Aus Saturn wird MediaMarkt: Neue Strategie sorgt für Wirbel

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Wenn man eine bekannte Marke wie Saturn einfach so begräbt, muss man dafür gute Gründe haben. Deswegen haben wir bei der Media-Saturn-Holding nachgefragt, warum man diesen Schritt nun in Österreich vollzieht. Ein Fingerzeig für Deutschland?
Aus Saturn wird MediaMarkt - aber nur in Österreich
Saturn-Märkte wie diesen in Ingolstadt wird es in Österreich bald nicht mehr geben.Bildquelle: Media-Saturn-Holding GmbH

Diese Nachricht sorgt für Aufsehen: Die Media-Saturn Holding macht mit Saturn Schluss und lässt ihre Filialen in MediaMarkt aufgehen. Das Vorhaben betrifft zunächst nur den Markt in Österreich, aber nicht die deutschen Filialen. Wirklich? Könnte man das Vorgehen in der Alpenrepublik nicht als Experiment interpretieren, entsprechende Maßnahmen schon bald auch in Deutschland umzusetzen?

Saturn-Aus in Österreich: Die Fakten

Schon ab dem 1. Oktober wird es die Marke Saturn in Österreich öffentlich sichtbar nicht mehr geben. Die entsprechenden Elektronik-Märkte fusionieren mit jenen der Marke Media Markt, sodass es in Zukunft nur noch Filialen mit dem feuerroten Markenlogo geben wird. Das teilte die MediamarktSaturn Österreich, eine Tochter des deutschen Ceconomy-Konzerns, zu Wochenbeginn mit.

Entsprechende Umbauten in den Läden, die bisher noch unter der Marke Saturn in Erscheinung treten, sollen Anfang August starten und bis Ende September abgeschlossen sein. Ziel sei es, dem wachsenden Wettbewerb im Onlinehandel mit einer schlagkräftigen Marke zu begegnen und die eigenen Marktanteile auszubauen. Außerdem sollen Synergien genutzt werden, um am Markt besser bestehen zu können.

„Diese Einmarken-Strategie garantiert viele Synergien in allen Bereichen sowie schlankere Prozesse und effizientere Strukturen.“ Csongor Nemet, CEO von MediaMarktSaturn Österreich

Ein Sprecher der Media-Saturn-Holding sagte gegenüber inside digital, die Landesgesellschaft in Österreich habe sich in Absprache mit dem deutschen Mutterkonzern entschieden, „sich zukünftig auf die im Land bekanntere und präsentere Marke MediaMarkt zu fokussieren, um diese Marke so weiter nachhaltig zu stärken.“ Mit anderen Worten: Saturn war in Österreich nicht schlagkräftig genug, obwohl die Marke nach MediaMarkt die Nummer 2 im Land ist.

Die Überlegenheit von MediaMarkt lässt sich aber auch an anderen Zahlen recht gut ablesen. Während MediaMarkt in Österreich auf aktuell 37 Geschäfte kommt, sind es unter der Marke Saturn nur 15. Künftig werden es demnach mehr als 50 unter einer einheitlichen Marke sein. 80 Prozent aller Österreicher sollen dann eine MediaMarkt-Filiale in weniger als 20 Minuten erreichen können.

Droht auch in Deutschland das Aus?

Angst, dass auch in Deutschland ein Ende von Saturn drohen könnte, weist man am Sitz der Muttergesellschaft in Ingolstadt aber ausdrücklich zurück. „Unsere Landesgesellschaften überprüfen und optimieren kontinuierlich im Sinne ihrer Kunden ihr Angebotsportfolio“, heißt es aus der Zentrale. „Unabhängig von dieser regionalen Entscheidung hält MediaMarktSaturn in Deutschland weiter an seiner erfolgreichen Zweimarkenstrategie fest“, so der Sprecher weiter.

Sowohl MediaMarkt als auch Saturn seien hierzulande flächendeckend bekannte Marken, die bei ihren Kunden ein hohes Vertrauen genössen. Deswegen werde in Deutschland auch in Zukunft in die Marke Saturn investiert. Aktuell laufe beispielsweise das Projekt „Xperion“ auf Hochtouren. „Dahinter verbirgt sich unser Saturn-Stammhaus in Köln, das wir derzeit zu einem besonderen Gaming-, E-Sports- und E-Mobility-Markt entwickeln. Die Vorbereitungen zur Eröffnung dieser außergewöhnlichen Saturn E-Arena laufen auf Hochtouren.“

Wenn du dir also in Zukunft einen Fernseher, ein Handy oder eine Waschmaschine kaufen und dabei auf eine Fachberatung vor Ort bauen möchtest, kannst du das hierzulande auch weiter bei Saturn tun.

