HelloFresh: So will der Kochbox-Anbieter noch besser werden

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HelloFresh hat das Ziel, noch mehr Kochboxen in besserer Qualität auszuliefern. Zuletzt war dem Anbieter mitten in der Pandemie mit Liefery ein wichtiger Zustell-Partner weggebrochen. Jetzt hat man einen Plan.
Kochbox von HelloFresh
Kochbox von HelloFreshBildquelle: HelloFresh

Mit klassischen Paketdiensten zusammenzuarbeiten, ist bei Kochboxen heikel. Denn wenn ein Paket in das reguläre Paketnetz eingekippt wird, muss sich der Anbieter einerseits an Einlieferungsfristen halten und hat zudem keine Garantie, dass das Paket am nächsten Tag ankommt. Ausnahme: Die Kochbox wird als teures Express-Paket verschickt. Die Hermes-Tochter Liefery war auf Same-Day-Zustellungen und die Zustellung in bestimmten Zeitfenstern spezialisiert. Hermes hat diesem Dienst jedoch den Stecker gezogen, deswegen ist HelloFresh derzeit auf Paketdienste wie DPD und UPS angewiesen.

Jetzt will HelloFresh einen eigenen Lieferdienst aufbauen. Wie das Handelsblatt berichtet, sollen schon im dritten Quartal die eigenen Lieferwagen durch die Städte rollen. Erste Auslieferlager in verschiedenen Großstädten seien bereits in Betrieb. Hier übernehmen derzeit kleinere Spediteure die Sendungen. Bald sollen es aber die eigenen HelloFresh-Kühlwagen sein. Das Ziel: Kunden sollen in Großstädten Lieferzeitfenster von zwei bis drei Stunden bekommen oder sich sogar bei der Bestellung aussuchen können. Gegenüber Liefery wäre das eine Serviceverbesserung.

Weniger Plastik und kleinere HelloFresh-Kartons

Auch in Sachen Nachhaltigkeit und Umwelt soll dieser Schritt etwas bringen. Dadurch, dass HelloFresh Kühlwagen von Mercedes für die Lieferung nutzen will, braucht man den Paketen keine Kühlmittel mehr beilegen. Heute sind zum Kühlen von Fleisch, Fisch und anderen frischen Lebensmitteln in der Regel in Plastik eingeschweißte Eisblöcke sowie Kühltaschen aus recycelbarem Papier in den Kartons. Letzte benötigen vor allem Platz und benötigen somit unnötiges Volumen bei den Paketdiensten.

Die Corona-Pandemie hatte HelloFresh einen Boom beschert. Die Nachfrage war so groß, dass man Bestandskunden sogar darum bat, Kochboxen zu den Weihnachtsfeiertagen abzubestellen und sie mit einem Guthaben lockte. Laut Handelsblatt kostet der Aufbau der eigenen Logistik dem Unternehmen 150 Millionen Euro.

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