Strompreise 2026: Warum die Stromrechnung viele kalt erwischt

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Die Bundesregierung hatte für private Haushalte eine spürbare Entlastung beim Strom angekündigt. Im Raum standen rund 100 Euro pro Jahr. Doch der  Marktcheck des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt ein anderes Bild. Viele dürften von ihrer Rechnung kalt erwischt werden.
Stromzähler
StromzählerBildquelle: Shutterstock / Jochen Netzker

Die Politik hat sinkende Stromkosten versprochen. Auf vielen Rechnungen kommt davon aber kaum etwas an. Genau das zeigt nun ein neuer Marktcheck. Für viele Haushalte bleibt die Entlastung klein. Und sie fällt je nach Wohnort sehr unterschiedlich aus. Im Durchschnitt sparen Haushalte laut Untersuchung nur 56 Euro im Jahr. Das liegt deutlich unter der politischen Zusage. In einzelnen Regionen fällt die Entlastung sogar noch viel kleiner aus. In Rostock sind es laut Analyse nur 18 Euro. In Mainz dagegen 109 Euro.

Der Staat entlastet ungleich

Genau darin liegt das Problem. Die Entlastung hängt stark vom Netzgebiet ab. Wer Pech hat, profitiert kaum. Nur bei einem von 25 untersuchten Netzbetreibern liegt die Ersparnis überhaupt über 100 Euro. Grundlage der Entlastung ist ein Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten. Der soll die Stromkosten senken. Laut vzbv gelingt das aber nur begrenzt. Vor allem gelingt es nicht gleichmäßig.

Für private Haushalte sinken die Netzentgelte im Schnitt um 15 Prozent. Bei Industriekunden liegt der Vorteil laut Marktcheck im Mittel deutlich höher. Der finanzielle Vorteil für die Industrie fällt demnach um 59 Prozent größer aus als für Verbraucher.

Das ist politisch heikel. Denn die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag eine breite Entlastung versprochen. Tatsächlich bleibt die Stromsteuersenkung weiter auf Unternehmen sowie Land und Forstwirtschaft begrenzt. Private Haushalte zahlen weiterhin den vollen Satz.

Stromsteuer wäre für viele Haushalte die wirksamere Lösung

Aus Sicht des vzbv wäre eine Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß der klarere Schritt. Bei einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden läge die Entlastung laut Untersuchung bei rund 68 Euro im Jahr. Das wäre im Schnitt mehr als die jetzige Entlastung über die Netzentgelte.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt. Diese Maßnahme würde alle Haushalte gleich behandeln. Der Wohnort würde dann keine Rolle spielen. Genau das ist bei den Netzentgelten das Problem.

Dazu kommt noch eine schlechte Nachricht. Die Strompreisumlagen sind zum Jahreswechsel 2025/2026 gestiegen. Dadurch frisst ein Teil der Entlastung durch die gesunken Netzentgelte direkt wieder auf. Unterm Strich bleibt laut vzbv im Durchschnitt nur noch eine Netto-Ersparnis von 46 Euro im Jahr.

Warum das auch für Wärmepumpe und Elektroauto ein Problem ist

Hohe Strompreise bremsen nicht nur Haushaltskassen. Sie machen auch den Wechsel auf elektrische Technik unattraktiver. Wer über Wärmepumpe oder Elektroauto nachdenkt, schaut am Ende auf die laufenden Kosten. Bleibt Strom teuer, verliert die Energiewende im Alltag an Zugkraft.

Der vzbv fordert deshalb zwei Schritte. Die Stromsteuer für private Haushalte soll sinken. Und auch die Umlagen auf den Strompreis sollen runter. Erst dann könnte die versprochene Entlastung überhaupt in eine Größenordnung kommen, die Verbraucher wirklich merken.

Viele Haushalte haben zu teuren Strom

Ein anderes Problem ist aber auch, dass viele Haushalte einen generell zu teuren Stromanbieter haben. Das betrifft vor allem jene Haushalte, die entweder in der Grundversorgung sind oder ihren Anbieter seit Jahren nicht mehr gewechselt haben. Zuletzt sind die Strompreise zwar wieder leicht angestiegen, doch wer jetzt einen Stromvertrag abschließt, muss sich erst einmal keine Sorgen machen.

Viele wechseln ihren Anbieter nicht, weil sie Angst haben, beim Wechsel keinen Strom mehr zu haben. Das ist unbegründet. Solltest du dir unsicher sein oder Angst haben, an eines der Schwarzen Schafe der Branche zu gelangen, empfehlen wir dir unseren Partner remind.me. Hier kümmern sich Experten um deinen Vertrag für Strom & Gas und sorgen dafür, dass du stets in einem günstigen Tarif bist. Dort überwacht man auch die Vertragsbeziehung und reagiert, sollte ein Anbieter seine Strompreise oder Gaspreise erhöhen. Zudem hat remind.me nach eigenen Angaben Zugriff auf Tarife, die du bei den öffentlichen Vergleichsseiten nicht bekommst. Denn wichtig ist, dass du bei einem Wechsel zu einem alternativen Anbieter einen seriösen Stromanbieter beziehungsweise Gasanbieter findest.

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