Neuer Saugroboter gesucht? So findest du das perfekte Gerät

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Mit Preisen von unter 100 bis über 1000 Euro sind Saugroboter in jedem Preisbereich erhältlich. Doch wie findest du das für dich perfekte Modell? In dieser Kaufberatung zeigen wir dir, worauf es beim Saugroboter-Kauf ankommt.
Bildquelle: Timo Brauer

Grundlegendes beim Saugroboter-Kauf

Um den für dich passenden Saugroboter zu finden, sind ein paar grundlegende Fragen wichtig:

Wie soll gesaugt werden?

In den vergangenen Jahren haben die Hersteller ihre Saugroboter mit immer besseren Navigations- und Orientierungssystemen ausgestattet. Welche Technologie für dich am besten geeignet ist, hängt vom Verwendungszweck ab. Sehr günstige Saugroboter fahren nach dem Zufalls-Prinzip durch deine Wohnung bis sie höchstwahrscheinlich jeden Bereich gesaugt haben. Dies dauert jedoch sehr lange und häufig werden schwer zugängliche Bereiche ausgelassen. Etwas besser funktioniert da eine Gyro-Navigation. Diese ist bereits bei Modellen für unter 100 Euro vorhanden, welche es immer wieder bei Discountern im Angebot gibt. Bei dieser Technologie orientiert sich der Roboter anhand von Bewegungssensoren und fährt die Räume in geregelten Bahnen ab.

Außer bei komplizierteren Hindernissen wie beispielsweise Stuhlbeinen sorgt das für ein gutes Ergebnis. Jedoch wird hierbei keine Karte deiner Wohnung erstellt. Heißt der Saugroboter reinigt jedes Zimmer, das er erreichen kann. Soll nur ein Zimmer gesaugt werden, musst du den Saugroboter in das jeweilige Zimmer tragen, die Tür schließen und ihn anschließend wieder abholen und zur Ladestation bringen. Daher eignen sich diese Modelle eher als Ergänzung zum normalen Saugen per Hand.

Möchtest du deinen Saugroboter auch unbeaufsichtigt in ein spezielles Zimmer schicken oder nur einen bestimmten Bereich deiner Wohnung saugen lassen ist ein Modell mit Karten-Funktion unerlässlich. Hierbei gibt es zwei verschiedene, gängige Technologien: Die Navigation per Laser bzw. Lidar-Sensor oder eine Navigation per Kamera.

Ein Lidar-/ Lasersensor lässt sich gut an einem runden Turm auf dem Saugroboter erkennen

Modelle mit Laser-Navigation können auch im Dunklen navigieren und es besteht aus Datenschutz-Sicht keine Gefahr, das Bilder deiner Wohnung übertragen werden können. Dafür brauchen die Saugroboter etwas länger sich zurechtzufinden, wenn sie manuell in eine andere Etage getragen werden. Modelle mit einer Navigation per Kamera finden sich dabei deutlich schneller zurecht, benötigen jedoch immer Licht, um sich zu orientieren.

Wo soll gesaugt werden?

Auch die Bodenbeschaffenheit spielt eine wichtige Rolle beim Saugroboter-Kauf. Willst du nur Hartböden reinigen, reicht theoretisch auch ein günstiges Modell mit einer einfachen Ansaugung. Bei weichen Böden ist eine Rollbürste, also eine rotierende Bürste auf der Unterseite des Roboters unerlässlich. Doch auch bei Hartböden hat eine solche Bürste Vorteile, da sie schwerere Krümmel leichter aufnehmen kann.

Ist eine Mischung aus harten Böden und Teppichen vorhanden, sollte dein Saugroboter über eine Teppicherkennung oder Bodenerkennung verfügen. Mit dieser kann der Saugroboter automatisch erkennen wie der Boden beschaffen ist und seine Saugleitung anpassen.

