Philips Hue Gradient Lightstrip im Kurz-Test: Lohnt der Aufpreis?

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Die LED-Streifen von Philips Hue kennt wohl jeder, der sein Zuhause mit indirektem Licht aus der Hue-Familie ausstattet. Jetzt haben sie mit der Gradient-Version ein Upgrade bekommen, das mehr kann, aber auch mehr bietet. Lohnt sich der Aufpreis?
Den Hue Lightstrip gibt es jetzt auch in einer Gradient-Version
Den Hue Lightstrip gibt es jetzt auch in einer Gradient-VersionBildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside digital

Das Upgrade des Hue Lightstrip beseitigt ein nerviges Problem, das vor allem dann zum Tragen kommt, wenn du besonders lange LED-Streifen einsetzt, gleichzeitig aber möglichst viele Farben haben möchtest. Denn bislang konnte der Lightstrip zwar 16 Millionen Farben darstellen. Doch auf der ganzen Länge musstest du dich stets auf eine Farbe festlegen. Damit ist mit der Gradient-Version Schluss. Der Farbverlauf ist da. Und so kannst du beispielsweise einen Verlauf von Blau nach Rot mit einem gelben Mittelteil auf zwei Metern Länge abbilden. In der App kannst du drei Farben bestimmen, die den Verlauf bilden sollen.

Weitere Neuerung: Die einzelnen LED-Dioden sind nicht mehr so gut und einzeln erkennbar. Mitunter konntest du bei den bisherigen Stripes, die übrigens weiterhin im Programm bleiben, die einzelnen Lichtpunkte (zu) gut erkennen. Bei der Gradient-Version sind die einzelnen Lichtpunkte zwar auch noch zu erkennen, allerdings sind die hinter einer Art Milchglas-Folie und somit nicht so grell. Der Milchglaseffekt ist auch sinnvoll, wenn es um die Darstellung von Farbverläufen geht.

Die Farbübergange zwischen den einzelnen Farben sind recht hart. Technisch ist das vermutlich nicht anders möglich. Immerhin befindet sich nur alle zwei Zentimeter ein LED-Lichtpunkt. Somit hat der Lichterschlauch auf zwei Metern Länge gerade einmal 100 Punkte zur Verfügung, um einmal durch die Farbpalette zu hetzen. Mit mehr Lichtpunkten würde das flüssiger gelingen, wäre aber vermutlich auch teurer. Übrigens: Bei den bisherigen Lightstrips lagen die LED-Punkte noch etwa 5,5 Zentimeter auseinander. Ob sich die Anschaffung der Gradient-Variante im Vergleich zur normalen Version lohnt, entscheidet zunächst einmal der Geldbeutel. Amazon verkauft den bisherigen Lichterschlauch in der Plus-Variante als zwei Meter Variante für knapp 62 Euro. Die Gradient-Version kostet ab 150 Euro.

Optischer Mehrwert gegen hohen Aufpreis

Der Hue Gradient Stripe: Farbverlauf von blau über grün nach rot auf zwei Metern
Der Hue Gradient Stripe: Farbverlauf von blau über grün nach rot auf zwei Metern

Dieser Aufpreis lohnt sich vermutlich maximal für den Partykeller oder des TV-Setup, aber weniger für die indirekte Beleuchtung im Schlafzimmer oder Flur. Technisch und visuell ist die Gradient-Version aber in jedem Fall ein echter Mehrwert.

Diesen Mehrwert kannst du übrigens auf bis zu 10 Meter Länge erweitern. Dazu kannst du 1-Meter-Erweiterungen kaufen, die du mit einem Adapter an den bestehenden Lightstrip ankoppeln kannst. Dieser funktioniert allerdings nur dann, wenn du die Hue-Lampe in der App löschst und neu einrichtest. Leider bietet dir die App auch bei einer Erweiterung nicht mehr als drei Farbpunkte an, was bedauerlich ist. Spaß macht der LightStrip Gradient übrigens auch in Kombination mit dem neuen Spotify Synchronisierungsfeatures.

Und das Verbindungsstück ist mit elf Zentimetern vergleichsweise lang. Auf diesem Stück bleibt der Lightstrip logischerweise dunkel. Das ist bei einem LED-Stripe, der rund um dein Zimmer gehen soll, ein echter Nachteil – denn es allerdings auch in den bisherigen Versionen gab.

Wer also das nötige Kleingeld hat und Wert auf Farbverläufe und Farbeffekte legt, der sollte zumindest im Rahmen eines TV- oder Gaming-Setups zur Gradient-Version greifen. Für eine flächendeckende Ausstattung einer Wohnung mit Lichtschläuchen ist der Aufpreis nach unserer Auffassung zu hoch.

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  • Der Hue Gradient Stripe: Farbverlauf von blau über grün nach rot auf zwei Metern: Thorsten Neuhetzki / inside digital
  • Den Hue Lightstrip gibt es jetzt auch in einer Gradient-Version: Thorsten Neuhetzki / inside digital
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