Vorbild Huawei? Leica steigt ins Heimkino ein

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Der Traditionshersteller Leica aus Deutschland steigt bei LED-Projektoren ein. Doch Leica ist dabei nicht allein. Der Kameraspezialist hat sich in eine Zusammenarbeit manövriert und stellt jetzt den ersten LED-Projektor vor. Doch wie viel Leica steckt im JMGO O1 Pro?
Leica und JMGO O1 Pro
Leica und JMGO O1 ProBildquelle: Leica

Leica ist eine strategische Partnerschaft mit JMGO eingegangen. Dabei ist der LED-Projektor JMGO O1 Pro herausgekommen. Auif ihm prangt stolz die Aufschrift „Leica Summicron P 1:2.0/1.5 ASPH.“. Unverkennbar sind hier die Grunddaten des Objektivs in der Leica-typischen Schreibweise aufgelistet. Dazu der Vermerk auf asphärische Linsen im optischen Bauteil. Der Projektor JMGO O1 Pro wurde nun in China vorgestellt.

Leica verbesert bestehendes Produkt

JMGO ist kein Neuling am Markt, jedoch in Europa weitgehend unbekannt. Der chinesische Hersteller besitzt im Heimatmarkt ein breites Produktportfolio, das es in Teilen durch Amazon und Co auch nach Europa schafft. Der Hersteller lobt den deutschen Fotopionier dafür, dass die Ingenieure das Throw-Verhältnis des normalen JMGO O1 zum Pro-Modell von 25 auf 21 cm verringern konnten. Dazu hat Leica auch „die Bildqualität hinsichtlich Kontrastverbesserung, Farbumfang, Streulichtreduktion, Dynamikumfang, Schärfe und Rauschunterdrückung“ verbessert.

Die Produkteinführung des LED-Projektors in den internationalen Märkten erfolgt im 2. Quartal 2021. Damit sollten wir bald mehr vom JMGO O1 Pro hören, wenn denn die „internationalen Märkte“ auch Europa umfassen. Das ist bisher zu bezweifeln. Denn bisher ist JMGO lediglich in Asien, im arabischen Raum und den USA aktiv. Dazu wurden von Leica keine Angaben zu Preisen oder konkreten Marktstarts in den einzelnen Märkten angegeben.

Zusammenarbeit meist Marketing-getrieben

Solche strategischen Partnerschaften sind häufig eher Marketing- als Produkt-getrieben. Den Einfluss Leicas auf die Produkte von JMGO dürfen also vorerst kritisch beäugt werden. Eine ähnliche Partnerschaft betreibt Leica auch mit Huawei. Hier sind es die Smartphone-Kameras, die Leica zertifiziert. Nachfragen, welche Anteile der Fotospezialist tatsächlich an der Entwicklung der Kameras hat, werden in der Regel eher schwammig beantwortet. Dass Leica beispielsweise die Linsen der Objektive schleift oder die Berechnungen dieser durchführt, ist höchst unwahrscheinlich. Damit bleibt bei solchen „strategischen Partnerschaften“ immer ein fader Beigeschmack.

In vielen Bereichen schon erhältlich sind die Heimkino-Geräte, die Sony, LG und TCL, diese Woche vorgestellt haben.

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