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Deutschlandticket pausieren: Diese neue Kündigungsfrist gilt

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Das letzte Schlupfloch, um der Kündigungsfrist beim Deutschlandticket zu entkommen, ist geschlossen. Kündigungen und Pausen müssen nun bis zum 10. eines Monats eingehen, sonst läuft das Abo bis Ende des Folgemonats weiter. Betroffen sind auch Kunden, die ihr Ticket nur wenige Tage nutzen wollen.
Deutschlandticket auf Smartphone-App
Deutschlandticket-Abo pausieren: Diese neue Kündigungsfrist giltBildquelle: Camilo Concha/Shutterstock

Bisher war es über die App mopla möglich, das Deutschlandticket zu buchen und bis 24 Stunden vor Ende des Monats zu pausieren. Die Folge: Wer sich erst Ende des Monats dafür entschieden hat, dass er oder sie die Fahrkarte im nächsten Monat nicht braucht, konnte der Zahlung so entgehen. Das war auch nützlich, wenn man erst im zweiten Teil eines Monats feststellt, dass sich ein Deutschlandticket für den laufenden Monat noch lohnen würde. Hintergrund: Eigentlich ist beim Deutschlandticket vorgesehen, dass es bis zum 10. eines Monats gekündigt sein muss, wenn es im Folgemonat nicht mehr genutzt werden soll. Bei mopla konnte man das umgehen.

Das ändert sich bei mopla

Doch nun ändert mopla die Frist für Kündigungen und Pausen beim Deutschlandticket-Abo. Das betrifft Kunden, die ihr Abo über mopla nutzen und die Pause erst nach dem 10. eines Monats setzen wollen. Konkret zahlst du dann länger, weil das Abo erst zum Ende des Folgemonats endet. Oder anders gesagt: Bei mopla gelten nun die gleichen Konditionen wie bei allen Anbietern des Deutschlandtickets.

In einem Hinweis zur Kündigungsfrist für das Deutschlandticket-Abo vom 30. April 2026 schreibt mopla, Kündigungen und „Kündigungen mit Wiedereinstieg“ müssten spätestens bis zum 10. eines Monats eingehen.

Mit „Kündigung mit Wiedereinstieg“ meint mopla die Pausierung. Du beendest das Ticket also vorübergehend und steigst später wieder ein. Wer das beispielsweise bis einschließlich 10. Mai macht, kommt zum 31. Mai aus dem laufenden Abo heraus. Wer erst am 11. Mai pausiert oder kündigt, bleibt bis zum 30. Juni im Abo.

Warum mopla die Konditionen ändert

mopla verweist auf juristische Bedingungen. Nach Darstellung des Unternehmens hängt die Anerkennungspflicht des Deutschlandtickets im Nahverkehr von einer einheitlichen Anwendung der Tarifbestimmungen ab. Anders gesagt: Verkehrsunternehmen sollen das Ticket nur anerkennen müssen, wenn die Regeln ohne Sonderwege gelten.

Das trifft vor allem Nutzer, die das Deutschlandticket nicht durchgehend brauchen. Dazu zählen Pendler mit Homeoffice, Studenten in den Semesterferien oder Kunden, die nur einzelne Monate reisen. Für sie war die Pausetaste ein praktischer Vorteil. Dieser Vorteil bleibt zwar bestehen, verliert aber einen Teil seiner Spontaneität.

Die Kündigung und die Pause laufen laut mopla weiter direkt in der App. Zusätzlich informiert das Unternehmen bestehende Deutschlandticket-Kunden per E-Mail. In der App erscheint außerdem ein Hinweis, den Nutzer aktiv bestätigen müssen. Auch Website, FAQ, Jobticket-Seiten und AGB sollen angepasst sein.

In der Praxis heißt das: Wer im kommenden Monat kein Deutschlandticket braucht, sollte nicht bis kurz vor Monatsende warten. Entscheidend ist der 10. Kalendertag. Danach verschiebt sich das Ende automatisch um einen weiteren Monat. Insbesondere im Mai könnte sich aufgrund der vielen Feiertage für viele Freizeitfahrer ein Deutschlandticket lohnen. Übrigens: In Hamburg kostet das Deutschlandticket ab sofort nur noch 49 Euro – allerdings für eine eingeschränkte Zielgruppe.

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Bildquellen

  • Der Rheinfall bei Schaffhausen: pixel-mixer / Pixarbay
  • schluss-mit-festen-preisen-beim-deutschlandticket-ein-neuer-algorithmus-bestimmt-kuenftig -was-pendler-zahlen-muessen: Camilo Concha/Shutterstock

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