Ein Prime-Abo für rund 16 Euro im Jahr? Das gibt es – in Polen. Dort verlangt Amazon seit Januar 69 Złoty jährlich. In Deutschland kostet Amazon Prime 8,99 Euro im Monat. Bezahlt man im Voraus für ein ganzes Jahr, sinkt der Preis auf knapp 7,50 Euro monatlich. Und wer ein Abo abschließt, macht das meist deshalb, weil der Versand kostenlos ist, wenn man bei Amazon etwas bestellt. Zudem bekommt man Prime Video, einen der führenden Streaming-Dienste weltweit – seit 2024 allerdings mit Werbung. Wer sie loswerden will, zahlt 2,99 Euro im Monat extra. Doch es gibt einen weiteren grandiosen Vorteil, den nur die wenigsten kennen.
Amazon: Diesen Vorteil kennen viele nicht
Stell dir vor, du könntest alle Fotos, die du hast und noch machst, ohne zusätzliche Kosten speichern und von überall aus auf deinem Handy, Tablet oder Computer ansehen. Wer ein Android-Smartphone hat, weiß: Bei 15 GB ist Schluss. Möchte man dann noch mehr Fotos in die Google-Cloud hochladen, muss man entweder alte Bilder und Videos löschen oder für ein Abo bezahlen, das mehr GB freischaltet. Bei neuen Konten kann es sogar noch enger werden: Google testet, Nutzern ohne verifizierte Handynummer nur noch 5 GB zu geben.
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Dazu schrumpft der freie Platz von allein: Seit 2024 zählen WhatsApp-Backups auf Android-Handys zum Google-Kontingent, seit Juli 2026 auch die Gerätesicherungen von Android selbst. Und wer ein iPhone hat, dem bietet Apple sogar nur schmale 5 GB Cloud-Speicher an. Wer mehr will, muss zahlen. Doch ob iPhone oder Android-Handy: Wer ein Amazon-Prime-Abo hat, kann Amazon Photos nutzen und ohne weitere Kosten unbegrenzt viele Fotos in voller Auflösung in die Cloud hochladen – übrigens auch RAW-Dateien gängiger Kameras von Canon, Nikon, Sony oder Olympus, was überaus interessant für Fotografen sein dürfte. So lässt sich die gesamte Foto-Sammlung in der Cloud sichern. Der Haken: Für Videos gibt es auch mit Prime nur 5 GB. Wer mehr braucht, zahlt bei Amazon für 100 GB 1,99 Euro im Monat.
So geht’s und wann es sich lohnt
Alles, was man tun muss, ist: die Amazon Photos App herunterladen (gibt es hier fürs iPhone oder das iPad und hier für Android-Geräte) und der Anwendung erlauben, Fotos zu speichern. Man kann auch nachträglich Bilder zu Amazon Photos hochladen oder hier über den Browser Fotos oder gar ganze Ordner hochladen. Amazon Photos kommt mit den gängigen Formaten wie JPEG, HEIC, PNG oder WEBP zurecht. Bewegtfotos von Google- und Samsung-Handys (Motion Photos) unterstützt der Dienst dagegen nicht.
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Das Ganze lohnt sich allerdings nur, wenn man ohnehin ein Amazon Prime Abo hat. Wer kein Abonnent ist, seine Fotos aber gerne in der Cloud speichern will und der Platz bei Google Fotos oder der iCloud knapp wird, erweitert diesen lieber bei einem der beiden Anbieter. Bei Google kosten 100 GB rund 2 Euro pro Monat – sie ersetzen die 15 Gratis-GB, kommen also nicht obendrauf. Apple verlangt für 50 GB rund 1 Euro monatlich. Das ist zwar weitaus günstiger als ein Prime-Abo von Amazon. Doch bei Amazon Photos ist der Speicherplatz für Fotos unbegrenzt. Wer Prime kündigt, fällt allerdings auf 5 GB für Fotos und Videos zusammen zurück.
