Ambilight für alle: Philips Hue macht das TV-Licht endlich günstiger

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Signify erweitert Philips Hue an drei Fronten gleichzeitig: Automatisierungen entstehen künftig per Sprachbefehl, die TV-Synchronisation wird im Einstieg deutlich günstiger und das Portfolio wächst um eine ganze Reihe neuer Leuchten für drinnen und draußen.
Philips-Hue-Neuheiten
Philips-Hue-NeuheitenBildquelle: Signify

Philips Hue ist für die meisten der Maßstab für smarte Beleuchtung und Signify legt zum Herbst ein umfangreiches Update nach. Neben unzähligen neuen Leuchtmitteln, gibt es neue Software-Funktionen, zwei neue Wege für die Licht-Synchronisation mit dem Fernseher und eine Partnerschaft mit Nanoleaf.

Automatisierungen per Chat und Sprachbefehl

KI ist auch bei Philips Hue längst angekommen. Das Kernstück der neuen Software-Features sind die sogenannten Custom AI Behaviours. Nutzer der Hue Bridge Pro beschreiben künftig per Chat oder Sprachbefehl, was das Licht tun soll, und der KI-Assistent übersetzt die Anfrage in ein passendes Beleuchtungsmuster. Dabei kombiniert er Auslöser (jemand öffnet die Tür), Bedingungen (die Sonne ist untergegangen) und die eigentliche Aktion (der Flur leuchtet warmweiß).

Der Vorteil ist nicht zu unterschätzen. Denn so entstehen auch Automatisierungen, die sich über die Hue App bislang gar nicht konfigurieren ließen. Beispielsweise kannst du festlegen, dass ein durch den Bewegungsmelder getriggertes Licht automatisch wieder ausgehen soll, wenn keine Bewegung mehr erkannt wird. Bislang halfen hier nur Drittanbieter-Apps oder Automatisierungen in Smart-Home-Systemen wie Apple Home.

Oder: Schalter und Sensoren können sich am Wochenende anders verhalten als in der Woche, eine Szene startet automatisch bei Dämmerung, oder das smarte Schlafzimmerlicht weckt dich am nächsten Morgen um 8 Uhr. Wichtig: Die Funktion setzt zwingend die Bridge Pro voraus. Bedeutet: Die reguläre Hue Bridge bleibt außen vor.

Ebenfalls neu, und von vielen Nutzern lange gefordert: eine Backup-&-Restore-Funktion. Lichtszenen und Automatisierungen lassen sich über Bridge und Bridge Pro in der Hue-Cloud sichern. Zurückspielen kannst du eine gespeicherte Konfiguration allerdings zunächst nur mit der Bridge Pro.

Nanoleaf Shapes werden Teil des Hue-Systems

Überraschend gibt es jetzt eine Partnerschaft mit Nanoleaf. Somit lassen sich kompatible Nanoleaf Shapes (Hexagon, Triangle und Mini Triangle) über ein separat erhältliches Hue Wandleuchtenmodul in das Hue-Ökosystem einbinden. Die LED-Panels funktionieren dann in Hue-Szenen, Automatisierungen und auch in der Entertainment-Kulisse mit. Das Modul und spezielle Startersets kommen in den Hue-Online-Shop.

Nanoleaf-Hue-Kooperation
Nanoleaf-Hue-Kooperation Bildquelle: Signify

Screen Sync und eine günstigere Sync Box

Im Entertainment-Bereich gibt es endlich günstige Einstiegsoptionen. Philips Hue Play Screen Sync ist eine Plug-and-Play-Lösung mit Fisheye-Linse, die oberhalb des Bildschirms montiert wird, sich selbst kalibriert und das komplette Bild erfasst. Weil sie auf das reagiert, was tatsächlich zu sehen ist, funktioniert sie mit allen Inhalten. Also auch linearem TV, HDMI-Geräten und TV-Apps. Das kennt man vom Prinzip her von den Kamera-Lösungen der Konkurrenz. Kostenpunkt: 119,99 Euro.

