Kindergeld: Das ändert sich ab 2027

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Kindergeld gibt es für Millionen Familien. Seit Beginn des Jahres sogar ein paar Euro mehr, als noch 2025. Und für 2027 plant die Regierung einen Systemwechsel, der vieles verändern könnte. Was steckt dahinter und wer profitiert wirklich?
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Kindergeld: Das ändert sich ab 2027Bildquelle: Roman Synkevych / Unsplash

Rund 18 Millionen Kinder in Deutschland bekommen Kindergeld. Pro Monat zahlt der Staat 259 Euro an jedes Kind aus. Und gezahlt wird lange: mindestens bis zum 18. Geburtstag, oft bis 25, solange Ausbildung oder Studium laufen. Im vergangenen Jahr summierte sich das auf gut 55 Milliarden Euro. Seit dem 1. Januar 2026 ist das Kindergeld auf die aktuellen 259 Euro gestiegen. Doch die nächste Änderung steht schon bereit. Und diesmal geht es nicht um ein paar Euro mehr, sondern um das Prinzip dahinter.

Wenn das Kindergeld unkompliziert fließt

Die Regierung hat beschlossen, dass sich etwas Grundsätzliches ändern soll. Ab dem 1. Januar 2027 wird das Verfahren umgebaut. Weniger Papier, weniger Formulare, weniger Behördendeutsch – zumindest in der Theorie. Daten sollen ab dem kommenden Jahr nur noch einmal angegeben werden und dann zwischen den Behörden zirkulieren, statt dass Eltern immer wieder dieselben Angaben machen müssen.

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Konkret heißt das: Kindergeld kommt künftig automatisch. Wenn ein Kind geboren wird, melden Standesamt und Meldebehörde die Daten weiter. Das Bundeszentralamt für Steuern vergibt die Steuer-ID und schiebt alles zur Familienkasse. Liegt dort schon eine Kontoverbindung vor, beginnt die Auszahlung von selbst. Kein Antrag, kein Warten, kein Formular – das Geld fließt einfach. Das Finanzministerium rechnet damit, dass durch die Neuerung jährlich rund 300.000 Erstanträge ​wegfallen.

Was sich für Empfänger ändert

Allerdings traut der Staat seiner eigenen Digitalisierung nur begrenzt. Deshalb läuft das Ganze in Etappen. Ab Frühjahr 2027 funktioniert das automatische Verfahren zunächst für das zweite und jedes weitere Kind. Einfach, weil die Daten der Familie schon irgendwo vorhanden sind. Erst gegen Ende des Jahres soll auch das erste Kind ohne Antrag durchrutschen. Ganz ohne Papier geht es trotzdem nicht.

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Wer im Ausland lebt, keine Kontodaten hinterlegt hat oder bei wem die Lage unklar ist, bekommt weiterhin Post. Dann gibt es einen vorausgefüllten Antrag, immerhin digital abrufbar. Und alle, die schon Kindergeld beziehen? Für sie bleibt alles beim Alten. Keine Umstellung, keine neue Pflicht, kein versteckter Haken. Das Geld kommt weiter wie bisher. Nur die nächste Generation von Eltern darf sich wundern, warum plötzlich etwas funktioniert, ohne dass man es beantragen musste.

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