Ecovacs hat den Deebot T50 Omni im September 2024 nach Deutschland gebracht. Jetzt verkauft Lidl den Saugroboter in seinem Onlineshop. Das Versprechen einer Komplettstation ist simpel: Nach der Fahrt fasst du den Roboter nicht mehr an, sondern kümmerst dich nur noch gelegentlich um Wassertanks und Staubbeutel.
Für deine Kaufentscheidung zählen deshalb zwei Fragen: Was kann das Gerät selbst? Und was kommt nach dem Kauf noch dazu? Beides habe ich mir für den Lidl-Saugroboter im Datenblatt genau angesehen.
Was für 349 Euro im Ecovacs Deebot T50 Omni steckt
Lidl nennt für den T50 Omni eine Saugleistung von bis zu 15.000 Pa. Pascal beschreibt den Unterdruck, den das Gebläse erzeugt, nicht die Menge Schmutz, die am Ende im Behälter landet. Wie gründlich der Roboter Teppiche ausbürstet, verrät der Wert allein also nicht. Gegen Haare, die sich um die Hauptbürste wickeln, setzt Ecovacs auf ZeroTangle 2.0: Eine V-förmige Bürstenstruktur soll Haare laut Hersteller aktiv entwirren.
Gewischt wird mit zwei rotierenden Mopps. Erkennt der Roboter einen Teppich, hebt er sie laut Ecovacs um bis zu 9 mm an. Insgesamt bietet der T50 Omni vier Modi: nur Saugen, Saugen und Wischen gleichzeitig, Wischen nach dem Saugen und nur Wischen. An Kanten fahren Mopp und Seitenbürste seitlich aus, Ecovacs nennt das TruEdge 2.0. Das soll zudem die Staubstreifen an der Fußleiste verringern, die du sonst von Hand nacharbeitest.
8,1 cm flach: So kommt der Ecovacs Deebot T50 Omni unters Sofa
Die Bauhöhe ist das auffälligste Merkmal des T50 Omni. Ecovacs baut den Lasersensor vollständig ins Gehäuse ein statt in einen Turm auf dem Dach. Dadurch misst der Roboter nur 8,1 cm. Miss vor dem Kauf die Bodenfreiheit deiner Möbel: Liegt sie über diesem Wert, kommt der Roboter auch dorthin, wo sich der meiste Staub sammelt.
Navigiert wird per Laser (dToF), dazu kommt eine Hinderniserkennung mit 3D‑Strukturlicht. Mit einfachen Worten: Der Roboter wirft ein Infrarotmuster nach vorn und erkennt an dessen Verzerrung Gegenstände wie Stuhlbeine. Praktisch heißt das: Du bekommst eine Raumkarte, ziehst Sperrzonen und schickst den Roboter gezielt in einzelne Räume. Gesteuert wird per App, per Sprachbefehl über YIKO 2.0, den eigenen Assistenten von Ecovacs, oder laut Hersteller über Alexa und Google Assistant.
Station und Folgekosten: Der Punkt, den du einplanen musst
Die Station saugt laut Lidl den 260-ml-Staubbehälter des Roboters ab, wäscht die Mopps mit heißem Wasser, trocknet sie und befüllt den Roboter mit Frischwasser. Ein Leichtgewicht ist sie nicht: Ecovacs nennt für die Station 35 cm Breite, 47,7 cm Tiefe und 53,3 cm Höhe, Lidl gibt ein Gewicht von 11,1 kg an. Den Stellplatz solltest du also vorher festlegen.
Im Lieferumfang führt Lidl den Roboter samt Filter, die Station, ein Paar Mopps mit Halterungen, eine Seitenbürste und das Ladekabel auf. Ersatz-Staubbeutel und Reinigungsmittel fehlen in der Liste. Beides kaufst du also früher oder später nach, dazu Mopps, Filter und Bürsten als Verschleißteile.
Fazit: Viel Station fürs Geld, aber die Folgekosten gehören in die Rechnung
Lidl verlangt 349 Euro und streicht dafür eine UVP von 599 Euro durch, wie Lidl sie angibt. Dazu kommen 5,95 Euro Versand, du zahlst also 354,95 Euro. Auf Wunsch zahlst du in Raten, und Lidl nimmt das Gerät 30 Tage lang kostenlos zurück. Wenn du einen flachen Saug-Wisch-Roboter für eine Wohnung mit niedrigen Möbeln suchst und die Mopps nie wieder von Hand auswaschen willst, bekommst du mit dem T50 Omni ein durchdachtes Paket. Und wer viel Hochflor-Teppich im Haus hat, nutzt die Rückgabefrist, um genau das zuerst auszuprobieren.
