Ab dem 24. Februar 2026 startet bei Sky und Wow eine neue Drama-Serie: „Lord of the flies“. Es handelt sich um eine vierteilige BBC-Produktion, die auf dem gleichnamigen Roman von William Golding basiert. Im linearen Fernsehen ist geplant, zwei Doppelfolgen bei Sky Atlantic zu zeigen. Auf der kommenden Berlinale (12. bis 22. Februar) ist die Serie vorab in der Sektion Berlinale Special zu sehen. Direkt im Anschluss kommt sie dann ins Pay-TV und auf Abruf zum zugehörigen Streamingdienst von Sky.
Neu bei Sky: „Lord of the flies“
Besonders macht die Serie, dass das Schauspielensemble aus mehr als 30 Jungen besteht, von denen viele ihr professionelles Debüt als Schauspieler geben. Es wird angeführt von Winston Sawyers als Ralph, Lox Pratt als Jack, David McKenna als Piggy und Ike Talbut als Simon. Sie und die anderen Jugendlichen sind Teil eines tödlichen – „Lost“ lässt grüßen – Flugzeugabsturzes auf einer tropischen Insel. Nur dass in diesem Fall keine Erwachsenen das Unglück überleben und die Kids auf sich allein gestellt sind.
Unter der Führung von Ralph starten die Schuljungen den Test, zivilisiert zu bleiben. Sie versuchen sich auch mit Unterstützung von Piggy, dem Intellektuellen der Gruppe, zu organisieren, was aber natürlich nicht ohne Hürden und Herausforderungen bleibt. Als Jack dann auch noch stärkeres Interesse am Jagen entwickelt und nach der Führung der Gruppe strebt, sind Konflikte fast unausweichlich. Erst recht, als Jack damit beginnt, andere Jungen aus der Gruppe herauszulocken – nicht ahnend, dass aus Hoffnung eine große Tragödie wird.

Autor der Serie ist Jack Thome. Er ist angetreten, um die emotionalen Themen der Romanvorlage zu vertiefen: die menschliche Natur, den Verlust der Unschuld und die Männlichkeit in der Kindheit. Jede der vier einstündigen Episoden ist nach einer der vier Hauptfiguren benannt, die jeweils im Mittelpunkt der Geschichte steht. Immer ist eine leicht unterschiedliche Perspektive auf die kollektive Notlage der Jungen zu sehen. Und aus jedem Blickwinkel wird deutlich, wie unterschiedlich die Betroffenen mit der Situation auf der Insel umgehen.
Autor gewann Literatur-Nobelpreis
„Lord of the Flies“ wurde erstmals vom britischen Verlag Faber für einen damals noch unbekannten Autor veröffentlicht. In den vergangenen 70 Jahren ist das Buch zu einem der beliebtesten Stoffe im englischen Lehrplan geworden. Der 1993 verstorbene William Golding wurde 1983 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Nicht nur für das Schreiben von „Herr der Fliegen“, so die deutsche Übersetzung von „Lord of the Flies“, sondern auch für Werke wie „Rites of Passage“. „Die Bücher sind äußerst unterhaltsam und spannend“, hieß es vom Nobelkomitee damals. Das macht mit Blick auf die neue Sky-Serie durchaus Lust auf mehr.
