Während einige Geräte dringend vom Stromnetz genommen werden sollten, bevor du das Haus verlässt, trifft das Gegenteil auf andere zu. Hier kann es nicht nur zu einer bösen Überraschung für dich werden, wenn du sie unbedacht ausschaltest. Bei einer Gerätekategorie kann das auch ein vierstelliger finanzieller Schaden für dich werden. Diese drei Arten von Geräten sollten eingesteckt bleiben.
OLED-Fernseher sollten nicht vom Strom getrennt werden
Tatsächlich stören sich OLED-TVs sehr daran, wenn du ihnen den verdienten Stand-by-Modus entziehst. Denn um für dich ein möglichst gutes Nutzungserlebnis sicherzustellen, führen die Geräte ihre Pixelreinigung durch, wenn du den Fernseher ausgeschaltet hast. Ohne Strom jedoch können diese Schutzfunktionen deines Fernsehers nicht mehr durchlaufen. Dadurch erhöht sich das Risiko eines Einbrennens in deinem OLED-TV. Bleibt ein solches Nachbild vorhanden, ist es zukünftig über allem zu sehen, was du auf deinem Fernseher eigentlich ansehen möchtest. Das Phänomen wird OLED-Burn-in genannt und war vor allem in den Kindertagen der Technologie ein großes Problem. Heutzutage sollen Schutzmaßnahmen wie die Pixelpflege das Auftreten verhindern.
Eine Reparatur ist oftmals nicht möglich oder kostspielig. Um solche Schäden zu vermeiden, solltest du sicherstellen, dass dein OLED-TV nach der Benutzung mindestens eine Stunde lang Zeit im Stand-by-Modus hat, um seine Pixelreinigung in Ruhe durchzuführen. Moderne Geräte verbrauchen in diesem Modus jedoch auch wesentlich weniger Strom, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Es ist somit auch nach der Stunde nicht zwingend nötig, ihn komplett vom Stromnetz zu trennen. Wenn du dir nicht sicher bist, wie viel Strom dein Fernseher noch immer im Stand-by-Modus verbraucht, kannst du den Verbrauch im Übrigen mit einer smarten Steckdose messen.
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Drucker ausschalten verschwendet Tinte
Tatsächlich fällt der Stromverbrauch von Tintenstrahldruckern im Stand-by-Modus nicht stark ins Gewicht. Allerdings kann es zu einem besonders teuren Ärgernis führen, wenn du den Drucker nicht über den Ein- und Ausschalter herunterfährst, sondern vom Strom trennst. Im eingeschalteten Zustand befindet er sich in Druckbereitschaft. Das bedeutet, dass der Druckkopf entsprechend nicht in den Ruhemodus übergegangen ist. Dadurch kommt es einem Reset gleich, wenn du den Strom von deinem Drucker wegnimmst. Das Gerät verhält sich genauso, als würdest du es nach einem langen Ausschalten wieder neu in Betrieb nehmen. Infolgedessen reinigt er sich und verbraucht dabei eine große Menge an Tinte, obwohl er eigentlich erst vor kurzem zuletzt verwendet wurde. Passiert das nun regelmäßig, verschwendest du vermutlich sogar mehr deiner Tinte, als du im Durchschnitt zum Drucken einzelner Seiten verwendest. Dabei ist Druckertinte noch immer teurer als menschliches Blut. Anstatt dir Geld einzusparen, indem du deine Stromkosten senkst, zahlst du mit dieser Praktik also drauf.
Lohnt es sich, den WLAN-Router vom Strom zu nehmen?
Es kann sich für deinen Stromverbrauch zwar durchaus lohnen, deinen WLAN-Router über Nacht auszuschalten. Allerdings gilt das nur, wenn du keine weiteren wichtigen Geräte daran gekoppelt hast. Davon sind nicht nur Smart Home-Geräte betroffen, die dir inzwischen vielleicht in den Sinn kommen. Auch schon ein Anrufbeantworter oder auch nur dein Festnetzanschluss funktioniert nicht mehr, wenn du sie über deinen WLAN-Router betreibst. Wer also darauf angewiesen ist, über das Festnetz erreichbar zu sein, sollte den WLAN-Router daher auch über Nacht eingeschaltet lassen. Für Smart Home-Besitzer gilt das besonders. Denn ohne WLAN funktionieren möglicherweise auch Funktionen nicht mehr, die in der Theorie auch dann noch abrufbar sind, wenn der Kontakt zum Server der Anbieter nicht länger besteht.