Führerschein-Regeln ändern sich: Das ist der Plan

2 Minuten
Rund 58 Millionen Führerscheine gibt es in Deutschland. Wer seinen "Lappen" bereits hat, erinnert sich bestimmt noch an die ständigen Fahrschulbesuche. Und vielen graut es noch heute, wenn sie an die theoretische oder praktische Prüfung denken. Nun soll sich an dem gesamten Prozess etwas verändern.
Führerschein-Regeln ändern sich: Das ist der Plan
Führerschein-Regeln ändern sich: Das ist der PlanBildquelle: Andreas Breitling / Pixabay

Welcher Führerschein-Besitzer kennt es nicht: Um an die Fahrerlaubnis zu kommen, waren ständige Besuche der Fahrschule nötig. Im Theorieunterricht versuchte man sich alles zu merken, um in der anschließenden Prüfung nicht durchzufallen. Gab es früher nur Fragebögen und eine Schablone, die zeigte, ob die Antworten richtig waren, gibt es inzwischen auch Apps, die Fahrschülern beim Lernen helfen. Doch dieser Schritt der Digitalisierung genügt dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr nicht. Deshalb hat man dem Bundesrat den Entwurf einer 15. Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften übersandt.

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Führerschein online machen?

Eine der Forderungen: mehr Online-Unterricht. Was sich während der Corona-Pandemie bewährt hat, soll auch künftig möglich sein. „Wir wollen unser Land moderner und digitaler machen“, sagt Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr. „Mit unserer neuen Fahrerlaubnis-Verordnung nutzen wir die Chancen der Digitalisierung und schaffen die Voraussetzung, damit die Länder im Ausnahmefall Fahrschulen Theorieunterricht online ermöglichen können.“ Das spare Wege, reduziere Kontakte und ermögliche Fahrschülern, sich trotz Pandemie optimal auf den Führerschein vorzubereiten, sagt der Digital-Minister. Sein Motto: „Ein modernes Land braucht eine moderne Fahrausbildung.“

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Der Weg zum Online-Unterricht in Fahrschulen ist damit frei. Zumindest gilt das vorerst für die Zeit der Pandemie. Zudem prüfe die Regierung, inwieweit man über diese Ausnahmesituation hinaus den Fahrschulunterricht weiter digitalisieren kann.

Das ändert sich ebenfalls

Darüber hinaus soll die Nutzung von modernen Fahrerassistenzsystemen auch in der praktischen Prüfung möglich sein. Außerdem werden die Vorgaben für die zum 1. April 2021 geschaffene Möglichkeit präzisiert, die praktische Prüfung für die Klasse B auf Fahrzeugen mit Automatikgetrieben zu absolvieren, ohne dass der Führerschein auf das Führen dieser Fahrzeuge beschränkt wird. Neu ist ebenfalls: Hat man die praktische Prüfung  wegen einer Täuschungshandlung nicht bestanden, verlängert sich die Sperrfrist für die Wiederholung dieser.  Demnach sollen Fahrschüler, die bei Täuschungsversuchen erwischt werden, künftig nicht nur sechs Wochen auf einen weiteren Versuch warten müssen, sondern bis zu neun Monate.

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6 KOMMENTARE

  1. Chrz

    „Wir wollen unser Land moderner und digitaler machen“, sagt Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr…

    Wenn der werte Herr das Land moderner machen möchte, sollte erst einmal das Internet (sowohl DSL, als auch mobiles Internet) verbessert werden. In diesem Punkt ist Deutschland ein Dritte Welt Land.

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  2. Sven

    So ein unheimlich dämlicher Blödsinn.
    Wer wählt solche Leute überhaupt zum Minister?

    Telegram ist mit Sicherheit NICHT die einzige Plattform, in der solche Dinge ausgetauscht werden.
    Es wird IMMER eine Möglichkeit für Kriminelle geben, sich auszutauschen.
    WhatsApp steht hier wohl außer Frage, vermutlich werden hier die Chatverläufe hervorragend überwacht.

    Vielleicht sollte man sämtliche privaten Kommunikationsmöglichkeiten dann abschalten lassen. So sind Kriminelle dann sicher gezwungen auf Rauchzeichen am Feuer oder Bildnissen in Höhlen auszuweichen.

    Schade, wo wir doch gerade das Neuland Internet entdeckt haben.

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  3. Frei

    Wird man in ca. 4 Jahren, wenn die Selbstlenkende Autos zugelassen werden, ein Führerschein noch brauchen?
    Kurz davor will der Staat die Bürger mit teurer Führerscheingebühr abzocken, um die eigene Firma, die Bundesdruckerei, mit Monopol-Wucherpreisen zu subventionieren…

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  4. Ls

    Der Staat will einfach nur Geld machen. Dafür das ein Führerschein abläuft… Die sollten mal Fahrrad Führerscheine machen! Fahrradfahrer gucken nicht mal mehr ob ein Auto kommt und dann gibt’s wieder ein Unfall UND GENAU DANN ist der Fahrer schuld. Ja der Fahrer soll auch drauf achten, aber Fußgänger, Fahrradfahrer sollten gucken ob der Fahrer sie vor lässt. Tun sie aber nicht.

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    • Hamp

      Ja wer Fahrrad fahren will sollte den Führerschein machen und so wie Wir Autobesitzer eine Versicherung abschließen und ein Kennzeichen haben.

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  5. Paul Seibt

    Der Staat, immer hinter Kröten her. Die Grünen Pflantzen und Sozialisten die nie etwas erzeugt haben wissen alles besser. Immer weiter ein teures und nutzloses Gesindel.

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