Black Friday: Alles zum Shopping-Feiertag des Jahres

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Na, schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen? Die Horrorfrage für viele Herren der Schöpfung gewinnt mit dem Herbst an Brisanz. Zum Glück gibt es ausgewiesene Shoppingtage wie den Black Friday. Wir zeigen dir, was dahintersteckt, ob die Angebote wirklich so gut sind wie es scheint und worauf du bei der Jagd nach dem besten Preis achten musst.
Ein Pärchen beim Shopping
Bildquelle: bobex73 / adobe Stock

Der Black Friday ist für den Online- und Einzelhandel einer der umsatzstärksten Tage des Jahres. Der Trend kommt – wie so viele – aus den USA. Nicht zu verwechseln ist das Event mit dem „Schwarzen Freitag“, der den New Yorker Börsencrash von 1929 zum Thema hat (und der eigentlich auf einen Donnerstag fiel). In Deutschland gewinnt der Tag insbesondere durch den starken Einfluss des Online-Geschäfts – unter anderem dank Amazon – an Bedeutung.

Black Friday: Fakten zum Schnäppchen-Tag

Hier kommen ein paar schnelle Daten und Fakten zum Rabatt-Feiertag:

Wann ist Black Friday 2019?

Der Black Friday findet 2019 am Freitag, 29. November, statt.

Regelmäßigkeit in jedem Jahr

Der Black Friday fällt jedes Jahr auf den Freitag nach Thanksgiving, das stets auf den vierten Donnerstag im November datiert ist.

Wer nimmt am Black Friday teil?

In Deutschland und Europa ist der Black Friday vor allem fürs Online-Shopping von Relevanz. Tatsächlich ist der Markenname „Black Friday“ markenrechtlich geschützt und gehört der Black Friday GmbH. Diese vergibt Sub-Lizenzen für die Nutzung dieses als Wortmarke eingetragenen Patents. Streitigkeiten darüber sind an der Tagesordnung, Gerichte sehen aber „gute Argumente“ für diese Lizenzierung von „Black Friday Werbung“ (mehr dazu).

Im stationären Einzelhandel ist der Black Friday nicht ganz so stark ausgeprägt, die Tendenz jedoch steigend. Händler, die sowohl online als auch offline auftreten, verknüpfen die Schnäppchen gerne und bieten im Laden die gleichen Preise wie im Online-Shop an.

Teilnehmende Shops sind erfahrungsgemäß unter anderem die folgenden Händler:

Außerdem bieten auch die Shops einiger Hersteller Black Friday Deals an. In den vergangenen Jahren zum Beispiel Samsung, Apple (unregelmäßig), ASUS und weitere.

Was hat es mit Red Friday oder White Weekend auf sich?

Abwandlungen sind erlaubt. So begeht zum Beispiel Media Markt in Anlehnung an die eigene Farbgebung lieber den Red Friday. Auch hier gibt es Angebote mit Bestpreis-Anspruch. Das auf den Tag folgende Wochenende wird gerne auch Black Weekend genannt. Im Frühling nehmen manche Shops diesen Umstand zum Anlass, einen Gegenpart, das sogenannte „White Weekend“, mit Angeboten und Schnäppchen zu feiern – so zum Beispiel Cyberport. Der Shop notebooksbilliger.de behält es sich vor, über das gesamte Jahr hier und da ein „Black Weekend“ mit Rabattaktionen einzustreuen.

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Media Markt Red Friday
Media Markt feiert lieber Red als Black Friday.Quelle: Media Markt

Wieso, weshalb, warum Black Friday?

Der Black Friday als Schnäppchentag kommt aus den USA. In den Vereinigten Staaten ist am vierten Donnerstag im November Thanksgiving. Viele US-Amerikaner nehmen den Freitag darauf als Brückentag frei und haben Zeit zum Shoppen – der Handel ist vorbereitet und reagiert mit speziellen Black-Friday-Rabatten. Rund einen Monat vor Weihnachten gelegen gilt der Black Friday somit als Startschuss in das stets lukrative Weihnachtsgeschäft. In den USA ist der Tag somit vor allem für den stationären Einzelhandel in den großen Einkaufszentren und Malls wichtig. In Europa ist es vorrangig ein Online-Phänomen.

Ergänzt wurde der Black Friday über die Jahre um den Cyber Monday – dem Montag zuvor und der Cyber-Monday-Woche (auch: Cyber-Woche) und dem Black- oder Cyber-Weekend, die das kalendarische Shopping El Doraodo perfekt machen.

So kam der Black Friday zu seinem Namen

Über die wörtliche Herkunft des Black Friday gibt es diverse Legenden. Recht profan hört sich die Variante an, dass die Menschenmassen, die an diesem Tag die Einkaufszentren bevölkern, aus der Ferne, wie eine homogene, schwarze Masse erscheinen.

Kreativer klingt da schon die Version, dass Tag, Datum und das damit beginnende Weihnachtsgeschäft für die Händler die letzte Möglichkeit eines Jahres darstellen, nach roten endlich schwarze Zahlen zu schreiben. Also den Jahresumsatz auf den letzten Metern zu verbessern und aus einem etwaigen Minus herauszukriechen.

