TikTok Verbot: Das erwartet jetzt die jüngsten Nutzer

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China greift immer härter durch und reguliert seine Bürger auf diversen Ebenen. Auch, was die Internet- und App-Nutzung angeht. Nun trifft es erneut Kinder und eine App, die zuletzt immer populärer geworden ist.
Die Tiktok App auf einem iPhone, auf einem weißen Untergrund, von einer grünen Pflanze umrahmt
Tiktok auf einem SmartphoneBildquelle: Unsplash

In China herrscht Regulierungswahn in sämtlichen Bereichen. Dieses Mal nimmt die chinesische Regierung es mit der beliebten App TikTok, beziehungsweise dessen chinesische Variante Douyin, auf. Die Zielgruppe ist bekanntermaßen jung – dementsprechend verbietet man nun Kindern und Jugendlichen den Umgang mit der App mit umfangreichen Maßnahmen.

Kein TikTok für Kinder: China reguliert allumfassend

Douyin, ebenfalls von der chinesischen Firma ByteDance, steht Kindern bis 14 Jahren ab sofort nur noch in einem drastisch eingeschränkten Maß zur Verfügung. Wie Heise Online berichtet, soll die App nur noch 40 Minuten am Tag für Kinder zur Verfügung stehen. Wann diese Zeit am Tag für Douyin aufgewendet wird, schreibt die Regierung nicht vor. Allerdings ist die Nacht tabu: Zwischen 22 und 6 Uhr herrscht ein Nutzungsverbot für die Social Media-Plattform.

Damit Kinder wie Eltern die neue Regel einhalten, hat das chinesische TikTok ab sofort einen „Jugend-Modus“. Ist man als Nutzer richtig angemeldet und ist 14 Jahre oder jünger, greift dieser Modus automatisch. ByteDance beziehungsweise die chinesische Regierung wollen die Richtigkeit der Altersangaben sicherstellen, indem Nutzer ihre Identität bestätigen müssen. Womit ist unklar.

China schiebt Kinderschutz vor

Als Grund für diese Maßnahmen nennt China Kinderschutz. Man wolle Kinder durch strenge Regulierung und die Vorgabe von Nutzungszeiten von Software vor Internetsucht schützen. Digitaler Konsum würde Jugendliche schädigen. Dementsprechend liegt der Fokus in Zukunft auf pädagogisch wertvollen Inhalten, die Douyin-Nutzern im „Jugend-Modus“ angezeigt werden sollen.

Die Regulierung von TikTok ist nur eine von vielen Maßnahmen, die die chinesische Regierung derzeit ergreift. Erst Ende August kündigte man an, dass Kinder ab September nur noch an ausgewählten Tagen Online-Spiele spielen dürfen. Und das für nur jeweils eine Stunde. Auch das generelle Unterhaltungsangebot in China will die Regierung ändern und der „chinesischen Kultur“ anpassen, wie unter anderem die Tagesschau berichtete. Ob die Maßnahmen auch wirtschaftliche Auswirkungen auf beispielsweise TikTok haben, ist derzeit noch unklar.

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