Was Philips Hue zur IFA versprochen hatte, ist mit gut drei Wochen Verspätung da: Du beschreibst eine Lichtregel in eigenen Worten, die App baut daraus die Automation, auch auf Deutsch. Die neuen KI-Automationen habe ich in einer eigenen News vorgestellt. Für alle mit der weißen Standard-Bridge ist es die nächste Neuerung, die an ihnen vorbeigeht. Gleichzeitig hat der Hersteller die Hue Bridge Pro binnen eines Jahres zweimal verteuert. Amazon ist dem nur zum Teil gefolgt. Genau deshalb lohnt der zweite Blick in den Preisverlauf.
Was für 88,86 Euro in der Hue Bridge Pro steckt
Die Bridge Pro schafft mehr als 150 Lampen und 50 Zubehörteile wie Schalter und Sensoren. Die „alte“ Bridge schafft dagegen nur 50 Lampen und 12 Zubehörteile. Für eine Wohnung mit 20 Leuchtmitteln und zwei Dimmschaltern spielt die höhere Kapazität keine Rolle. Spürbar wird sie erst im Haus mit Garten, Außenleuchten und Lichterketten.
Neu ist außerdem WLAN. Die Zentrale muss nicht mehr per Kabel neben dem Router liegen, der Hersteller empfiehlt das Netzwerkkabel aber weiterhin für die stabilste Verbindung. Außerdem arbeitet sie mit Alexa, Google Assistant, Apple Home, SmartThings und Matter zusammen. Wer schon Hue nutzt, soll per Assistent von der alten Bridge umziehen können, ohne jede Lampe neu anzulernen.
Der eigentliche Kaufgrund steckt aber in der Software. MotionAware macht Lampen zu Bewegungsmeldern, SpatialAware verteilt Szenen passend zur Position jeder Lampe im Raum. Die Custom AI Behaviors setzen Automationen aus einem Satz zusammen, brauchen aber die Bridge-Firmware, die Philips Hue seit dem 23. Oktober verteilt. Prüf nach der Einrichtung also, ob deine Zentrale auf dem aktuellen Stand ist. Auch die angekündigte Backup-Funktion soll Sicherungen zunächst nur auf der Pro wiederherstellen. Stück für Stück wird sie so zur Pflicht für alle, die mehr wollen als „Licht an, Licht aus“.
Fairer Preis für die Pro-Funktionen, aber kein Schnäppchen
Zum Marktstart im September 2025 lag die UVP bei 89,99 Euro. Im März 2026 hob der Hersteller sie auf 99,99 Euro an, im September dann auf 149,99 Euro. Gegen diesen Preis, den auch der Hue-Shop verlangt, sparst du bei Amazon 61,13 Euro oder 41 Prozent.
Amazon ist der Erhöhung nur teilweise gefolgt. Als Philips Hue die UVP Mitte September anhob, kostete die Zentrale dort noch 72,99 Euro. Anfang Oktober waren es dann 109,99 Euro. Verkauf und Versand übernimmt Amazon selbst, geliefert wird kostenlos. Den Preis zeigt die Produktseite derzeit allerdings erst an, wenn du die Bridge in den Warenkorb legst. Direkt bei Philips Hue gibt es die Bridge Pro aktuell nur zum vollen Preis von 149,99 Euro.
88,86 Euro sind nach der Preiserhöhung ein ordentlicher Kurs. Wenn du MotionAware, SpatialAware oder die neuen KI-Automationen nutzen willst, führt kein Weg an der Bridge Pro vorbei, und mit unter 90 Euro kostet sie rund 61 Euro weniger als im Hue-Shop. Und wer mit der weißen Bridge zufrieden ist und weniger als 50 Lampen betreibt, macht nichts falsch, wenn er bleibt – er verschenkt eben die Funktionen, die Philips Hue nur noch der Pro-Zentrale gönnt.
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