Sind in deiner Wohnung Langflor-Teppiche vorhanden, spielt auch die Beschaffenheit der Seitenbürste eine Rolle. Das sind die kleinen Bürsten, die an einer oder beiden Seiten angebracht sind und den Staub in Richtung Saugroboter befördern. Die Anzahl spielt hier keine Rolle. Insbesondere teurere Modell haben hier nur eine Bürste, um Verschleißteile zu reduzieren und gleichen dies durch eine bessere Navigation aus. Wichtig ist die Beschaffenheit der Bürsten: So bieten Seitenbürsten aus weichem Kunststoff ein leicht besseres Reinigungsergebnis als Seitenbürsten mit harten Borsten. Letztere verfangen sich jedoch nicht so leicht in langflorigen Teppichen. Bei den meisten Herstellern sind jedoch beide Bürsten-Arten erhältlich.

Eine weiche Bürste (links) bietet ein leicht besseres Reinigungsergebnis, verhängt sich jedoch in langflorigen Teppichen

Steighöhe beim Saugroboter beachten!

Gibt es in deiner Wohnung Hindernisse wie hohe Türschwellen oder langflorige Teppiche solltest du sicherstellen, dass der Saugroboter diese passieren kann. Je nach Modell sind hier Höhen von 1 bis 2,5 Zentimeter möglich. Diesen Wert geben die Hersteller mit „Steighöhe“ oder „Schwellenhöhe“ an. Insbesondere sehr günstige Modelle interpretieren Schwellen gerne als Wände und weigern sich diese zu passieren. Auch die Höhe des Saugroboters sollte nicht unbeachtet bleiben, damit er auch unter diversen Möbeln reinigen kann.

Benötigst du eine Wisch-Funktion?

Manche Saugroboter können nicht nur saugen, sondern auch wischen. Hierbei wird ein kleines Wischtuch unter den Roboter gespannt und durch einen Frischwassertank mit Wasser versorgt. Unterschiede gibt es bei der Wasser-Verteilung. Manche Roboter tropfen das Wasser mit kleinen Filtern kontinuierlich auf das Tuch. Nach der Reinigung muss das überschüssige Wasser aus dem Tank entfernt werden. Andere Modelle können die Wasserabgabe mithilfe einer Pumpe regulieren und die Wischfunktion so auch unbeaufsichtigt nutzen. Befindet sich die Ladestation deines Roboters auf einem Holz oder Teppichboden, solltest du auf jeden Fall eine Plastikunterlage verwenden, um den Boden nicht zu beschädigen. Reinigungsmittel sind bei allen Herstellern laut Handbuch nicht zugelassen. Bei Modellen ohne Pumpe verwende ich diese jedoch trotzdem problemlos.

Tipps beim Saugroboter-Kauf

Gute App ist Gold wert

Jeder von uns getestete Saugroboter mit einer Laser- oder Kamera-Navigation hatte keine großen Probleme sich im Raum zurechtzufinden. Vielmehr kommt es bei der Steuerung auf die Qualität der App an. Während günstige Modelle hier nur Basis-Features bieten und sich keine Räume definieren lassen, kannst du bei Marken wie Ecovacs, iRobot oder Roborock einzelne Räume definieren und umfangreiche Einstellungen vornehmen.

Schlechte Übersetzung und nur Grund-Features. Bei günstigen Saugrobotern wird oftmals an der App gespart
Markenprodukte bieten hier deutlich mehr Einstellmöglichkeiten, und Hilfestellungen für die Bedienung

Chaos in der Wohnung? Hinderniserkennung kann helfen

Ein weiteres Komfort-Feature bei Saugrobotern ist eine smarte Hinderniserkennung. So musst du nicht jedes Mal sicherstellen, dass sich keine Kabel oder anderen Gegenstände auf dem Boden befinden, bevor du eine Reinigung startest. Je nach Hersteller und Modell wird diese Erkennung über Kameras oder 3D-Sensoren an der Vorderseite des Roboters gelöst. Manche Saugroboter können dir in der App sogar anzeigen welches Hindernis gefunden und umfahren wurde.

Die Hinderniserkennung im Einsatz

Nicht von der Saugstärke blenden lassen

Insbesondere bei günstigen Modellen werben die Hersteller oft mit einer hohen Saugstärke und vergleichen sie mit den schwächeren Ergebnissen von Markenprodukten. Die Saugstärke eines Saugroboters ist jedoch nicht allein für eine gute Saugleistung verantwortlich. Viel wichtiger ist eine gute Rollbürste auf der Unterseite, um Staub und Schmutz effektiv aufzunehmen.