Hue Sync Camera
Hue Sync Camera Bildquelle: Signify

Alternativ kommt die Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K als schlankere Variante mit einem HDMI‑Steckplatz. Für größere Setups mit mehreren Quellen und 8K bleibt die Sync Box 8K die Premium-Lösung. Besonders relevant: Die TV-Synchronisation läuft neu ebenfalls ohne Bridge. Der Play Gradient Lightstrip verbindet sich per Bluetooth direkt mit Sync Box 4K oder Screen Sync. Mit Bridge oder Bridge Pro dazwischen lassen sich bis zu zehn weitere Hue-Produkte einbeziehen. Passend dazu gibt es Gradient Lightstrip und Lightstrip Pro neu zum Zuschneiden. Erstmals auch für TVs mit bis zu 100 Zoll. Wer nur Sport in Licht tauchen will, kommt teils schon ohne Zusatzhardware aus. Die neue HDMI-Sync-Box kostet 149,99, der Philips Hue Play Gradient Lightstrip 65″ 99,99 und der Philips Hue Play Gradient Lightstrip 85″ 119,99 Euro.

Liane 360°: Lichtschlauch mit OmniGlow-Technik

Beim Blick auf die neuen Leuchten fällt zuerst der Philips Hue Liane 360°-Lichtschlauch ins Auge. Er basiert auf der OmniGlow-Technologie, die für besonders gleichmäßiges Licht und fließende Farbverläufe sorgen soll. Somit sollen sichtbare Einzel-LEDs oder harte Übergänge der Vergangenheit angehören. Und der Name ist Programm: Der Schlauch strahlt rundum, nicht nur in eine Richtung.

Hue Liane
Hue Liane Bildquelle: Signify

Erhältlich ist er in drei und fünf Metern Länge. Signify bewirbt ihn ausdrücklich flexibel: Du kannst ihn an Wand oder Decke montieren, über Möbel legen oder um architektonische Elemente wickeln. Der Preis ist allerdings sportlich: ab 399,99 Euro.

Signe wächst um drei Modelle

Das preisgekrönte Signe-Portfolio, bislang bekannt als Steh- und Tischleuchte, bekommt gleich drei Zuwächse. Neu sind die horizontal hängende Signe Pendelleuchte, die vertikal hängende Signe Pendulum Leuchte und der Signe Pole Lichtstab. Alle drei setzen auf das bekannte Rezept: ultraschlankes Profil, minimalistisches Design und diffuses, indirektes Licht.

Die Pendelleuchte dürfte vor allem über Esstischen und Kücheninseln landen, die Pendulum-Variante eignet sich für Ecken und Nischen, der Pole als vertikaler Lichtstab für Wandflächen. Preislich geht es bei 299,99 Euro los.

Festavia: Lichtervorhang, Lichtnetz und Eiszapfen

Rechtzeitig vor der Weihnachtssaison wächst die Festavia-Familie um drei Varianten. Dazu zählen ein Lichtervorhang für Fenster und Wände, ein Lichtnetz, das speziell für Büsche und Hecken gedacht ist, sowie die klassische Eiszapfenform, die sich laut Hersteller besonders für Balkongeländer und Dachkanten eignet. Damit deckt Hue neben dem Weihnachtsbaum erstmals auch Fassade und Garten strukturiert ab.

Hue Festavia
Hue Festavia Bildquelle: Signify

Der Einstiegspreis liegt bei 229,99 Euro, allerdings ausdrücklich ohne Netzteil. Wer noch keine Hue-Outdoor-Installation hat, muss also nachrechnen.

Erster Premium-Lightstrip für draußen

Neu ist außerdem der OmniGlow Outdoor-Lightstrip, den Signify als ersten Premium-Lightstrip für den Außenbereich positioniert. Er nutzt dieselbe OmniGlow-Technik wie der Liane, lässt sich zuschneiden und kommt in drei Längen: 3, 5 und 10 Meter. Laut Hersteller leuchtet er besonders hell und gleichmäßig. Gedacht ist er für die Illumination von Terrassen und Wegen. Los geht es bei 199,99 Euro für die 3-Meter-Version.

Deutlich preiswerter wird es bei einer neuen Reihe von Außenwandleuchten und Strahlern. Die Modelle heißen Semeru, Scenova, Muscari und Struana und starten bei 79,99 Euro was für Hue-Outdoor-Verhältnisse ein moderater Einstieg ist.

Was in der Ankündigung übrigens fehlt: klassische Leuchtmittel, also neue E27- oder GU10-Lampen. Der Fokus liegt klar auf Dekor- und Entertainment-Produkten. Wer Hue-Birnen zum kleinen Preis sucht, bleibt bei der Essential-Reihe.

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