Bis zu 247 Euro mehr: Heizkosten stiegen 2025 spürbar an

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Ein kalter Morgen, ein Blick auf die Abrechnung – und plötzlich fühlt sich der Winter länger an als gedacht. 2025 hat vielen Haushalten genau diesen Moment beschert. Nicht wegen Rekordkälte, sondern wegen einer Mischung aus Wetterlaunen und Preisen, die leise, aber spürbar angezogen haben.
Bis zu 247 Euro mehr - Heizkosten stiegen 2025 spürbar an

Bis zu 247 Euro mehr - Heizkosten stiegen 2025 spürbar an

Der Winter 2025 hatte einige kältere Tage als das Vorjahr zu bieten und bescherte höhere Mengen an Schnee in Deutschland. Dementsprechend hat er bei vielen für höhere Kosten gesorgt. Der Grund liegt im Detail: einzelne kalte Phasen zur falschen Zeit und Heizmedien, die einen Preisanstieg über das Jahr hinweg erlebt haben. Bis zu 247 Euro mehr mussten Haushalte für ihre Heizkosten im vergangenen Jahr bezahlen. Doch es gibt auch Grund zum Aufatmen für viele Haushalte.

Wenn das Wetter heimlich an der Heizkostenrechnung dreht

Auf dem Papier war 2025 ein freundliches Jahr: warm, sonnig und eher trocken. Doch der Teufel steckt wie so oft im Kalender. Ein ungewöhnlich kalter Februar und ein frostiger November haben dafür gesorgt, dass Heizungen häufiger ansprangen als im Jahr zuvor. Laut Daten des Deutschen Wetterdienstes stieg der Heizbedarf eines typischen Einfamilienhaushalts um knapp neun Prozent. Das klingt erst einmal harmlos, wirkt sich aber direkt auf den Verbrauch aus. Denn jeder zusätzliche Heiztag ist wie ein kleiner Tropfen, der das Kostenfass langsam füllt. Gerade moderne Haushalte bemerken den Unterschied dabei früher: Smarte Thermostate zeigen mehr Laufzeit, Gaszähler drehen sich flotter, und am Ende des Jahres steht eine Zahl, die höher ist als erwartet.

Gas: kleine Preissteigerung, große Wirkung

Wenn du mit Gas heizt, hast du 2025 vermutlich besonders deutlich hingeschaut. Der durchschnittliche Gaspreis lag etwas über dem Vorjahresniveau. Pro Kilowattstunde waren es rund zwei Prozent mehr, eigentlich kein Drama. Doch kombiniert mit dem höheren Verbrauch ergab sich ein spürbarer Effekt. Schlussendlich landete ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh bei rund 2.200 Euro Heizkosten. Das sind bis zu 247 Euro mehr als im Jahr davor. Laut einer Analyse von Verivox entspricht das einem Plus von knapp 13 Prozent. Gerade in einem Jahr, in dem immer mehr Deutsche Probleme damit hatten, ihre Heizrechnungen zu zahlen, sind das keine erfreulichen Nachrichten. Laut Octopus Energy heizte jeder fünfte Haushalt in Deutschland weniger, als es nötig gewesen wäre. Ebenso hatte jeder zehnte Haushalt Schwierigkeiten, die eigene Heizkostenrechnung zu zahlen. Der Druck auf die Bevölkerung wuchs somit zunehmend. Glücklicherweise gibt es einige Anhaltspunkte dafür, dass sich dieser Preisdruck im Jahr 2026 entspannen könnte.

Hoffnungsschimmer beim Blick nach vorn

Die gute Nachricht: Der Gasmarkt hat sich zuletzt deutlich entspannt. Die Großhandelspreise sind stark gefallen und nähern sich wieder dem Niveau vor der Energiekrise. Aktuell kostet eine Megawattstunde an der niederländischen TTF-Börse 27 Euro. Vor Krisenzeiten pendelten die Kosten zwischen 10 und 25 Euro die Megawattstunde. Für Versorger bedeutet das mehr Spielraum, für dich zumindest theoretisch günstigere Tarife. Praktisch heißt das allerdings nicht automatisch, dass deine Rechnung sinkt. Nicht jeder Anbieter gibt niedrigere Einkaufspreise direkt weiter. Genau hier lohnt sich ein kritischer Blick: Ein Tarifvergleich kann aktuell mehr bringen als in manch ruhigem Jahr zuvor. Wer wechselt, nutzt gewissermaßen den Rückenwind des Marktes, statt weiter gegen ihn anzukämpfen. Nebenbei kannst du von günstigen Neukundenrabatten profitieren, die deine Heizrechnung zusätzlich senken.

Öl bleibt günstiger – trotz Mehrverbrauch

Falls du mit Öl heizt, bist du 2025 vergleichsweise glimpflich davongekommen. Zwar wurde auch hier mehr geheizt, doch gesunkene Heizölpreise haben den Effekt abgefedert. Im Schnitt stiegen die Kosten nur um rund vier Prozent. Mit etwa 1.860 Euro lag das Heizen mit Öl erneut deutlich unter dem Niveau von Gas. Tatsächlich war Öl bereits das vierte Jahr in Folge die günstigere Option. Der Preis pro Hektoliter sank spürbar und wirkte wie ein Stoßdämpfer gegen den höheren Verbrauch. Das Ergebnis: Trotz kälterer Phasen blieb die Rechnung überschaubarer. Ein wenig so, als würdest du trotz weiterer Fahrtwege plötzlich weniger an der Zapfsäule zahlen.

Was du aus 2025 mitnehmen kannst

Die Heizkosten 2025 zeigen vor allem eines: Es sind nicht nur extreme Winter, die teuer werden. Schon kurze Kältephasen können ausreichen, um die Bilanz zu kippen, besonders bei Gaskunden. Für dich heißt das: Verbrauch im Blick behalten, Tarife regelmäßig prüfen und Marktbewegungen nicht ignorieren. Denn auch wenn du das Wetter nicht steuern kannst, hast du bei deinem Anbieter deutlich mehr Einfluss, als es auf den ersten Blick scheint. Insbesondere, wer regelmäßig die Verträge wechselt, kann von stetig günstigen Tarifen profitieren. Dabei bist du keineswegs darauf angewiesen, dich selbst um deine Energieverträge zu kümmern. Wer sich nicht jedes Jahr aufs Neue in den Tarifdschungel begeben möchte, kann das Angebot unseres Partners remind.me nutzen. Dort kümmern sich Experten jedes Jahr für dich darum, dass du in einen möglichst günstigen Tarif wechselst.

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Quellen:

Bildquellen

  • simpler-trick-spart-dir-bis-zu-1.000-euro-an-heizkosten-so-funktioniert-es: ako photography/Shutterstock
  • bis-zu-247-euro-mehr-heizkosten-stiegen-2025-spuerbar-an: KI-generiert

1 Kommentar

  1. Karsten Frei
    Sehr gut. Noch vor weniger Jahren haben Deutsche applaudiert, als die CO2 Steuer beschlossen wurde, und als die Grüne mit SPD ihre Agenda auf die Spitze getrieben haben, gab´s dafür „Standing Ovation". Und heute kriegen die Wähler genau das, wofür die vor Jahren gestimmt haben. "Man erntet, was man sät" - so einfach ist das.
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