Neue Smartphones oder Notebooks kosten oft etwas mehr als ihre Vorgänger. Daran haben wir uns gewöhnt. Schließlich haben die neuen Geräte mehr zu bieten und sind auch an die Inflation angepasst. Doch dieses Jahr ist für die Hersteller von Smartphones und Notebooks besonders schwierig und zwingt jetzt selbst Microsoft zu einem drastischen Schritt.
Der Speicher wird knapp
In diesem Jahr erleben wir eine noch nie dagewesene Speicherkrise. Der Arbeitsspeicher, kurz RAM, und die Speicherchips sind extrem im Preis gestiegen. Seit Jahresanfang sind die Preise um über 300 Prozent nach oben gegangen und ein Ende ist nicht in Sicht. So war die komplette Produktion für das gesamte Jahr bereits kurz nach Jahresbeginn ausverkauft.
Grund dafür ist der Ausbau von KI-Infrastruktur. Die großen KI-Anbieter bauen ihre Rechenzentren aus und benötigen dafür gigantische Mengen Speicherchips. Diese fehlen nun für Smartphones und Computer. Da es Jahre dauert, weitere Produktionskapazitäten für Speicherchips aufzubauen, ist keine kurzfristige Lösung in Sicht. So wird die Speicherknappheit laut Experten noch bis 2028 anhalten.
Deutliche Preiserhöhung bei Microsoft
Smartphone- und PC-Hersteller haben jetzt keine andere Wahl, als zu reagieren. So kostet das Speicher-Upgrade im neuen Galaxy S26 nun etwa 200 Euro – das ist doppelt so teuer wie beim Vorgänger. Auch Nothing musste die Preise seiner Phone 4a Serie erhöhen, wenn auch nur geringfügig. Asus hat sich hingegen komplett vom Smartphone-Markt zurückgezogen und möchte sich vorerst nur auf die wichtigere PC-Sparte konzentrieren.
Besonders hart trifft es nun Microsoft. Hier wird nicht nur neue Hardware teurer. Über Nacht hat man die Preise für bestehende Notebook-Modelle kräftig erhöht. Das Einstiegsmodell des Surface Laptop 13 startet nun bei 1.249 Euro. Das sind 150 Euro mehr als vergangene Woche. Der Preis für das Top-Modell des Surface Pro ist von zuvor 2.429 Euro auf 3.099 Euro gestiegen. Ein Plus von 670 Euro – für die identische Hardware.
Microsoft begründet die gestiegenen Preise ebenfalls mit den deutlich erhöhten Speicherpreisen. Aktuell sind die Modelle im freien Handel teilweise noch zu den alten Preisen zu bekommen. Das dürfte sich ändern, sobald die Lagerbestände abverkauft sind.
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