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13 KOMMENTARE

  1. Was macht das für einen Unterschied?
    Ich mein die letzten 7 Jahre minimum sind Mediamarkt und Saturn hier in Deutschland doch eh schon das gleiche gewesen.
    Sowohl was Sortiment als auch Preise angeht.
    Was auch verständlich ist, wenn man bedenkt das beide „Marken“ ja bereits seit längerem zur selben Kette gehören.

    Von daher ist die News jetzt wedder all zu überraschend, noch ist sie dramatisch.
    Solange sie mit der Zusammenlegung bzw dem Verschwinden der Marke Saturn die Läden noch als Mediamarkt weiterlaufen lassen.

  2. Seit Ende 70ger hat meida, saturn aufgekauft 😂lernt man erst Anwenn man dort malocht hat, xD reinst der selbe Rotz

    • Wow, krasser Clickbait Titel. Das was draufsteht ist nach dem Durchlesen natürlich nicht drin. Außer man denkt dass eine DE Domain aus Österreich stammt. Aus meinem Newsfeed habt ihr euch damit verabschiedet…

      • Ist für mich ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar, Tim. Wir stellen in der Überschrift die Frage, ob das Aus in Österreich auch das Ende in Deutschland sein könnte. Und genau auf diese Frage geben wir dir und anderen Lesern auch eine Antwort. Schade, dass dir das nicht ausreicht…

  3. Dem Verbraucher wirds egal sein. Die 2 Marken Strategie hat eh nie jemand verstanden. Gäbe es signifikante Unterschiede, ja dann…alber es alles die gleiche Soße.

  4. Das ist sowieso ein laden, gehören zum gleichen mutterkonzern.
    Heute der eine das Angebot und nächste Woche der andere auf den den Selben Artikel.

  5. @Frank was bist du eigentlich für ein Aroganter Typ? Denkst du an dich selber das es dir und bloß die Firma in der Du arbeitest nicht pleite geht. Hast du schon mal daran gedacht welche Wirtschaftlichen Folgen es geben kann wie viele Mitarbeiter dadurch ihre Jobs verlieren? Und du Horst wünscht dir die Insolvenz? Oh weia gut das es noch Menschen mit Verstand gibt. Bestell mal lieber bei Amazon und unterstütze zb die Benelux Länder nämlich dort gehen die Steuern.

    Erst überlegen dann kommentieren.

    • Einige Leute können einfach nicht denken. Aber teils sind die einfach durch die Medien gesteuert. Schau dir die Pleite von Schlecker an. Das war in den Medien dauerpräsent und ja immer die betroffenen Frauen zeigen und alle hatten Mitleid. Natürlich ist das nicht schlimm. Aber Praktiker? Wurde zwar erwähnt, aber da waren in einer Filiale nicht 2-3 Mitarbeiterinnen wovon zwar auch viele Alleinerziehende und Alleinstehende waren, aber halt auch viele Frauen die zum Mann zusätzlich verdient haben. So eine Praktiker Filiale, die hatte bestimmt mindestens 50 Mitarbeiter, dazu MaxBahr und davon waren viele Hauptverdiener in Medien betroffen. Und für Schlecker-Mitarbeiterinnen gab es durchweg Mitgefühl, bei Praktiker wurden Witze und dumme Sprüche geklopft wie 20%jetzt wirklich auf alles oder gut, dass ich meine Fliesen noch bekommen habe. Was aber auch sicher ist, bei beiden Unternehmen kreisten die Geier um noch etwas ganz billig kaufen zu können.
      Selbiges Spiel doch gerade bei Kaufhof. Medienwirksam wie gehabt. Aber hast du einmal davon gehört, dass da gesagt wird, besser 6000 Jobs streichen als komplett schließen und 1200 verlieren ihren Job? Zahlen dienen nur als Beispiel.
      Andererseits, haben Staat, Mitarbeiter, Gewerkschaften und Kunden nicht Mitschuld an solchen Sachen?

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