Dasselbe Design, dieselben Farben und auch gleiche Tasten. Würde man die AirPods Max neben die AirPods Max 2 legen, würde man die neue Generation nicht mit bloßem Auge erkennen können. Was also ist wirklich neu und wie groß ist der Unterschied zum Vorgänger?
Design und Komfort der AirPods Max 2
Aus Designsicht gibt es bei den AirPods Max 2 keine Neuerungen. Und das ist gut so! Apple setzt weiterhin auf deutlich weniger Plastik als Sony oder Bose. Stattdessen nutzt das Unternehmen bei der Fertigung Aluminium und Stahl. Aus optischer Sicht sind die AirPods Max 2 eine Klasse für sich. Die Ohrmuscheln bestehen aus Aluminium, während die Ohrpolster mit einem Mesh-Gewebe überzogen sind.

Das Kopfband wurde an den Bügeln mit Silikon überzogen. Schließlich sind die Kopfhörer erneut mit einem Mesh-Gewebe verbunden, das den Kopfdruck reduzieren soll. Warum das Ganze? Weil die AirPods Max 2 mit ca. 385 g zu den schwersten Over-Ear-Kopfhörern mit Active Noise Cancelling auf dem Markt gehören. Damit wiegen sie so viel wie die Nintendo Switch 2, ohne Joycons wohlgemerkt!
Was ebenfalls zur Wahrheit gehört, ist, dass sich das Mesh-Netz mit der Zeit ausdehnt. Es ist aber nicht so, dass du irgendwann einen alten Kescher hast, mit dem man am Sonntag zum Fischen geht. Der Tragekomfort der AirPods Max 2 ist klasse. Man hat nie das Gefühl, eine gefühlte Nintendo Switch 2 auf dem Schädel zu tragen. Und durch das genutzte Gewebe bekommt man ein Tragegefühl wie bei keinem anderen Hersteller. Das geht so weit, dass sich jeder andere Over-Ear-Kopfhörer nach langer Nutzung des Apple-Modells einfach „komisch“ an den Ohren anfühlt.

Bei den Kopfhörern gibt es wieder zwei Tasten. Zum einen gibt es die „Digital Crown“. Einmal Drücken stoppt die Wiedergabe, zweimal Drücken bringt dich zum nächsten Song und wenn du dreimal drückst, kommst du zum vorherigen Titel. Außerdem steuerst du so Siri. Und hier wird es besonders interessant. Das ist jetzt noch irrelevant, könnte aber mit dem erwarteten KI-Update für Siri noch viele spannende Funktionen in der Zukunft bringen. Hier bin ich wirklich gespannt, was sich Apple einfallen lässt. Schließlich gibt es wieder die Taste, um den Hörmodus zu wechseln.
Soundqualität und Noise Cancelling
Die AirPods Max 2 haben den gleichen 40-mm-Treiber wie die AirPods Max der 1. Generation. Audio wird hierbei über den AAC-Codec übertragen. Dabei handelt es sich um eine Konfiguration, die insbesondere bei High-End- und einigen Mittelklasse-Kopfhörern genutzt wird. Das Audioprofil der AirPods Max 2 ist nun wärmer und auch gleichmäßiger. Den größten Unterschied, wenn auch nicht bei jedem Titel, hört man beim Bass. Bässe sind etwas kräftiger, ohne zu überdrehen. Obendrein haben die Mitten mehr Dynamik.
Die aktive Geräuschunterdrückung der AirPods Max 2 ist spitzenmäßig. Die erste Generation war schon eindrucksvoll und gehört auch nach mehreren Jahren zum Besten, was der Markt bot. Egal ob im Büro, auf der Straße oder im Verkehr, man hört nichts. Sämtliche Umgebungsgeräusche werden effektiv gedämpft. Beeindruckend, für was für einen Unterschied der H2-Chip sorgt.

