Smarte Gartenbeleuchtung – Darauf musst du achten

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Der Frühling kommt und die ersten sind sicherlich schon dabei ihren Garten auf Vordermann zu bringen. Um deinen Garten optisch aufzuwerten, kannst du auch ganz einfach eine smarte Gartenbeleuchtung verwenden. Das sorgt nicht nur für eine ganz besondere Atmosphäre und neidische Blicke der Nachbarn, sondern auch gleich noch für deutlich mehr Sicherheit.
Philips Hue Outdoor-Serie
Vorsorgen für die coole Grillparty im Sommer: Philips Hue im Garten.Bildquelle: Philips

Mehr Komfort und Sicherheit durch smarte Gartenbeleuchtung ist einer der Gründe den Garten zu illuminieren. Gut ausgeleuchtete Wege sorgen für eine geringere Stolpergefahr. Zudem kann Licht, welches sich beispielsweise mit Bewegungssensoren einschaltet, Einbrecher in die Flucht schlagen. Des Weiteren kannst du mit smarter Beleuchtung für deinen Garten deine ganz persönliche Automatisierung realisieren. Willst du beispielsweise, dass sich deine Wegbeleuchtung nach und nach einschaltet, wenn du den Weg entlang läufst? Oder soll das Terrassenlicht ab einer gewissen Uhrzeit gedimmt werden? All diese Dinge kannst du mit deiner smarten Gartenbeleuchtung realisieren.

Bevor du deinen Smart Garden allerdings aufrüstest, solltest du dir zunächst einige Gedanken machen. Was möchtest du beleuchten und was möchtest du damit erreichen? Soll die Beleuchtung bunt oder nur einfarbig sein und möchtest du deine Beleuchtung dimmen können? Zudem verraten wir dir in diesem Ratgeber worauf du allgemein bei deiner smarten Gartenbeleuchtung achten musst.

Smarte Gartenbeleuchtung – Darauf musst du achten

Bevor du einfach loslegst, sind natürlich ein paar Fragen vorab zu klären. Wie funktioniert beispielsweise die Stromversorgung, welche Art der Beleuchtung eignet sich für welchen Einsatzzweck am besten, was bedeutet IP-Schutzart und warum ist das wichtig?

Sicherheit „IP-Schutzart“

Deine smarte Gartenbeleuchtung wird natürlich Wind und Wetter ausgesetzt. Daher ist es wichtig, dass sie diesen Umgebungsbedingungen gewachsen ist. Um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, muss deine smarte Beleuchtung für den Außenbereich geeignet sein. Die Eignung für bestimmte Umgebungsbedingungen wird durch die sogenannte IP-Schutzart angegeben.

Die IP-Schutzart besteht jeweils aus zwei Ziffern „IPXX“. Die erste Ziffer hinter dem IP gibt an, inwieweit die Beleuchtung gegen Fremdkörper und Berührung geschützt ist. Dies ist wichtig, damit beispielsweise kein Staub und keine Insekten eindringen können. Die zweite Kennziffer gibt an, wie gut das Betriebsmittel gegen das Eindringen von Wasser geschützt ist.

Grundsätzlich gilt, je höher die Zahl, desto besser der Schutz. Maximal möglich ist die Schutzart IP68, was bedeutet, dass die Beleuchtung staubdicht und gegen dauerndes Untertauchen geschützt ist. Diese Schutzart würde deine Beleuchtung also brauchen, wenn du beispielsweise deinen Gartenteich unter Wasser beleuchten möchtest.

Für deine Fassadenbeleuchtung reicht bereits die IP-Schutzart IP44. Dies bedeutet, dass die Beleuchtung gegen das Eindringen von Fremdkörpern bis 1 mm sowie gegen Spritzwasser geschützt ist.

Für sonstige Beleuchtung im Garten, die nicht durch eine Fassade geschützt sind beispielsweise Wegleuchten, ist eine IP-Schutzart von IP67 notwendig. Das bedeutet, dass die Beleuchtung gegen Staub geschützt ist und wasserdicht ist. Wasserdicht bedeutet in diesem Sinne, dass es maximal für kurzzeitiges, aber nicht für dauerndes Untertauchen geeignet ist.

  • IP44 – Fassadenbeleuchtung
  • IP67 – Beleuchtung, die nicht durch Fassade geschützt ist beispielsweise Wegbeleuchtung
  • IP68 – Beleuchtung die dauerhaft unter Wasser installiert werden soll beispielsweise Teichbeleuchtung, Poolbeleuchtung etc.

Wo kannst du deine Gartenbeleuchtung platzieren?

Mit dem Wissen zu den IP-Schutzarten im Prinzip überall, vorausgesetzt die IP-Schutzart passt zu deinem Einsatzort. So könntest du beispielsweise im Vorgarten mit einer Einfahrts-, Eingangs- oder Hausnummernbeleuchtung anfangen. Das sorgt direkt für einen guten ersten Eindruck bei deinem Besuch und deinen Nachbarn.

Du kannst aber auch deine Lieblingsbereiche in Szene setzen. Dies kann das Beet, Büsche oder Bäume sein oder deinen Gartenteich. Vielleicht willst du aber auch einfach nur deine Sitzecke oder deine Grillecke beleuchten, deine Wege oder deine Grünflächen? Auch das ist alles kein Problem.

