Doppelter Glas-Airfryer: Ninja Crispi DualZone begeistert mit smarten Funktionen

7 Minuten
Seit dem 15. September 2026 ist die Ninja Crispi DualZone erhältlich: ein Airfryer mit zwei separaten Glasbehältern und smarten Funktionen für gleichzeitiges Garen. Ich habe getestet, wie gut die im Alltag wirklich funktionieren.
Der Ninja Crispi DualZone frontal mit Pommes und Gemüsepattie in den Glasbehältern
Die Ninja Crispi DualZone ist eine Heißluftfritteuse mit zwei seperaten Glasgarkörben und smarten Funktionen zum synchronisierten Heißluftfrittieren.Bildquelle: Marie Gimborn/inside digital

Ninja Crispi ist mittlerweile ein bekannter Name auf dem Heißluftfritteusen-Markt. Die Kombination aus Hauptgerät und wechselbaren Glasbehältern begeistert viele Mealprepper. Deshalb hat der Hersteller direkt wieder nachgelegt. Nach einer XL- und Pro-Version gibt es jetzt auch die DualZone: einen großen Airfryer mit zwei separaten Glasbehältern. Der Vorteil: Es passt mehr rein und du kannst zwei verschiedene Gerichte gleichzeitig zubereiten. Wie gut das in der Praxis funktioniert, habe ich für dich getestet.

Ninja Crispi DualZone: Was kann sie besser?

Zwei Glasbehälter statt einem: Mit der Ninja Crispi DualZone kannst du verschiedene Gerichte gleichzeitig aufheizen. Du brauchst nicht mehr zu warten, bis das erste Gericht fertig ist, das dann schon wieder kalt wird, während du das zweite aufheizt. Und wenn du mehr Pommes frittieren willst – zum Beispiel für einen Filmabend mit Freunden – dann kannst du je eine Packung in jeden Behälter werfen.

Der größte Vorteil jedoch sind die smarten Funktionen: Match Cook und Smart Finish. Du kannst die Einstellung (Modus, Temperatur und Zeit) von einer Seite auf die andere Seite übertragen, wenn du zum Beispiel mehr von einem Gericht zubereiten möchtest. So sparst du dir die erneute Einstellung. Oder du stimmst zwei verschiedene Gerichte aufeinander ab, sodass die Pommes erst frittiert werden, wenn dein Hähnchen gar ist. SharkNinja will damit bekannte Probleme von Single-Heißluftfritteusen lösen. Gelingt das auch?

Mein erster Eindruck

Schon beim Auspacken merke ich, dass man hier kein Risiko eingehen wollte. Das Gerät sitzt sehr fest im Karton und auch zwischen den Glasbehältern wurde Pappe zur Stoßdämpfung benutzt. Für Sicherheit ist gesorgt, nur braucht man zum Auspacken am besten eine zweite Person, die mithilft, das schwere Gerät aus der Verpackung zu befreien. Mit 14 Kilogramm wiegt die Crispi DualZone fast dreimal so viel wie die Crispi Pro (Test).

Optisch sind sich die beiden Modelle jedoch sehr ähnlich. Man hat nur einen Trennsteg in der Mitte zwischen den Glasbehältern und ein zweites Display eingefügt. Durch den Steg passen auch nur die beiden 3,8‑L-Behälter ins Gerät. Die Option auf einen großen Behälter als späteres Upgrade besteht somit nicht. Auch kann man keine flacheren Behälter wie bei der Crispi Pro verwenden, da die DualZone nicht über ein höhenverstellbares Element verfügt. Noch ein Knackpunkt: das kurze Stromkabel. Das ist gleich doppelt unpraktisch, da das Gerät in direkter Nähe zu einer Steckdose platziert werden muss, gleichzeitig aber 15 Zentimeter Abstand zu anderen Gegenständen und Wänden eingehalten werden sollen.

Insgesamt macht die Ninja Crispi DualZone jedoch einen sehr stabilen Eindruck. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts braucht sie allerdings einen festen Platz in der Küche. Dafür macht sie optisch was her und braucht sich auch nicht im Schrank zu verstecken (da würde sie ohnehin nicht hineinpassen).

So gut werden Pommes & Co. im Airfryer

Wichtiger als die Optik ist jedoch die Funktionalität. Die Crispi DualZone hat dieselben Funktionen wie die Crispi Pro: Standard Air Fry, Max Crisp, Backen, Braten, Dörren, Aufknuspern und Teig gehen lassen. Zusätzlich gibt es jedoch eine Warmhaltefunktion. Im Test habe ich vor allem die typischen Heißluftfritteusen-Funktionen getestet, sprich den Standard-Modus, Max Crisp und das Aufknuspern.

Diese Gerichte habe ich ausprobiert:

  • Putengeschnetzeltes mit Paprika und Zwiebeln
  • Lachsfilet und gemischtes Ofengemüse
  • Fingerfood: Curly Fries, Potato Wedges, Frühlingsrollen

Sowohl bei frischen als auch bei vorfrittierten Lebensmitteln liefert die Ninja Crispi DualZone hervorragende Ergebnisse. Pommes frites werden vor allem mit der Max-Crisp-Funktion und dem Gittereinsatz perfekt knusprig. Hier sollte man aber die Zeit im Auge behalten, da die fest eingestellte Temperatur von 240 Grad sonst schnell für trockene und angebrannte Ergebnisse sorgt. Auch die Aufknuspern-Funktion hat mich überzeugt. So konnte ich die Reste vom Vortag im Behälter im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag einfach wieder ins Gerät schieben. Das ist wirklich praktisch.

Wirklich smart: Match Cook und Smart Finish

Neben den verschiedenen Modi sind die Match-Cook– und Smart-Finish-Funktion die ausschlaggebenden Kaufargumente. Die stellen sich im Alltag wirklich als praktisch heraus, zum Beispiel wenn ich mehr Pommes für eine größere Gruppe frittieren oder zwei Gerichte mit unterschiedlicher Gartemperatur und -dauer zubereiten möchte. So sind am Ende beide Gerichte zur selben Zeit fertig und ich muss nicht länger warten als nötig. Der Airfryer wartet einfach bei einem Garbehälter mit dem Aufheizen und fängt erst mit dem Frittieren an, wenn die Garzeiten angeglichen sind.

Eine sinnvolle Ergänzung ist zudem die „+1 Min.“-Taste. Damit kannst du neben der Zeiteinstellung am Anfang die Gardauer auch einfach zwischendurch mit einem Fingerdruck kurz verlängern. Zudem verfügt die Ninja Crispi DualZone über eine Schüttelerinnerung und stoppt automatisch, wenn der Garkorb entfernt wird. Der Timer hält automatisch an, auch beim Smart Finish, und läuft erst weiter, wenn der Garkorb wieder richtig in der Schiene sitzt.

Das ist mir negativ aufgefallen

Erstens: Das Herausnehmen der Behälter ist längst nicht mehr so einfach wie bei der Crispi Pro. Man muss sie nach vorn in einem 45-Grad-Winkel herausziehen, um an den hinteren Griff zu kommen, ohne sich die Finger zu verbrennen. Ich habe deswegen einfach Backofenhandschuhe benutzt. Auch die Trocknung der Behälter ist nicht so einfach, weil das Wasser in der Spülmaschine unter die Plastikhalterung läuft. So muss man die Behälter nach dem Spülen noch lange an der Luft trocknen lassen.

Zweiter Punkt: die Lautstärke. Der laute, durchdringende Piepton des Geräts stört sehr, wenn man direkt daneben steht. Auch die Lautstärke des Airfryers an sich ist mit 64 bis 70 Dezibel schon so belastend, wie der rege Verkehr auf der Hauptstraße vor meiner Wohnung.

Drittens: Der Airfryer stößt viel heiße Luft aus und heizt den Raum stark auf. Für Sommertage ist das Gerät somit eher nicht zu empfehlen. Im Winter freut man sich dafür über die Warmluftzufuhr. Allerdings erscheint mir das nicht sehr energiesparend zu sein.

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Viertens: Die Bedienung des Geräts ist nicht so intuitiv, wie sie sein könnte. Man kann die Modi erst erkennen, wenn man den Drehregler bedient und die Schrift aufleuchtet. Die Timer sind auch je nach Modus schon auf einen bestimmten Zeitraum eingestellt, sodass man bei kurzen oder langen Garzeiten viel drehen muss. Zwischendurch ließen sich auch Einstellungen nicht verändern, sodass ich den Vorgang abbrechen und von vorn beginnen musste.

Fazit: Für wen lohnt sich die Ninja Crispi DualZone?

Ich finde, dass Ninja mit der DualZone die Crispi-Serie verschlimmbessert hat. Viele Vorteile wie die Höhenverstellbarkeit, das leichte Herausnehmen der Glasbehälter und die Möglichkeit zur Nutzung verschiedener Größen sind damit nicht möglich. Man ist an einen Standardbehälter gebunden. Zudem kostet die DualZone mit der UVP von 329 Euro noch einmal 50 Euro mehr als die Pro-Version.

Das Gerät lohnt sich nur, wenn man auch Platz dafür in der Küche hat und gerne mal größere Portionen oder unterschiedliche Gerichte gleichzeitig zubereitet. Die Ninja Crispi DualZone wäre damit mehr was für Familien, WGs oder Partys. Gleichwohl sprechen die Frittierergebnisse, die umfassenden Funktionen und Einsatzmöglichkeiten des Airfryers für sich. Es kommt also ganz darauf an, was für ein Crispi-Typ du bist.

Vorteile

  • gleichzeitiges Zubereiten von zwei Gerichten
  • herausragend: Match Cook und Smart Finish
  • viele praktische Funktionen und Einstellmöglichkeiten
  • liefert gute Ergebnisse
  • hohe Maximaltemperatur (240 Grad)
  • Schüttelerinnerung
  • spülmaschinenfeste Behälter

Nachteile

  • groß und schwer
  • laut
  • heizt die Umgebung auf
  • Glasbehälter kommen nur in einer Größe
  • heiße Glasbehälter lassen sich nur schwer herausnehmen
  • kurzes Stromkabel
  • teuer
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ninja-crispi-dualzone-inside-digital-testsiegel Bildquelle: inside digital
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Bildquellen

  • ninja-crispi-dualzone-inside-digital-testsiegel: inside digital
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  • Die Ninja Crispi DualZone ist eine Heißluftfritteuse mit zwei seperaten Glasgarkörben und smarten Funktionen zum synchronisierten Heißluftfrittieren.: Marie Gimborn/inside digital

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