Ebenfalls populär ist die Geschichte, dass die Kassierer am Black Friday sprichwörtlich – und tatsächlich – schwarze Hände vom Geldzählen bekommen.

Der erste Black Friday

Die erste Erwähnung stammt aus einem Polizeibericht der Gesetzeshüter aus Philadelphia aus dem Jahr 1966. Schon damals war hiermit der Start ins Weihnachtsgeschäft und der Brückentag nach dem Erntedankfest gemeint.

Im deutschsprachigen Raum ist das Phänomen vergleichsweise jung. Erst seit 2013 gibt’s Black-Friday-Aktionen in Deutschland in großem Stil. Apple startete bereits 2006 mit an den Black Friday angelehnten Rabatt-Aktionen, ohne diese so zu benennen. Hier ist meist von einem „eintägigen Shopping-Event“ die Rede.

Lohnen sich Black Friday Angebote?

In den Monaten vor dem Weihnachtsfest sind auch die Deutschen kauflustiger als im Schnitt über den Rest des Jahres. Dennoch gibt es kein Versprechen, dass just am Black Friday die besten Angebote mit besonders hohen Rabatten geschnürt werden. Vergleichen ist hier wichtig. Denn „Rabatte von bis zu 90 Prozent“ klingen gut, sind aber selten echt oder stellen keinen wirklich guten Deal dar.

Beliebt ist der Trick, den UVP – den unverbindlichen Vorschlagspreis – des Herstellers anzugeben und von diesem den Rabatt abzuziehen. Dabei lässt der anbietende Händler außer Acht, dass er selbst dieser Preisempfehlung gar nicht mehr folgt und der übliche Marktpreis deutlich geringer ist – insbesondere bei Technik, die einem schnellen Preisverfall unterliegt. Neben einem aktuellen Preisvergleich solltest du auch immer einen Blick auf den Preisverlauf werfen. Preissuchmaschinen wie guenstiger.de bieten diesen als Grafik an.

Im Endeffekt kommt es auf jedes Angebot im Einzelnen an. Mit den Spartipps vergleichen und Preisverlauf überprüfen, kann sich jeder ein eigenes Bild von den Black Friday Deals machen. Wer genau schaut, findet gute Preise und tolle Angebote Die besten Deals zeigen wir dir ohnehin bei inside digital.

Um die titelgebende Frage zu beantworten: Der Black Friday und seine Rabatt-Aktionen lohnen sich insbesondere für den Handel: 2017 errechnete eine repräsentative Studie des Schnäppchen-Portals MyDealz, dass alleine in Deutschland am Black-Friday-Wochenende ein Umsatz von 1,3 Milliarden Euro erzielt wurde.

Immer nur Technik-Deals?

Nein, am Black Friday gibt’s nicht nur Angebote aus der Welt der Technik, den Deals sind keine Grenzen gesetzt. Allerdings sind Angebote rund um Spielekonsolen, Smartphones oder der Smart-Home-Ausstattung grundsätzlich sehr beliebt. Dennoch: Wer lieber Mode, Schmuck, Accessoires oder Hausbedarf wie Küchengeräte und -zubehör kauft, der wird am Black Friday Angebote aus diesen Welten finden.

Bei inside digital gibt es am Black Friday ebenfalls diverse Übersichten zu verschiedenen Aktionen aus der digitalen Welt.

Cyber Monday, Singles Day, Prime Day – weitere „Shopping-Feiertage“

Der Black Friday ist mittlerweile untrennbar mit der Cyber-Monday-Woche – alternativ auch Black Week genannt – und dem initiierenden Cyber Monday verbunden. Rund um diese beiden Hochfeste des Konsums startet das lukrative Weihnachtsgeschäft. Außerdem fix im Shopping-Kalender: Die Amazon Prime Days, ein ein- bis zweitägiges Shopping-Event von Amazon, das vor allem Kunden mit Amazon Prime Abo lockt.

Am 11. November beginnt in den Hochburgen der Karneval, aber auch hier haben die Online-Händler einen Anlass gefunden, Rabatte zu bewerben. Aus Asien kommt der Trend, den Tag mit den vier Einsen im Datum als Singles Day zu bewerben. Ein noch recht junges Phänomen, das in China aber ein breites Publikum anlockt und auch hierzulande immer wieder auftaucht.

Kritik am Black Friday

Wo die einen ihr Einkaufsglück finden, sehen die anderen durchaus Anlass zur Kritik. Der Shopping-Wahnsinn rund um den Black Friday hat Gegenbewegungen auf den Plan gerufen. Sie rufen zum „Kaufnix-Tag“ (Buy Nothing Day) auf und appellieren daran, den Black Friday links liegen zu lassen. Seit den frühen 1990er-Jahren formiert sich diese Bewegung schon und ist damit insgesamt älter als der Black Friday in Deutschland. Mittlerweile beteiligen sich auch kleinere Händler daran und bieten am Black Friday explizit keine Sonderangebote an.

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