Amazon Prime Day: Mogelpackung oder Schnäppchen-Garantie?

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Am Prime Day wirbt Amazon stets mit noch nie dagewesenen Rabatten. Erfahrene Online-Shopper wissen: Hinter vermeintlichen Schnäppchen steckt nicht selten Augenwischerei. Eine Analyse des Vorjahres zeigt nun, was Amazon verspricht – und was davon gehalten wird.
Frau surft im Amazon Online Shop auf einem Tablet
Bildquelle: Kaspars Grinvalds / Adobe Stock

Am 13. Und 14. Oktober veranstaltet Amazon den Prime Day 2020 – erste Angebote gibt es sogar jetzt schon im Vorfeld. An zwei Tagen gibt es die angeblichen besten Schnäppchen des Jahres. Nur wenige Wochen vor Black Friday und Cyber Monday lädt der Online-Shopping-Gigant also zur Schnäppchenjagd. Eine Analyse zeigt nun, wie gut die zu erwartenden Angebote tatsächlich sind.

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So viel lässt sich am Prime Day sparen

Die Preis-Experten von guenstiger.de haben anhand der identischen Aktion 2019 untersucht, wie gut die Schnäppchen, die es exklusiv für Prime-Kunden gibt, wirklich sind. Mittels Stichproben erfasste das Preisvergleichsportal alle Angebote, die Amazon an jenen Tagen im Juli schnürte. Das Ergebnis vorneweg: Im Schnitt konnten Käufer am Prime Day tatsächlich rund 20 Prozent gegenüber anderen Online-Händlern sparen.

So viel zur qualitativen Ersparnis. Auch quantitativ überzeugt Amazon am Prime Day: Lediglich bei einer Stichprobe bot Amazon seinerzeit nicht den Bestpreis bei einem Prime-Day-Angebot. Bei allen anderen untersuchten Deals schob sich Amazon am Prime Day vor die Handelskonkurrenz.

Hier lohnt(e) sich die Schnäppchenjagd am meisten

Nicht bei Smartphones, nicht bei Fernsehern – nein, bei Werkzeugen war die Ersparnis am Prime Day 2019 im Durchschnitt am größten. Im Vergleich mit den Wettbewerbern konnten Amazon-Kunden 24 Prozent sparen, wenn sie auf der Suche nach Werkzeug waren. Audio-Produkte und Haushaltsgeräte kamen mit Preisunterschieden von 23 beziehungsweise 21 Prozent – verglichen mit Wettbewerbern – ebenfalls ordentlich reduziert weg. Bei Smartphones und Kameras konnten immerhin noch 13 beziehungsweise 12 Prozent gespart werden.

Insgesamt hat guenstiger.de am Prime Day im vergangenen Jahr 139 Stichproben zu verschiedenen Angeboten gezogen und sie über die Angebotslaufzeit mit Konkurrenzpreisen verglichen. Dabei beschränkten sich die Vergleichs-Experten auf die Warengruppen Notebooks, Smartphones, Fernseher, Kameras, Haushaltsgeräte, Audio, Wearables und Werkzeuge. Nur für diese Produkte kann hier also die Aussage getroffen werden.

Grundsätzlich gibt diese Analyse keine Garantie dafür, dass die Angebote am Prime Day 2020 ähnlich gut sein werden. Allerdings zeigt der Blick in die Vergangenheit, dass Amazon bei seinen Werbeversprechen per se nicht lügt.

Die beliebtesten Prime-Day-Angebote 2019

Amazon selbst gab ebenfalls bereitwillig Auskunft zur Angebotsaktion 2019. Die beliebtesten Produkte überhaupt waren demnach ein Bluetooth-Lautsprecher von JBL, die Osram Smart+ Plug – also eine smarte Steckdose – und eine Tefal-Pfanne aus der Jamie-Oliver-Kollektion. Insgesamt also ein bunter Mix. Aus den eigenen Reihen war der Amazon Fire TV Stick 4K der Top-Seller am Prime Day. Insbesondere aus dieser Fire-Serie dürfte es auch 2020 einige Angebote geben. Erst Ende September hat Amazon neue Geräte vorgestellt. Am Prime Day erwarten wir zahlreiche Angebote aus den Fire- und Alexa-Produktserien.

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Tipps zur Schnäppchenjagd: Nicht nur Streichpreise vergleichen

Das kleine Einmaleins der Schnäppchenjagd lautet: Nicht nur die Streichpreise vergleichen. Bei den schön durchgestrichenen Preisen neben dem Angebotspreis handelt es sich oft um den UVP des Produktes. Einer hoffnungslos veralteten und überhöhten Angabe. Wer wirklich sparen will, vergleicht aktuelle Marktpreise – und unter Umständen auch Preisverläufe. Preisvergleichsportale wie guenstiger.de bieten das Feature eines Preisverlaufs in grafischer Form an.

Preisverlauf-Grafik von guenstiger.de
Preisverlauf-Grafik von guenstiger.de.

Mit welchen Tricks die Online-Shops arbeiten, um schlechte Deals möglichst schmackhaft anzubieten und was du tun kannst, um nicht in die Kostenfalle zu tappen, verraten wir in diesem Ratgeber. Übrigens: Auch bei vermeintlich authentischen Kundenrezensionen auf Amazon musst du vorsichtig sein.

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Bildquellen

  • Preisverlauf-Grafik von guenstiger.de: Screenshot: guenstiger.de
  • Amazon auf einem Tablet: Kaspars Grinvalds / Adobe Stock
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