Aber welche Art der Gartenbeleuchtung eignet sich für welchen Einsatzort und Einsatzzweck am besten?

Arten der Gartenbeleuchtung

Es gibt verschiedene Leuchtenarten, die natürlich für verschiedene Zwecke besser oder schlechter geeignet sind. Daher geben wir dir zunächst einmal eine Übersicht über die verschiedenen Leuchtenarten.

  • Solarleuchten
  • Wandleuchten
  • Wandstrahler beispielsweise Philips Hue LED Flutlicht Discover
  • Spotleuchten
  • LED-Streifen beispielsweise Philips Hue Outdoor LightStrip oder Osram SMART+ Outdoor Flex
  • Bodeneinbaustrahler
  • Sockelleuchten beispielsweise Philips Hue White Lucca
  • Standleuchten
  • Laternen beispielsweise Philips Hue Ambiance Econic
  • Strahler mit Erdspieß
  • Leuchtobjekte (Kugeln, Würfel, filigrane Formen)
  • Tischleuchten

Je nach Art der Beleuchtung kannst du diese für verschiedene Zwecke verwenden.
Beim Leuchtmittel ist eine LED Gartenbeleuchtung eine stromsparende sowie technisch hochwertige Wahl und wird daher auch oft als smarte Gartenbeleuchtung verbaut. Wer eine besonders umweltschonende Variante sucht, der entscheidet sich am besten für Solar Gartenlampen. Diese sollten natürlich nicht durch Bäume, Vordächer oder andere Objekte verdeckt werden, sodass das zugehörige Solarpanel ordentlich Sonnenlicht abbekommt.
Im Folgenden, werden wir dir ein paar Einsatzbeispiele für bestimmte Leuchtenarten nennen. Prinzipiell kannst du aber auch deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Wegbeleuchtung

Bei der Wegbeleuchtung gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Leuchtenarten, die du hierfür verwenden kannst. So kannst du beispielsweise Bodeneinbaustrahler, Sockelleuchten, Standleuchten, LED-Streifen und sogar smarte Laternen im klassischen Look verwenden. Eine klassische Wegbeleuchtung ist beispielsweise die Ambiance Econic von Philips Hue.

Hausbeleuchtung

Das erste, was deine Besucher sehen, ist vermutlich die Eingangsbeleuchtung. Hierfür kannst du ganz normale Wandleuchten oder Wandstrahler verwenden. Diese lassen sich aber auch als Fassadenbeleuchtung verwenden und sorgen so für einen besonderen Eye-Catcher. Deine Hausnummer könntest du beispielsweise mit einer Spotleuchte anstrahlen und dein Vordach mit LED-Streifen in Szene setzen.

Terassenbeleuchtung

Die Terrasse wird wohl das Herzstück deines Gartens sein, denn hier verweilen wir in der Regel die meiste Zeit. Daher solltest du hier besonders für Gemütlichkeit sorgen. Dafür eignen sich Wandleuchten, LED-Streifen, Standleuchten oder Leuchtobjekte wie beispielsweise Kugeln. Aber auch den Tisch kannst du mit entsprechenden Tischleuchten oder smarten Lichterketten ausstatten.

Grünflächenbeleuchtung

Deine Grünflächen lassen sich mit schönen smarten Leuchtobjekten wie Leuchtkugel, Leuchtwürfel oder andere Formen in Szene setzten. Auch Standleuchten eignen sich für diesen Zweck.

Objekte in Szene setzen mit punktueller Ausleuchtung

Die punktuelle Ausleuchtung eignet sich am besten, wenn du einzelne Objekte wie spezielle Pflanzen, Skulpturen oder einfach nur deinen Gartenzwerg in Szene setzen möchtest. Hierfür eignen sich am besten Spotleuchten oder Strahler.

Helligkeit und Lichtfarbe der smarten Gartenbeleuchtung

Wenn du ein dezentes Licht haben möchtest, sollte die Beleuchtung eine Helligkeit von 400 bis 600 Lumen aufweisen. Mehr kann natürlich auch nicht schaden, aber gerade für die Terrasse sollten die Leuchten dann auch dimmbar sein. Denn gerade, wenn die Müdigkeit einsetzt ist dunkleres Licht doch gemütlicher. Es einfach dimmen zu können macht das ganze deutlich komfortabler. Am Ende kommt es aber ganz auf deinen persönlichen Geschmack an. Dasselbe gilt auch für die Lichtfarbe.

Normale Beleuchtung nachträglich „smart“ machen!

Wenn du bereits über eine normale Gartenbeleuchtung verfügst, die beispielsweise über Steckdosen versorgt wird, kannst du hierfür natürlich auch einfach smarte Steckdosen benutzen. So kannst du deine bestehende Beleuchtung in deinen smarten Garten integrieren und musst auch hier nicht auf smarte Features verzichten.

WLAN für die smarte Gartenbeleuchtung

Die positive Nachricht zuerst. Die meisten smarten Leuchten bauen untereinander ein WLAN-Mesh auf. Das bedeutet, dass jede Leuchte das WLAN Signal verstärkt und weiterleitet, so brauchst du deinen Garten nicht mit unnötigen Repeatern auszustatten. Wie du generell WLAN in deinen Garten bekommst, erfährst du hier: WLAN im Garten – Darauf musst du achten.

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