GEZ-Gebühr sorgt für Geldregen: Deutschland ist Rundfunk-Krösus

2 Min. Lesezeit Teilen/Speichern
Neue Zahlen belegen: Deutschland leistet sich einen kostspieligen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Im Jahr 2024 haben ARD, ZDF und Deutschlandradio insgesamt knapp 10,4 Milliarden Euro eingenommen. So viel wie in keinem anderen Land der Welt.
GEZ-Logo auf einem Fernseher.

Die Einnahmen unter anderem aus dem Rundfunkbeitrag (GEZ-Gebühr) florieren.

Besonders auffällig: Der Großteil der mehr als 10 Milliarden Euro stammt aus dem Rundfunkbeitrag, der in Deutschland derzeit 18,36 Euro pro Monat und Haushalt beträgt. Zusätzlich tragen Werbung, Sponsoring und sonstige Erträge zu den Einnahmen bei. Insgesamt kommen mehr als 85 Prozent der Gelder aus diesen Quellen, hat der Evangelische Pressedienst (epd) aus den Jahresabschlüssen, die die öffentlich-rechtlichen Sender veröffentlicht haben, errechnet.

ARD spielt am meisten Geld ein

Die Verteilung der Einnahmen zeigt, dass die neun ARD-Landesrundfunkanstalten den größten Teil des Budgets erhalten – rund 7,57 Milliarden Euro. Das ZDF erzielte Einnahmen von etwa 2,54 Milliarden Euro, während das Deutschlandradio rund 279 Millionen Euro einnahm. Im historischen Vergleich sind die Einnahmen deutlich gestiegen: Im Jahr 1995 lagen sie noch bei etwa 5,9 Milliarden Euro, im Jahr 2017 waren es 8,8 Milliarden Euro. Bis 2024 stiegen die Gesamteinnahmen damit um rund 76 Prozent, obwohl die Kaufkraft durch Inflation im gleichen Zeitraum um etwa 40 Prozent gesunken ist.

Trotzdem sind die Einnahmen nicht jedes Jahr gleich stark gewachsen. In den vergangenen Jahren lagen sie stabil über zehn Milliarden Euro, mit leichten Schwankungen hauptsächlich bei den Beitragszahlungen. So blieben die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag 2024 leicht unter dem Vorjahreswert, weil weniger Haushalte zur Zahlung registriert waren.

Wie geht es mit der GEZ-Gebühr weiter?

Für 2026 planen ARD, ZDF und Deutschlandradio erneut Einnahmen von über 10,6 Milliarden Euro, basierend auf genehmigten Haushaltsplänen. Die Debatte über die Finanzierung und den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bleibt damit ein zentrales Thema in Medien- und Politikdiskussionen. Besonders vor dem Hintergrund, dass die öffentlich-rechtlichen Sender eine Erhöhung der auch als GEZ-Gebühr bekannten Beitragszahlungen fordern. Zuletzt wurde bekannt, dass der Rundfunkbeitrag aber weniger stark steigen dürfte.

1 Kommentar

  1. Karsten Frei
    10,6 Milliarden Euro, soviel Geld ist mit nichts rechtzufertigen. Rechtsverbindlich auflösen, damit alle Altlasten ( sprich Pansionen usw.) mit sofortigen Wirkung nichtig sind. Kann weg, und wenn dafür auch AFD gewählt werden muss, dann ist das so. Deutschland braucht ÖR Funk, aber nicht in der ARD/ZDF/Deutschlandradio Form. Die Anstalten haben ausgedient.
[-AMP Version-]