Es gibt doch noch kompakte Smartphones: Google Pixel 10a ausprobiert

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Mit dem Pixel 10a stellt Google die neueste Version seines preiswerten Smartphones vor. Doch die Neuerungen fallen im Vergleich zum Vorgänger gering aus. Lohnt sich der Kauf trotzdem? Ich durfte mir das Smartphone vor Marktstart anschauen.
Ich halte das Google Pixel 10a in der Hand
Es gibt doch noch kompakte Smartphones: Google Pixel 10a ausprobiertBildquelle: inside digital

Mit der A-Serie bietet Google seit einigen Jahren ein preiswerteres Smartphone für um die 500 Euro an. Damit kostet das Smartphone nur rund die Hälfte wie die aktuellen Pro-Modelle und bietet dieselbe Performance. Zumindest bisher.

Flache Kamera und schicke Farben

Das Design des Pixel 10a ist beinahe identisch mit seinem Vorgänger. Doch das ist keineswegs ein Nachteil. Mit einem 6,3 Zoll großen Display ist es nämlich erfreulich kompakt. Während Fans kleinerer Smartphones im High-End-Segment noch Auswahl haben, hat die Konkurrenz von Samsung, Xiaomi und Co. in dieser Preisklasse nichts Kompaktes im Angebot.

Auch von der Größe abgesehen macht das Pixel 10a mit seinem Aluminium-Rahmen einen hochwertigen Eindruck. Ein besonderes Highlight ist die Kamera auf der Rückseite. Diese ist nun erstmals komplett flach im Gehäuse. Heißt auch ohne Hülle wackelt das Smartphone auf dem Tisch nicht. Bei den Farben legt man im Vergleich zum Vorgänger abermals einen drauf und holt sowohl Fans knalliger Farbtöne, als auch Nutzer, die es eher dezent mögen, ab. Das pinkfarbene Modell leuchtet richtig kräftig und ist schon aus der Ferne gut zu sehen. Alternativ gibt es ein kräftiges Blau, ein dezentes Grün oder klassisches Schwarz zur Wahl.

Google Pixel 10a in allen Farben
Google Pixel 10a in allen Farben

Kein Leistungs-Upgrade

In den Pixel-Smartphones stecken seit einigen Jahren Googles eigene Tensor-Chips statt Prozessoren von Snapdragon und Co. Leistungstechnisch macht Google hierbei keine Unterschiede zwischen den Preisklassen. Im Pro-Modell steckt also derselbe Chip wie im halb so teuren A-Modell. Doch damit ist jetzt Schluss. Während das Pixel 10 Pro einen neuen Chip erhalten hat, steckt im 10a der selbe Chip wie im Vorgänger.

Bei der Software kommt Android 16 zusammen mit Googles Pixel-Oberfläche zum Einsatz. Software-Updates sind für 7 Jahre garantiert und Sicherheitsupdates erscheinen in diesem Zeitraum monatlich. Während des ersten Ausprobierens der Smartphones durften wir jedoch nicht mit der Software interagieren. Da jedoch derselbe Prozessor zum Einsatz kommt, dürfte es leistungstechnisch hier jedoch keine Unterschiede zum Vorgänger geben. Im Alltag ist das kein Problem, da auch der Vorgänger im Test eine gute Performance bot. Doch fällt es so schwer, den Aufpreis zu rechtfertigen, da sich auch die restliche Ausstattung kaum unterscheidet.

Ich halte das Google Pixel 10a mit eingeschaltetem Display in der Hand. Das Display zeigt den Homescreen
Android 16 auf dem Google Pixel 10a

Google Pixel 10a vs. Pixel 9a

Abmaße und Gewicht der beiden Smartphones sind nämlich beinahe identisch. Und auch das Display unterscheidet sich nicht. Es kommt jedoch ein robusteres Glas zum Einsatz. Leistungstechnisch gibt es, wie bereits erwähnt, keine Unterschiede. Ebenso wenig wie bei der Kamera. Hier kommt weiterhin ein 48-Megapixel-Sensor als Hauptkamera zusammen mit einer 13-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera zum Einsatz. Softwareseitig bekommst du jedoch den Kamera-Coach neu dazu. Dieser war bisher exklusiv den teureren Pixel 10 Smartphones vorbehalten und soll dabei unterstützen, den richtigen Blickwinkel für dein Foto zu finden.

Ich fotografiere mit dem Google Pixel 10a
Die Kamera steht nicht aus der Rückseite hervor

Auch der Akku ist mit 5100 mAh gleich groß. Moderne Silizium-Carbon-Akkus wie bei vielen chinesischen Smartphones sucht man also vergeblich. Doch die Ladedauer wurde verbessert. Mit 45 statt 23 Watt dürfte der Akku nun deutlich schneller geladen sein. Kabelloses Laden ist ebenfalls möglich.

Lohnt sich das Pixel 10a?

Das Google Pixel 10a kostet 549 Euro mit 128 Gigabyte Speicher. Der Preis ist für die gebotene Ausstattung fair und mit den Mittelklasse-Modellen von Samsung und Co. vergleichbar. Für das Speicher-Upgrade auf 265 Gigabyte muss man jedoch mit 649 Euro vergleichsweise tief in die Tasche greifen.

Im Ersteindruck präsentiert sich das Pixel 10a als solide ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone mit starker Kamera und dem „Größenvorteil“. Wer ein kompaktes Smartphone abseits des Premium-Segments sucht, kommt um das Google-Smartphone nicht herum.

Wäre da nicht der Vorgänger: Denn das Pixel 9a ist ein Jahr nach Marktstart aktuell für 369 Euro erhältlich. Ein deutlicher Rabatt für eine nur minimal schlechtere Ausstattung und ein Jahr weniger Software-Updates. Doch dieses „Problem“ dürfte sich in den kommenden Monaten von selbst lösen, wenn das Pixel 10a im Preis fällt.

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