Akkusauger als Ergänzung zum Saugroboter

Selbst der beste Saugroboter kann nicht überall saugen. Manche Ecken sind schlichtweg zu eng oder manche Fußleisten zu hoch. Auch eignen sich Saugroboter nicht für Polster, Treppenstufen oder Spinnenweben an der Decke. Die ideale Ergänzung zu einem smarten Saugroboter ist ein kabelloser Akkusauger. Diese Modelle sind von vielen Herstellern wie Eufy, Roborock oder Dyson erhältlich und können platzsparend untergebracht werden. Da sie keine Beutel benötigen sind auch die Folgekosten überschaubar.

Top-5 Saugroboter für jeden Geldbeutel

In den vergangenen Monaten mussten sich zahlreiche Saugroboter in unserem Alltags-Test behaupten. Hier stellen wir dir unsere Top 5 Favoriten vor:

Bester Allrounder: Roborock S6 (Pure)

Für rund 350 Euro ist der Roborock S6 (Pure) ein Saugroboter mit dem man nicht viel falsch machen kann. Zuverlässige Laser-Navigation, eine gute App und eine einfach zu bedienende Reinigungs-Funktion konnten uns im Test überzeugen.

Bestes Wischen: Ecovacs Ozmo T8

Der Ecovacs Ozmo T8 bietet die vermutlich beste Wisch-Technologie auf dem Markt. Dank einer vibrierenden Wischplatte schrubbt er ähnlich wie eine elektrische Zahnbürste mit einem Tuch den Boden. Auch beim Saugergebnis und der Navigation kann der Saugroboter überzeugen. Nur die App ist der von Roborock leicht unterlegen. Den Ozmo T8 kannst du für rund 570 Euro kaufen.

Einfach zu bedienen: iRobot Roomba i7+

Sehr einfach zu bedienen ist der Roomba i7+ von iRobot. Die innovative App zeigt dir nicht wie üblich eine Karte deiner Wohnung an, sondern fragt dich, welcher Raum oder Bereich gereinigt werden soll. Stärker verschmutzte Bereiche meldet der smarte Helfer automatisch und schlägt vor diese hinzuzufügen. Dank Absaug-Station wird der Staubbehälter automatisch geleert und du musst nur alle paar Wochen den Staubsaugerbeutel in der Ladestation wechseln. Dieser Komfort hat jedoch auch seinen Preis. Rund 790 Euro werden für den Roomba i7+ fällig.

Für das Chaos: Roborock S6 MaxV

Der Roborock S6 MaxV besitzt neben einer zuverlässigen Laser-Navigation zwei eingebaute Kameras an der Front. Mit diesen kann der Saugroboter herumliegende Gegenstände erkennen und ausweichen. Dies funktionierte in unserem Alltags-Test besser als bei jedem anderen Modell. In der App zeigt dir der smarte Helfer an, welcher Gegenstand erkannt und umfahren wurde. Die Bilderkennung erfolgt dabei lokal auf dem Roboter.

Best Budget: Roborock S4

Der Roborock S4 ist ein Preis-Geheimtipp. War der Roboter ursprünglich nur für den amerikanischen Markt vorgesehen, ist er nun exklusiv auf Amazon auch hierzulande verfügbar. Mit einem Preis von rund 320 Euro ist er günstiger als jeder andere hier vorgestellte Roboter und bietet trotzdem eine zuverlässige Navigation und die erstklassige Roborock-App. Verzichten musst du jedoch auf eine Wischfunktion.

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Bildquellen

  • Saugroboter Lasernavigation: Timo Brauer
  • Saugroboter Seitenbürsten: Timo Brauer
  • Saugroboter App Weback: Timo Brauer
  • Saugroboter App Ecovacs: Timo Brauer
  • saugroboter-hinderniserkennung: Timo Brauer
  • Saugroboter Titelbild: Timo Brauer
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