Achtung: Deshalb solltest du keine Apple-Gutscheine verschenken

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Weihnachten steht vor der Tür und dir fehlt noch das passende Geschenk? Mit einem Apple-Gutschein kann sich der Beschenkte sein Apple-Produkt selbst aussuchen und bestellen. Wir zeigen dir, warum das nicht die beste Idee ist.
Apple Produkte und ihre Verpackungen - Symbolbild
Mit einem Apple-Gutschein kann sich der Beschenkte sein Lieblingsprodukt auswählen - warum das nicht die beste Idee istBildquelle: Julian O'hayon via Unsplash

Hier geht es nicht um die Guthabenkarten für iTunes oder den Appstore. Diese sind ein tolles Mitbringsel und zudem regelmäßig reduziert oder mit Zusatzguthaben erhältlich. Vielmehr dreht es sich um Gutscheinkarten für den Apple-Store.

Diese sind mit einem Wert von 25 bis 1.000 Euro erhältlich. Der Beschenkte kann sich damit ein beliebiges Apple-Gerät kaufen. Übersteigt der Kaufpreis den Wert des Gutscheins, kann der Beschenkte den Restbetrag selbst zahlen. Auch das Kombinieren von mehreren Gutscheinen ist möglich. Das klingt alles soweit gut. Doch wo ist der Harken?

Preis und Preisverfall

Apple Geräte sind relativ preisstabil. Dies gilt insbesondere für Apples eigenen Store. Im Gegensatz zu den Stores anderer Hersteller findest du hier niemals Rabatte. Das iPhone kostet am ersten Tag also genau so viel wie nach drei, sechs oder neun Monaten. Preisnachlässe sind also ausgeschlossen. Gelegentlich gibt es jedoch eine Gutscheinkarte für den Appstore oder kostenlose AirPods dazu.

Auf dem freien Markt sieht der Preisverfall jedoch anders aus. So ist das iPhone 13 beispielsweise bei anderen Händlern rund 40 Euro günstiger zu haben. Noch drastischer fällt der Preisunterschied beim Zubehör aus. So kosten die AirPods Max bei Apple 612 Euro und im freien Handel 450 Euro. Ein Unterschied von über 160 Euro!

Hier kommen wir zum großen Problem der Apple-Gutscheine. Verschenkst du beispielsweise einen 100 Euro Gutschein für den Apple Store, muss der Beschenkte noch 512 Euro zuzahlen, um sich die AirPods Max kaufen zu können. Das ist mehr als die Kopfhörer bei anderen Herstellern kosten.

Lieferzeiten

Ein weiterer Nachteil des Apple Onlinestores ist die Lieferzeit. Wohnt der Beschenkte nicht in der Nähe eines Apple Stores in seiner Stadt, muss man bei einer Onlinebestellung gerne ein paar Werktage auf das neue Produkt warten. Andere Händler wie Amazon bieten bei vielen Apple-Produkten hingegen eine Lieferung am Abend desselben Tages.

In diesen Fällen lohnt sich der Apple-Gutschein doch

Jedoch hat ein Gutschein für den Apple Store nicht nur Nachteile. So gibt es für Käufer im Apple Store großzügige Trade-In Angebote, bei denen der Beschenkte sein altes Smartphone gegen einen Rabatt auf das neue Smartphone in Zahlung geben kann. Auch sind nur bei Apple persönliche Gravuren der Geräte möglich.

Ist der Beschenkte ein Schüler, Student oder arbeitet im Bildungsbereich? Dann kann er bei Apple zudem den Bildungsrabatt in Anspruch nehmen. Bei diesem spart man bis zu 12 Prozent. Einige Geräte wie das iPad (2021) sind damit beim Hersteller zum Bestpreis erhältlich.

Apple-Geräte verschenken: So geht es richtig

Möchtest du ein Apple-Gerät verschenken, hast du mehrere Möglichkeiten. Wenn das Gerät in deinem Budget liegt, bestelle es selbst beim günstigsten Händler. Alternativ kannst du dich auch mit mehreren Personen zusammentun und das Gerät vorab besorgen.

Kommt nur ein Gutschein infrage, bieten sogenannte Wunschgutscheine mehr Flexibilität. Diese sind online und in vielen Supermarktketten erhältlich. Der Beschenkte kann diesen Gutschein dann in über 500 verschiedenen Shops einlösen. Komplett flexibel sind diese jedoch nicht. So kann man den Gutschein beispielsweise bei Cyberport, Gravis, MediaMarkt und Saturn einlösen, nicht aber bei Galaxus, Coolblue und Apple selbst. Hier bist du also auch wieder an einige Händler gebunden.

Am flexibelsten ist hingegen das Verschenken von Bargeld. Statt Scheine in einen Umschlag zu stecken, kannst du hierbei auch deiner Kreativität freien Lauf lassen. Seiten wie Pinterest bieten Ideen und Inspirationen dafür.

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2 KOMMENTARE

  1. Heinz Multhaup

    Keinen Gutschein schenken

    Antwort
  2. Primo Klabauter

    Nur Bares ist Wahres!

    Antwort

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