Neue Pflicht in Kraft getreten: Das gilt jetzt für alle Kassenpatienten

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Die lange angekündigte Neuerung im deutschen Gesundheitswesen ist in Kraft getreten. Für Millionen Versicherte und Arztpraxen ist es die wohl größte Änderung seit vielen Jahren. Worauf müssen sich Kassenpatienten einstellen?
Gesundheitskarte vor dem Aus: Das sollte jeder Versicherte jetzt wissen
Gesundheitskarte vor dem Aus: Das sollte jeder Versicherte jetzt wissenBildquelle: Michael Schwarzenberger / Pixabay

Obwohl Millionen Menschen betroffen sind, wissen viele gar nicht, was sich im Genauen ändert. Was feststeht: Auf Arztpraxen und Kliniken kommt mehr Verantwortung zu. Gleichzeitig bekommen Patienten mehr Kontrolle. Doch während Befürworter von einem Meilenstein sprechen, warnen Kritiker vor Risiken und offenen Fragen. Was wirklich dahintersteckt, klären wir hier für dich.

Neue Änderung für Kassenpatienten

Das wohl am meisten diskutierte Digitalprojekt im deutschen Gesundheitssystem hat eine neue Stufe erreicht. Seit dem 01. Oktober ist die elektronische Patientenakte, kurz ePA, für Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser verpflichtend. Das Ziel ist, Gesundheitsdaten wie Arztbriefe, Laborwerte oder Medikationspläne an einem zentralen Ort verfügbar zu machen. Damit sollen Behandlungen effizienter gestaltet werden.

Das bietet Versicherten enorme Vorteile. Denn wer mehrere Fachärzte aufsuchen muss, hat künftig alle relevanten Befunde und Informationen an einer Stelle parat. Somit sollen Doppeluntersuchungen vermieden, Fehlerquellen vermieden und Zeit gespart werden. Auch in Notfällen könnte der Zugriff auf aktuelle Daten entscheidend sein.

Trotz aller Vorteile gibt es für die elektronische Patientenakte dennoch Kritik seitens der Datenschutzexperten. Sie warnen vor der zentralen Speicherung hochsensibler Gesundheitsdaten, deren Missbrauch fatale Folgen hätte. Wer darf auf welche Informationen zugreifen? Wie werden Protokolle gespeichert und wie sicher ist die gesamte Infrastruktur? Die Idee ist, dass Versicherte die Kontrolle behalten und Zugriffsrechte über Apps und Systeme selbst regulieren.

Das Ende der Gesundheitskarte: Das ändert sich jetzt für Versicherte
Ist die ePA sinnvoll?

Obwohl Krankenkassen bereits ePAs bereitgestellt haben, nutzen nur wenige Versicherte ihre Akte. Für Versicherte bedeutet das Ganze weiterhin nicht, dass es automatisch zu einer Pflicht zur aktiven Nutzung gibt. Das Widerspruchsrecht besteht weiterhin. Weiterhin wird jeder gesetzlich Versicherte, der nicht widerspricht, eine ePA bekommen. Im Prinzip bremsen technische Hürden, fehlende Nutzerfreundlichkeit und Unsicherheiten bei der Handhabung den Fortschritt. Schließlich ist noch gar nicht geklärt, wer bei fehlerhaften oder unvollständigen Einträgen haftet.

Elektronische Patientenakte: Die Sicht der Ärzte und Praxen

Auf der anderen Seite stehen die Ärztinnen, Ärzte und Praxisteams, auf die eine neue Herausforderung zukommt. Sie müssen in Zukunft sicherstellen, dass medizinische Dokumente systematisch in die elektronische Patientenakte übertragen werden. Dazu gehören eben jene Befunde, Arztbriefe oder Laborberichte. Viele Praxen müssen ihre Systeme nachrüsten, Schulungen durchführen und sich mit neuen Workflows arrangieren. In einem ohnehin angespannten Praxisalltag kann das zu zusätzlicher Belastung führen.

Mit der Pflicht zur Nutzung will die Politik ein klares Signal setzen: Die Digitalisierung im Gesundheitswesen soll nicht länger ein optionales Projekt bleiben, sondern endlich in den Alltag einziehen. Ob die ePA ihr ganzes Potenzial entfalten kann, hängt allerdings davon ab, wie gut Technik, Datenschutz und Praxisrealität zusammenspielen.

Bildquellen

  • Das Ende der Gesundheitskarte: Das ändert sich jetzt für Versicherte: Techniker Krankenkasse
  • Bürokratieabbau: KI-generiert
  • Gesundheitskarte vor dem Aus: Das sollte jeder Versicherte jetzt wissen: Michael Schwarzenberger / Pixabay

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4 KOMMENTARE

  1. Nutzerbild Fryanke

    Die Sender müssen Privat werden und ihre Kosten selber verdienen.
    Die Gebühren sind eine Abzocke.
    Das würd gesendet ist nur Mist.
    Die vielen Talkshow die gesendet
    werden kosten viel Geld und bringen
    nichts. Nur Sport und Wiederholungen.

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  2. Nutzerbild I.Weilbacher-Heckner

    Ja stimmt verdienen genug wir sollten nur zahlen wenn wir die nutzen ansonsten wünsche ich mir mehr Objektivität….

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  3. Nutzerbild GABRIELE Tippmann

    Die sollen ARD und ZDF verschlüsseln,wie es bei anderen Sendern auch ist.wie zb.Sky,Netflix.
    und wer das unbedingt haben möchte,kann sich anmelden und bezahlt dafür.
    Man muss nich die ganze Bevölkerung damit quälen.
    Alles nur abzocke.
    Ich muss für etwas bezahlen,was ich nich einmal angucke,da mich die zwei Sender garnich interessieren.

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  4. Nutzerbild H.Kasper

    Bin auch der Meinung das, daß Program von ARD UND ZDF nur Kosten verursacht aber keinen Nutzen hat . Die vielen Talkshow dienen nur den die da sitzen. Haben aber keinen relevanten Nutzen oder Aussage. Ist nur Gelaber für Geld. Das Geld könte gespart werden. Die Nachrichten werden von Morgens bis Abends in Schleiffe wiederholt. Morgens Nachrichten ,Abends Nachrichten reicht. Da braucht man kein Hallo Deutschland ,oder Brisant, oder oder, alles das Selbe. Dann die langweiligen Krimmis, hat man einen gesehen kennt man alle. Die werden doch nur von einem zum anderen umgeschrieben ,haben mit der Realität nichts zu tun. Die kosten ja nicht das Geld ,wie richtige Spielfilme. Richtige Unterhaltung wo man auch mal vom Altag abschalten kann ,gibt`s doch gar nicht mehr. Und die Gehälter die sich die Anstalten gegenseitig verteilen ,frage wofür .Da kann man auch ca 50 % der Beschäftigten garantiert streichen. Schon alleine die Musik-Veranstaltungen nur Playbeck. Dann da immer die selben Gäste. Haben wohl einen Dauervertrag mit den Rundfunkanstalten. Gute Sendungen sind leider aut. Eigendlich müste das Volk die Zwangsabgabe ( GEZ ) als Belohnung bekommen weil sie diese Sender noch einschalten. Wollen jetzt für diese miserabelen Fernsehangebote auch noch mehr Geld haben. Die ganzen Wiederholungen kosten den Sendern wohl nichts ,deshalb diese Dauer -sendungen. Musik Sendungen solten Sie sich mal bei den Hollendern ansehen. Das ist Qualität und Liefe

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