Auch der Transparenzmodus kann wieder überzeugen. Vor allem die Natürlichkeit der Umgebungsgeräusche ist eindrucksvoll. Ich hatte wirklich nicht das Gefühl, Kopfhörer auf dem Kopf zu haben. Auch Verzerrungen oder Rauschen sind nicht dabei. Schließlich gibt es auch Pluspunkte für die Spatial-Audio-Funktion.
Lossless Audio
Die AirPods Max 2 unterstützen Lossless Audio mit 24 Bit/48 kHz, wenn du sie über ein USB-C-Kabel mit einem Apple-Gerät verbindest. So kannst du Musik verlustfrei wiedergeben. Damit sollen Songs noch besser klingen. Allerdings sind die Unterschiede hier minimal. Bei einigen Songs war der Bass etwas sauberer, aber ansonsten sind die Unterschiede wirklich kaum hörbar.
Enttäuschende Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit ist der größte Kritikpunkt bei den AirPods Max 2. Denn Apple hat hier nicht nachgebessert. Nur 20 Stunden sind möglich, mit Noise Cancelling. Hier sind Sony oder auch Bose weiter, die für ihre Flaggschiffe mindestens 30 Stunden Batterielaufzeit bieten. Ja, es gibt zwar wieder das „Smart Case“ und Apple schreibt auf der Produktseite: “Wenn du sie im Smart Case aufbewahrst, verbrauchen die AirPods Max extrem wenig Batterie.” Und klar verbrauchen sie dann weniger Akku, aber sie verbrauchen welchen.
Ich kann dir nicht sagen, wie oft das Folgende in der dreijährigen Nutzung der AirPods Max vorgekommen ist. Ich habe die Kopfhörer einige Tage nicht genutzt, wollte dann Musik hören, aber festgestellt, dass sie komplett entladen oder kaum Akku übrig war. Natürlich würde hier ein einfacher An-/Aus-Button helfen. Zumindest gibt es bei der zweiten Generation Ladeerinnerungen. Bedeutet: Du erhältst auf dem iPhone Benachrichtigungen, wenn der Akkustand auf 15 Prozent fällt. Natürlich keine Lösung für das Problem, aber dennoch eine Hilfe, die es in der vorherigen Generation nicht gab.
Wie die AirPods Pro 3: Neue Funktionen für die AirPods Max 2
Wie schon erwähnt verbaut Apple einen Chip, der einerseits bereits dreieinhalb Jahre alt ist und schon bei den AirPods Pro 3 eingesetzt wird. Dadurch gibt es aber auch neue Funktionen für die Max 2. So zum Beispiel die Live-Übersetzungs-Funktion, die Apple mit iOS 26.2 veröffentlicht hat. So kannst du dich mit Menschen verständigen, deren Sprache du nicht sprichst. Dennoch stelle ich mir das merkwürdig vor, mich mit einer Person zu unterhalten und dabei Kopfhörer zu tragen.

Fazit: „Was nicht kaputt ist, muss man auch nicht reparieren„
Die AirPods Max 2 fühlen sich im ersten Moment wie ein kleines Update an, offenbaren aber im Laufe des Tests, zu was sie wirklich in der Lage sind. Apple ändert nichts am Design und nichts am Gewicht. Je mehr ich über Apples Entscheidung nachdachte, kam mir folgendes Sprichwort in den Sinn: „If it ain’t broke, don’t fix it“. Im Deutschen bedeutet es so viel wie „Was nicht kaputt ist, muss man auch nicht reparieren.“ Und das ist auch gut so, denn der Tragekomfort der fast 400 g schweren Kopfhörer ist meiner Meinung nach auch bei mehrstündiger Nutzung angenehm. Allerdings kann ich jeden verstehen, der das dennoch als Kritikpunkt sieht.

Was die Klangqualität und das Noise Cancelling angeht, zeigt Apple eindrucksvoll, was im H2-Chip steckt. Einem Chip, der schon drei Jahre alt ist! Die Soundqualität ist wirklich besser als bei der ersten Generation. Besonders beim Bass wird das deutlich. Aber auch das Noise Cancelling sorgt in der Praxis für einen Wow-Moment. Nach sechs Jahren gehörten die AirPods Max (1. Generation) immer noch zum Besten, was der Over-Ear-Kopfhörer-Markt bietet. Dass Apple beim ANC mit den AirPods Max 2 ein solcher Sprung gelingt, ist beachtlich.
Dass Apple nicht an der Akkulaufzeit geschraubt hat, ist mehr als schade. Mit einer Laufzeit von 20 Stunden sind die AirPods Max 2 deutlich hinter Sony oder Bose. Mit 579 Euro kosten sie aber auch genauso viel wie die Vorgänger. Ein Preis, der aber schon bei der 1. Generation nicht viele iPhone-Nutzer davon abgehalten hat, bei den Over-Ear-Kopfhörern zuzuschlagen.

Pro:
- Hochwertige Verarbeitung
- Angenehmer Tragekomfort trotz des hohen Gewicht
- Klasse Soundqualität
- Spitzenmäßiges Noise Cancelling
Contra:
- Teuer
- Kurze Batterielaufzeit
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