Gerade reden alle über die neuen Bildbearbeitungsfunktionen in Google Gemini. Und klar, Google probiert mit sehr vielen unterschiedlichen KI-Modellen und -Produkten herum. Doch ein Tool sticht für mich heraus: NotebookLM. Ich habe mich gefragt, warum ich das nicht schon viel früher entdeckt habe – und damit dir das nicht genauso geht, zeige ich dir drei großartige Funktionen, die dich garantiert überzeugen werden.
1. Du bestimmst, was die KI weiß
Wenn du lernst oder ein Thema recherchierst, kennst du das Problem: Sowohl Google-Suche als auch klassische KI-Modelle greifen auf den riesigen Fundus des Internets zu. Das bedeutet: Du landest oft bei gesponserten Beiträgen, veralteten Artikeln oder schlicht falschen Informationen und musst die lesenswerten Links erst identifizieren.
Auch KI-Antworten musst du normalerweise immer hinterfragen, weil große Sprachmodelle halluzinieren oder fragwürdige Quellen nutzen. Genau hier macht NotebookLM den Unterschied: Es halluziniert nicht und zeigt dir auch keine dubiosen Quellen – sondern arbeitet nur mit den Inhalten, die du selbst auswählst.

Warum? Weil du selbst entscheidest, welche Quellen genutzt werden. Stell dir NotebookLM wie einen virtuellen Aktenordner oder ein digitales Notizbuch vor. Dort packst du alles hinein, was für dich wichtig ist: Du kannst Webseiten verlinken, Word-Dokumente, PDFs oder sogar MP3s hochladen, YouTube-Videos einbinden oder eigene Texte direkt einfügen. Aus genau diesem von dir kuratierten Wissen baut NotebookLM deine persönliche Arbeitsbasis.
NotebookLM ist also kein angeblich allwissender KI-Chatbot. Es sortiert und strukturiert nur das, was du vorher schon als relevant eingestuft hast. Ob Hausaufgabe, Präsentation oder Geschäftsidee, du kannst mit NotebookLM genauso chatten wie mit ChatGPT oder anderen generativen Sprachmodellen (LLMs), sparst dir aber das ganze Rauschen und bekommst nur die Inhalte, die wirklich zählen.
2. Lass dir Inhalte als Podcast erklären
Du kannst mit NotebookLM wie mit jedem anderen LLM chatten: Fragen stellen, Texte übersetzen oder zusammenfassen lassen, dir eine Übersicht über alle Quellen geben lassen. Doch das Tool kann noch mehr: Es macht aus deinen Inhalten einen Podcast.
- Wie das geht, haben wir hier ausführlich erklärt: So wird aus jedem Text dein eigener Podcast
Mit einem Klick erstellt NotebookLM eine Audio-Zusammenfassung, bei der sich zwei Stimmen über dein Thema unterhalten, basierend auf genau den Dokumenten, die du hochgeladen hast. Das ist nicht nur angenehm zu hören, sondern auch perfekt, wenn du dir schnell einen Überblick verschaffen willst, ohne lange Texte zu lesen.
Ich nutze diese Podcasts ständig, um mich während einer Bahnfahrt oder beim Spazierengehen in ein Thema einzuarbeiten. Tipp: Es gibt inzwischen sogar Video-Zusammenfassungen, seit kurzem auch auf Deutsch. Ich persönlich finde aber die Podcasts deutlich praktischer.
3. Sortiere deine Gedanken per Mindmap
Du hast fünf Videos, 20 PDFs und noch mehr eigene Notizen gesammelt und jetzt erschlägt dich der Berg an Material? NotebookLM hat auch dafür eine Lösung.
Mit einem Klick erstellt das Tool automatisch eine visuelle Mindmap aus all deinen Quellen – wie ein Stammbaum deiner Ideen. Die KI verknüpft die Informationen grafisch und zeigt dir sofort eine klare Grundstruktur, die du immer weiter aufschlüsseln kannst.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Du erkennst sofort das große Ganze und die Kernthemen deiner Materialien. Die Mindmap zeigt dir visuell, wie verschiedene Themen aus deinen Dokumenten zusammenhängen. Und das Beste: Sie ist interaktiv. Du kannst einzelne Punkte anklicken und direkt eine Diskussion dazu im Chat starten.

Gerade bei komplexen Forschungsprojekten, Lernstoff mit vielen Quellen oder wenn du einfach nur den roten Faden in einem Berg von Dokumenten suchst, ist diese Funktion Gold wert. Statt dich mühsam durch alles durchzuackern, siehst du auf einen Blick die Struktur – und kannst gezielt zu den spannendsten Punkten springen.
NotebookLM kann noch viel mehr, aber ich bin sicher, dir ist jetzt schon klar: Dieses kostenlos nutzbare Tool solltest du dir unbedingt einmal ansehen.