles zusammen im durchsichtigen Literbeutel. Es gibt Ausnahmen: Flughäfen mit moderner Scannertechnik erlauben mehr. Aber das ist kein Standard, sondern Glückssache. Diese neuen CT-Scanner können dreidimensional sehen, was im Handgepäck steckt. Und erkennen auch Laptop und Tablet – zumindest theoretisch. Praktisch hängt es vom Flughafen ab, manchmal sogar vom Terminal.
