Manche Filme werden sowohl von den Kritikern als auch von den Fans gelobt. Dazu zählen etwa Klassiker wie Jurassic Park und Titanic. Oder so ziemlich alles, was Regisseur Christopher Nolan auf die Leinwand bringt. Doch Kritiker und Zuschauer sind nicht immer ein Herz und eine Seele. So auch beim aktuellen Netflix-Überflieger „Anaconda“ mit Jack Black, Paul Rudd und Thandiwe Newton.
Worum geht es in „Anaconda“?
Nein, bei „Anaconda“ handelt es sich nicht um ein Remake der Super-RTL-Zeichentrickserie „Angela Anaconda“. Stattdessen steckt hinter dem Titel eine Neuinterpretation des gleichnamigen Spielfilms aus dem Jahr 1997 – damals mit Jennifer Lopez und Ice Cube in den Hauptrollen.
Die Handlung dreht sich um eine Gruppe von Freunden, die ihrerseits ein Remake des 1997er Anaconda-Films drehen möchten. Dafür reist die Gruppe nach Brasilien, wo die ganze Sache jedoch schnell aus dem Ruder gerät. Und so ist ein guter Film schon bald ihr geringstes Problem.
Bei den Zuschauern kam die seichte Action-Komödie ganz gut an. So glänzt der Streifen bei Rotten Tomatoes mit immerhin 75 von 100 Prozent. Außerdem führt „Anaconda“ gegenwärtig die Netflix-Bestenliste mit insgesamt 17.800.000 Millionen Ansichten in gleich sieben Ländern an (Platz 2 in Deutschland). Ein großer Erfolg also? Nicht, wenn es nach den Filmkritikern geht.
Filmexperten vergeben 47 von 100 Prozent
Vernichtend sind die Kritiken zwar nicht, wie es etwa beim Doku-Megaflop Queen „Cleopatra“ (2023) der Fall war. Doch wirklich positive Stimmen aus den Expertenreihen sind selten. Ein Kritiker schreibt beispielsweise: „Die CGI-Effekte sind zumindest besser als 97. Ansonsten? Meh“. Während ein weiterer Filmexperte unterstreicht: „Sofern du kein großer Fan des Originals, von Ice Cube oder von beidem bist, ist Anaconda ein vergessenswerter Film, den man getrost überspringen kann.“
Nur wenige scheinen dem Film etwas abgewinnen zu können. Manche loben zumindest den Humor sowie den kreativen Einsatz der Metaebene, doch vor allem die zweite Hälfte des Films soll einige Probleme aufweisen und etwas langweilig sein. Abschließend fasst ein Kritiker zusammen: „Mit mehr Starbesetzung als alle Anacondas zusammen, aber merklich weniger Lachern, entpuppt sich das, was eine frische Interpretation hätte sein können, am Ende als aufgewärmter Brei.“
„Anaconda“ bei Netflix
So enttäuscht die meisten Filmexperten von „Anaconda“ auch zu sein scheinen, die Zuschauer vertreten wie bereits erwähnt eine andere Meinung. Und ebendiese kannst du dir aktuell selbst bilden. Denn obwohl der Streifen erst im Dezember 2025 auf die Leinwand kam, ist er ab sofort auch auf Netflix abrufbar. Auf dem ersten Platz der deutschen Netflix-Bestenliste landet derweil der deutsche Spielfilm „Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten“ aus der Feder von Regisseur Marco Petry.
