Ein Frozen Cocktail, ein Frappuccino oder ein kühler Milchshake – Ninja verspricht mit seinem Slushi-Angebot leckere Slush-Getränke in kürzester Zeit. Ganz einfach zu Hause, ohne Besuch beim Jahrmarkt. Nach dem ersten Modell und zwei größeren Versionen hat der Hersteller nun im Sommer ein Doppel-Modell vorgestellt: die Ninja Slushi Twist. Damit kannst du zwei verschiedene Getränke gleichzeitig zubereiten und auf Wunsch sogar in einem Glas kombinieren. Das macht nicht nur optisch was her. Doch wie gut funktioniert das Ganze? Ich habe es getestet und dabei so manche Schwierigkeiten gehabt.
Der große Vorteil der Ninja Slushi Twist
Ein fertiger Slushi in 15 bis 60 Minuten: Das verspricht die Ninja Slushi Twist. Du kannst entweder selbst aus 14 Temperatureinstellungen wählen oder du lässt den SlushAssistenten alles für dich regeln. Der gibt dir dann noch Bescheid, ob das Getränk mehr Zucker oder Wasser braucht.
Zwei Tanks mit jeweils knapp 2,1 Litern Füllmenge bereiten auf Wunsch mehr von einem oder zwei verschiedene Getränke mit unterschiedlichen Einstellungen zu. Das Ergebnis kannst du dir dann selbst in einem Glas zusammenmixen und so den perfekten Swirl-Look üben. Spoiler: Dafür braucht es viel Zeit – wie man im Video sehen kann.
3 Tests: Frozen Margarita, Frappuccino und Strawberry-Matcha-Milchshake
Bei den Ninja Slush-Maschinen ist es immer so eine Sache mit den Rezepten. Es kommt auf den Zuckeranteil an. Minimum sind fünf Gramm auf 100 Milliliter Slush, sonst gefriert das Getränk zu stark und die Maschine kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Beim Alkohol dürfen es auch bei der neuen Slushi Twist maximal 20 Prozent sein, sonst verhindert der Alkohol die Eiskristallbildung. Du siehst: Du kannst nicht einfach so jedes Getränk mixen und daraus einen Slush machen.
Ich habe das natürlich bedacht und mir Rezepte mit passendem Zucker- beziehungsweise Alkoholgehalt herausgesucht.
Erster Versuch: Mango-Maracuja Margarita
Mein erster Test läuft mit einem Rezept für Mango-Maracuja Margarita: Tequila, Triple Sec, Mango-Maracuja-Saft und Limettensaft. Einfach mixen, hineinschütten und den SlushAssistent-Knopf drücken. Die Mischung aus stark zuckerhaltigem Saft und ein wenig Alkohol ist perfekt. Der SlushAssistent braucht zwar ein paar Minuten, um die richtige Einstellung zu wählen (dabei leuchtet die Anzeige im Display immer wieder blau auf), doch am Ende habe ich nach etwa einer halben Stunde einen perfekten Frozen Cocktail. Allerdings schmilzt der nach kurzer Zeit wieder. Lange stehen lassen kann ich ihn nicht.
Zweiter Versuch: Frappuccino
Diesmal habe ich mir ein Rezept für einen Frappuccino direkt von Ninja ausgesucht. Ich habe nur die Sahne durch mehr Milch ersetzt und es zu Beginn mit etwas weniger Zucker als 60 Gramm auf 700 Milliliter versucht. Doch auch mit der empfohlenen Mindestmenge setzt sich schnell eine Eisschicht auf dem Kühlelement fest und beim Ablösen dieser, ruckelt die Maschine laut und heftig. Erst nach der Zugabe von mehr Zucker hat die Maschine funktioniert und auch ein sehr gutes Ergebnis geliefert. Diesmal bleibt der Frappuccino auch länger eisig als die Frozen Margarita.
ABER: Während des Tests mit weniger Zucker hat sich der SlushAssistent nicht gemeldet. Die Lampe für „mehr Zucker“ leuchtet nicht auf. Gleichzeitig zeigt die Kühlanzeige keinen Fortschritt an. Die im Halbkreis positionierten LEDs leuchten lange Zeit nacheinander blau, als würde die Maschine immer noch über die passenden Einstellungen nachdenken. Erst bei der passenden Menge Zucker fängt die LED ganz links an zu blinken. Der Assistent hat für den Frappuccino die geringste Kühleinstellung gewählt. Schade, ich hätte den Eiskaffee gerne weniger süß getrunken.
Dritter Versuch: Strawberry-Matcha-Milchshake
Beim dritten Testlauf habe ich den DualSlush-Assist ausprobiert, um zwei Getränke gleichzeitig zuzubereiten und diese am Ende über den Drehteller in ein Glas zu mixen. Dafür habe ich ein eigenes Rezept für einen Erdbeer-Matcha-Milchshake verwendet. In einen Behälter kommt nur Erdbeersaft, in den anderen eine Mischung aus Milch, Matcha-Proteinpulver und Zucker (diesmal auch genug). Nach einer halben Stunde sind beide Getränke fertig, der Erdbeersaft etwas früher als der Milchshake.
Soweit so gut, doch das Twisten ist wirklich eine Kunst für sich. Dafür gibt es zwei separate Ausläufe, die mittig zusammenlaufen, um das Glas besser zu treffen, und einen Drehteller, über den man das Glas rotieren lassen kann.
Da beide Getränke aufgrund ihrer unterschiedlichen Viskosität auch unterschiedlich schnell ins Glas laufen, komme ich mit dem Drehen gar nicht hinterher. Den gleichmäßig zu drehen ist auch mit einer Hand, während die andere beide Hebel bedient, auch gar nicht leicht. Hier wäre ein elektrischer Drehteller von Vorteil. Mit ein wenig mehr Übung sollte es jedoch besser funktionieren. Aber den perfekten Swirl bekomme ich auch nach mehreren Versuchen nicht hin.
Das Zucker-Problem
Getränke mit Fruchtsäften gelingen eigentlich immer, solange nicht zu viel Alkohol im Spiel ist. Bei Milchshakes darf man mit dem Zucker nicht geizen, sonst dauert es furchtbar lange, bis die Maschine erkennt, dass zu wenig drin ist. Einfach Zucker hinzufügen kannst du dann aber auch nicht, weil sonst die Kristalle über das Kühlelement kratzen. Deshalb musst du den Zucker erst auflösen (oder am besten gleich Zuckersirup verwenden) und kannst ihn dann erst hinzugeben. Und auch dann braucht die Maschine noch eine Weile, bis sie den neuen Zuckergehalt registriert und die Temperatureinstellung vornehmen kann.
Merke: Immer von Anfang an genügend Zucker hinzufügen! Laut Ninja funktionieren auch Alternativen wie Dattel- oder Kokosblütenzucker, Ahorn- oder Agavensirup und Honig. Als einzigen Zuckerersatzstoff weist Ninja auf Allulose hin, da sie sich chemisch ähnlich zu Zucker verhält.
Selbstreinigung mit Optimierungspotenzial
Die Ninja Slushi Twist hat einen Rinse-Modus, bei dem du den Tank bis zum Maximum-Strich mit Wasser auffüllen kannst. Dann rotiert das Gerät weiter und du kannst vorn den Hebel betätigen. So spült sich das Gerät einmal durch. Bei Fruchtsäften werden so tatsächlich alle Rückstände komplett entfernt. Sobald du aber Milchshakes oder andere schäumende Getränke zubereitest, wirst du so nur das Gröbste los. Das Wasser kommt zum Beispiel nicht bis nach oben an den Deckel.
Du kannst das Gerät aber vollständig auseinandernehmen und mit warmem Seifenwasser selbst reinigen. Der Auslauf, der Tank, das Drehelement, der Auffang unter dem Kühlelement und vor dem Gerät – alles ist abnehm- und waschbar. Es muss jedoch alles vor der nächsten Benutzung wieder vollständig getrocknet sein – und das nimmt die meiste Zeit in Anspruch.
Fazit
Mit der Ninja Slushi Twist erhältst du einen Slush-Maker, der viele verschiedene Getränke gleichzeitig mixen kann. Mit den passenden Rezepten erhältst du schnell leckere Ergebnisse. Wer sich selbst an der Slushi ausprobieren will, sollte über das passende Zucker- und Alkohol-Mischverhältnis Bescheid wissen und wissen, welche alternativen Süßungsmittel verwendet werden können. Aufgrund der großen Füllmenge würde ich das Gerät erst ab einer Gruppe von drei Personen empfehlen. Am besten wäre es für Partys geeignet und für größere Haushalte (Familien, WGs), wo es auch wirklich öfter zum Einsatz kommt.
Die Ninja Slushi Twist gibt es für die unverbindliche Preisempfehlung von 429,99 Euro bei Amazon, bei SharkNinja selbst aktuell auch 50 Euro günstiger mit dem Rabattcode TWIST50 (Stand 30. September 2026).
Vorteile:
- große Füllmenge
- gleichzeitiges Zubereiten zweier Getränke
- schnell (mit dem richtigen Rezept)
- gute Ergebnisse
- Rinse-Modus erleichtert das Reinigen
Nachteile:
- funktioniert nur mit viel Zucker
- SlushAssist funktioniert nicht zuverlässig
- Slush-Eis schmilzt schnell
- Reinigung bei milchhaltigen Getränken aufwendig
- teuer
