Vergiss PayPal! Diese Alternative aus Europa erobert jetzt den Markt

3 Minuten
Wackelt der Thron von PayPal? Lange Zeit führte kein Weg an dem US-Riesen vorbei, doch jetzt drängt ein deutsches Schwergewicht in den E-Commerce. Mit der neuen Bezahl-Alternative einer hiesigen Direktbank könnten die Tage von PayPal für viele Kunden gezählt sein.
Auf einem Handy wird die PayPal-App geöffnet.
PayPal ist alternativlos – oder doch nicht?Bildquelle: PayPal

An PayPal kommt heutzutage kaum noch einer vorbei. Und warum sollte man auch? Schließlich ist das digitale Bezahlsystem nicht nur praktisch, sondern auch im Onlinehandel weit verbreitet. Ob du deinen Kollegen Geld fürs Mittagessen schicken oder deine Online-Einkäufe bezahlen willst: PayPal ist für viele die erste Wahl. Damit wächst aber auch die eigene Abhängigkeit von dem Unternehmen hinter der Anwendung, das übrigens von Elon Musk („X“) mitbegründet wurde. Wie wär’s da mit einer Alternative? Und zwar nicht aus den USA, sondern home sweet home, der EU?

Alternative für PayPal

Ein neuer Konkurrent macht sich startklar, den Kampf um den Markt der Online-Bezahlsysteme aufzunehmen. Vielleicht kennst du es schon vom Namen her: Wero. Das europäische Modell ist im Begriff eine echte Alternative zu PayPal zu werden. Viele Banken haben sie bereits in ihre Apps integriert, darunter die Sparkasse, Deutsche Bank, Postbank oder auch die Direktbank ING.

Letzter will die europäische Alternative nun noch weiter nach dem PayPal-Prinzip ausbauen. Bisher können sich nur Privatpersonen, die Wero nutzen, Geld hin und her schicken. Und das auch in Echtzeit. Doch schon bald bietet die ING ihren über 10 Millionen Kunden (Stand 2025) die Möglichkeit, damit auch Online- und Einzelhandelszahlungen vorzunehmen. Kunden hatten hierzu bereits Ende März ein Schreiben in ihrer Post-Box erhalten, nun informiert die Bank auch direkt über ihre Webseite.

ein Brief der ING an ihre Kunden
Änderung der Wero-Nutzungsbedingungen für ING-Kunden Image source: Screenshot

ING hat große Pläne für Wero

Ab dem 27. Mai soll es so weit sein, wie die ING mitteilt. Die entsprechende Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Wero tritt ab dann automatisch in Kraft, sobald du deine erste Zahlung mit Wero tätigst oder empfängst. Das neue Feature ist für Nutzer kostenlos. Wer es nicht nutzen will, kann das Bezahlsystem auch ganz einfach wieder in der App deaktivieren.

Doch soll es nicht bei einer neuen Funktion bleiben. In den AGB, beziehungsweise den vorvertraglichen Nutzungsbedingungen, steht bereits der nächste Schritt fest. Wero soll künftig auch direkt an der Kasse genutzt werden können, genau wie andere Wallet-Apps (Google Wallet, Apple Pay etc.). Das kontaktlose Zahlen mit dem Smartphone über NFC gilt als besonders sicher im Vergleich zu Kartenzahlungen. Auch PayPal kann als Zahlungsmethode in der Google Wallet-App hinterlegt werden.

>>> Brandaktuell: Aus für Google-Wallet-Integration in Paypal? Jetzt herrscht Klarheit <<<

Fazit

Für ING-Kunden könnte es künftig bequemer sein, Zahlungen über Wero abzuwickeln. Sie wären dann beim Online-Shopping nicht länger an PayPal gebunden und könnten Wero künftig auch zum kontaktlosen Bezahlen an der Kasse nutzen. Wenn dann auch noch die privaten Kontakte zu Wero wechseln, macht das PayPal praktisch überflüssig. Die Vorteile liegen auf der Hand: ING-Kunden sparen Zeit und Speicher auf ihrem Handy, sind nicht mehr so abhängig von PayPal und müssen sich auch kein zusätzliches Passwort merken, wenn Wero direkt in die Banking-App integriert ist. Allein das ist für den ein oder anderen wohl schon Argument genug.

So arbeiten wir
Unsere Redaktion recherchiert und bewertet unabhängig — nach festen journalistischen und fachlichen Kriterien. Über Affiliate-Links im Beitrag bekommen wir beim Kauf eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Mitreden

5 KOMMENTARE

  1. Nutzerbild ppgebührenrechner

    Spannende Entwicklung!

    Mit Lösungen wie Wero sieht man deutlich, dass Europa versucht, unabhängiger von großen Anbietern wie PayPal zu werden und eigene Zahlungsstrukturen aufzubauen. Gerade direkte Bank-zu-Bank-Zahlungen könnten für viele Nutzer langfristig attraktiver werden.

    Allerdings wird entscheidend sein, ob sich Händler und Kunden gleichermaßen darauf einlassen – hier hat PayPal aktuell noch einen klaren Vorteil.

    Wer sich übrigens genauer mit PayPal-Gebühren und Zahlungsstrukturen beschäftigen möchte, kann das hier transparent berechnen:

    Antwort
  2. Nutzerbild Alexander

    Wero hat so wenig Banken die das umsetzen, dass es für Händler eher überflüssig ist
    Eu hin oder her, das Ding braucht erst Mal 80% Abdeckung bevor ich darüber ernsthaft nachdenken würde

    Antwort
  3. Nutzerbild Karsten Frei

    Ein Dienst, dass unabhängig von der Hausbank überall in der Welt genutzt werden kann vs. einen Dienst, dass von wenigen Banken angeboten wird und dazu nur innerhalb der EU( und auch nicht überall)

    Wenn schon die Werbung für Direktbank ING und deren Dienst Wero gemacht wird, sollte man das auch direkt am Anfang des Artikels schreiben „Achtung Werbung“.

    Antwort
    • Nutzerbild Karsten Frei

      Nicht alles, was in der Werbung glänzt, ist in Realität tatsächlich glänzend.
      Und sehr häufig ist es sogar genau anderesrum.

      Europäischer Bezahldienst: Wero kämpft mit gravierenden Problemen

      https://winfuture.de/news,158314.html

      Top-Händler fehlen – Bezahldienst Wero startet schleppend

      https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/paypal-alternative-top-haendler-fehlen-bezahldienst-wero-startet-schleppend/100217944.html

      Antwort
  4. Nutzerbild Claus Lesch

    Wero ist keine Alternative für mich. Diese App bevormundet mich auf meinem eigenen Smartphone. Ich habe mich bewusst für ein CostumROM entschieden und die App verweigert, egal mit welchen Trick, den Dienst..Vielen Dank dafür

    Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein