Nächstes EU-Verbot kommt: Das ist am Flughafen bald nicht mehr möglich

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Millionen Deutsche fliegen jedes Jahr in den Urlaub. Nun will die EU etwas an den Flughäfen ändern. Was heute noch selbstverständlich ist, soll bald verschwinden. Warum das Folgen hat, zeigt ein Blick aufs Gepäckband.
Nächstes EU-Verbot kommt: Das ist am Flughafen bald nicht mehr möglich
Nächstes EU-Verbot kommt: Das ist am Flughafen bald nicht mehr möglichBildquelle: Liu Revutska / Unsplash

Rund 50 bis 60 Millionen Menschen in Deutschland fliegen jedes Jahr mindestens einmal in den Urlaub. Etwa die Hälfte der Fluggäste reist nur mit Handgepäck, schnell rein, schnell raus. Die andere Hälfte gibt den Koffer am Flughafen auf. Und damit auch ein Stück Kontrolle. Denn was mit dem Gepäck hinter dem Check-in passiert, bleibt meist ein Rätsel. Nun will die EU an den Flughäfen etwas ändern. Still, schrittweise, aber mit spürbaren Folgen für Millionen Reisende.

Abschied vom Koffer-Trick: Diese Flughafen-Gewohnheit steht vor dem Aus

Koffer haben es schwer. Sie fallen aus Hüfthöhe auf Förderbänder, rutschen durch enge Schächte, landen unsanft im Bauch eines Flugzeugs. Reißverschlüsse geben nach, Hartschalen bekommen Dellen und Narben, Rollen verabschieden sich gern auf halbem Weg. Dazu kommt die Angst vor Diebstahl oder Manipulation. Wer seinen Koffer einmal mit offenem Zipper vom Band gezogen hat, weiß, wie schnell Urlaubsfreude kippen kann.

Nicht nur Koffer: Jetzt werden auch Passagiere gewogen

Genau hier kommen jene Flughafenstationen ins Spiel, die aussehen wie eine Mischung aus Geschenkverpackung und Industriewerkzeug. Dort wird der Koffer eng in Klarsichtfolie gewickelt, Lage um Lage, bis er wie ein überdimensioniertes Bonbon aussieht. Die Folie soll schützen: vor Kratzern, vor Regen, vor neugierigen Fingern. Sie soll verhindern, dass der Koffer aufplatzt oder unterwegs geöffnet wird. Was einst als übertrieben galt, wurde für viele zur letzten Umarmung vor dem Abflug.

EU-Verbot kommt schrittweise

Doch diese Umarmung hat Nebenwirkungen. Die Folie besteht aus Kunststoff, wird nach einer einzigen Reise entsorgt und landet tonnenweise im Müll. Sie verheddert sich in Gepäckförderanlagen, sorgt für Störungen in der Abfertigung und erschwert die Beladung der Flugzeuge. Einige Flughäfen haben deshalb schon reagiert und das Einwickeln untersagt.

Nun zieht die EU nach. Die Schrumpffolie für Koffer soll verschwinden. Grundlage ist eine EU-Regulierung zur Reduzierung von Verpackungsabfällen. Einweg-Kunststoffverpackungen an Flughäfen, so heißt es dort nüchtern, gehören künftig der Vergangenheit an. Das Verbot soll bis Ende 2027 schrittweise greifen, ab 2030 dann vollständig. Wer seinen Koffer trotzdem schützen will, muss umdenken. Robuste Koffergurte, wiederverwendbare Überzüge oder spezielle TSA-Schlösser, für die der Zoll einen Generalschlüssel hat, gelten als Alternativen gegen Defekte und Langfinger.

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