Dieses E-Auto kann mehr als nur fahren – und gibt Rätsel auf

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Drehbuchautoren könnten es sich schöner nicht ausmalen. Das neue Flugauto von Xpeng, der HT Aero, soll ab 2024 in Serienreife zur Verfügung stehen und ist mit zwei pompösen Seitenauslegern mit montierten Rotoren ausgestattet. Doch es bleiben Fragen offen.
Xpeng HT Aero
Das Flugauto HT Aero von Xpeng wird auch abheben können.Bildquelle: Xpeng

Aus so manchem Science-Fiction-Blockbuster aus den Filmstudios in Hollywood sind sie nicht wegzudenken: fliegende Autos. Und mit dem AirCar gibt es sogar ein Modell, dass tatsächlich schon abgehoben ist. Auch Tesla-Konkurrent Xpeng möchte diesen Schritt in Zukunft wagen. Der chinesische Hersteller hat jetzt auf seinem hauseigenen „Tech-Day“ ein Konzeptmodell präsentiert, das nach aktuellem Stand der Dinge im Jahr 2024 auf den Markt kommen soll. Es kann aber nicht nur fliegen, sondern ist zu 100 Prozent elektrifiziert auch im klassischen Straßenverkehr unterwegs.

Zweites Modell eines fest eingeplanten Flugautos von Xpeng

Entwickelt wurde das Flugauto von der Xpeng-Tochtergesellschaft Urban Air Mobility (UAM). Es basiert auf dem bereits bekannten Modell HT Aero, das nach Angaben des Herstellers schon mehr als 15.000 Flüge sicher abschließen konnte. Abheben kann der Flitzer im Design eines fetzigen Sportwagens mithilfe von zwei einklappbaren Rotoren. Sie sind an recht wuchtigen Seitenauslegern montiert.

Wie die Rotor-Elemente sich allerdings im Detail für den klassischen Fahrbetrieb auf der Straße einklappen lassen, geht aus den neuesten von Xpeng veröffentlichten Renderings nicht hervor. Vorstellbar wäre gewesen, dass sie sich einfach nach hinten oder auf das Dach klappen lassen. Dem ist aber nicht so. Denn das nachfolgende Foto lässt einzig und allein den Schluss zu, dass Xpeng daran arbeitet, die Seitenausleger auf unbekannte Weise in der Karosserie zu verstauen.

Xpeng Urban Air Mobility HT Aero ohne Rotoren
So soll das Flugauto HT Aero im klassischen Fahrbetrieb aussehen.

Für die notwendige Sicherheit gibt es ein mehrstufiges Redundanzdesign, wie es offiziell vom Hersteller heißt. Dazu sollen unter anderem für den Notfall auch Fallschirme gehören. An ihnen kann das Auto im Falle eines Ausfalls der Rotoren wie eine Raumkapsel zu Boden gleiten. Im Innenraum verzichtet der Hersteller auf ein klassisches, rundes Lenkrad. Stattdessen ist der Einbau eines sogenannten Gullwing-Lenkrads vorgesehen. Der eine oder andere wird es noch von „K.I.T.T.“ aus der Kultserie „Knight Rider“ kennen.

Futuristisches Design im Innenraum

Ferner ist der Innenraum gekennzeichnet durch eine riesige Display-Leiste, die sich über die gesamte Breite des Cockpits zieht. Über den Touchscreen werden sich auch aktuelle Musikalben auswählen lassen. Oder für den Fall, dass das Fahrzeug auch autonom unterwegs sein kann, auch Filme. Der Hersteller betont allerdings, dass sich am Design des Autos sowohl innen als auch außen noch das eine oder andere verändern könnte. Wenn im Laufe der kommenden Monate das finale Design vorgestellt wird, löst der Hersteller dann wohl auch das Rätsel um die verstaubaren Seitenausleger.

Xpeng HT Aero Interieur
Futuristisch geht es auch im Innenraum das Xpeng HT Aero zu.

Abzuwarten bleibt freilich, ob Xpeng und Urban Air Mobility es tatsächlich schaffen, das Flugauto bis 2024 in Serienreife auf den Markt zu bringen. Auch zu einem möglichen Preis gibt es noch keine Informationen. Hinzu kommt, dass es auch rechtliche Rahmen geben muss, um Fahrzeuge wie das HT Aero überhaupt abheben zu lassen. Und wenn man bedenkt, wie viel Aufregung schon bei den Regelungen für das Abheben von Drohnen entstanden ist, könnte es bei Flugautos noch zu sehr viel hitzigeren Diskussionen kommen.

Bildquellen

  • Xpeng Urban Air Mobility HT Aero: Xpeng
  • Xpeng HT Aero Innenraum: Xpeng
  • Battista Anniversario: Automobili Pininfarina
  • Dieses E-Auto kann mehr als nur fahren – und gibt Rätsel auf: Xpeng
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