Wohnungsanzeigen-Betrug boomt – so vermeidest du ernste Konsequenzen

4 Minuten
Der Immobilienbetrug boomt. Auf einschlägigen Seiten und in ebensolchen Apps werden täglich gefälschte Wohnungsanzeigen platziert. Opfer müssen dabei mit ernsten Konsequenzen rechnen. Wir verraten, worauf du achten und wie du vorgehen musst, um diese zu umschiffen.
Gefälschte Immobilienanzeigen
Wohnungsanzeigen-BetrugBildquelle: Aaron Sousa / unsplash.com

Diejenigen, die sich auf der Suche nach einer neuen Wohnung befinden, haben es derzeit schwer. Insbesondere in größeren Städten sind Wohnungen nicht nur sehr teuer, sondern auch rar. Zudem lässt sich die Warmmiete mit Blick auf die aktuelle Gas- respektive Energiekrise nur bedingt kalkulieren – doch damit nicht genug. Überdies müssen sich Wohnungssuchende auch noch mit gefälschten Wohnungsanzeigen herumschlagen. Hier erfährst du, worauf es die Kriminellen absehen, wie du gefälschte Wohnungsinserate erkennst und was du als Opfer eines Betrugs tun solltest.

Was versprechen sich die Betrüger von Fake-Immobilienanzeigen?

Grundsätzlich lässt sich die oben aufgeworfene Frage überaus simpel beantworten. Die Kriminellen wollen Geld oder deine Daten – um dir das Geld auf Umwegen aus den Taschen zu ziehen. Dazu wenden die Betrüger unterschiedliche Maschen an. Bei dem Vorkassebetrug respektive dem Vorauktionsbetrug erfinden die angeblichen Wohnungseigentümer unterschiedliche Gründe, um das Geld vorab zu erhalten. Beispielsweise würden sie sich im Ausland befinden und man müsse zunächst einen Betrag überweisen, bevor einem der Wohnungsschlüssel zugeschickt werden oder ein Besichtigungstermin stattfinden kann. Oftmals leiten die Kriminellen ihre Opfer auch auf professionell wirkende Websites von angeblichen Maklern beziehungsweise Unternehmen, die sich um die Vermietung kümmern sollen, weiter. Auf diese Weise soll Seriosität vorgegaukelt und Nutzerdaten gesammelt werden.

Hast du besonders viel Pech, kannst du auch mit dem sogenannten Wohnungskautionsbetrug konfrontiert werden. Hierbei werden fremde Apartments bei Wohnungsbesichtigungen vorgezeigt. Anschließend bekommen Interessierte recht schnell den Zugriff, müssen jedoch größere Kautionssummen oder Ablösen im Voraus überweisen.

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Falls die Betrüger es auf deine Daten abgesehen haben, werden sie versuchen, möglichst viele Informationen über direkte Nachfragen oder Online-Formulare in Erfahrung zu bringen. Anschließend kannst du dich auf Identitätsdiebstahl oder zielgerichtete Phishing-Angriffe einstellen. Letztere wirken deutlich professioneller als die üblichen Phishing-Mails, da die Betrüger unter Umständen deinen Namen, deine Adresse, deine Bankverbindungen, dein Arbeitsverhältnis und weitere Informationen kennen und ihre Attacken speziell auf dich ausrichten können. Wie du dich vor Phishing schützen kannst, erfährst du in unserem Phishing-Ratgeber.

So enttarnst du Fake-Wohnungsanzeigen

In einigen Fällen wirken die gefälschten Inserate so professionell, dass sie sich nur mit sehr viel Mühe enttarnen lassen. Glücklicherweise sind das eher die Ausnahmen. Die Mehrzahl aller Fake-Immobilienanzeigen ist dagegen recht plump. Auf diese Warnsignale solltest du achten:

  • Befindet sich der Vermieter im Ausland?
  • Ist das Inserat unvollständig?
  • Wiedersprechen sich die Angaben?
  • Fehlen Wohnungsbilder oder wirken sie zu professionell?
  • Ist die Anzeige zu preiswert?
  • Ist die Ausstattung / Möblierung zu umfangreich?

Tipps und Tricks

Die meisten gefälschten Wohnungsanzeigen kannst du alternativ auch umschiffen, indem du ein paar simple Regeln beachtest, als da wären: Niemals in Vorkasse zu gehen – und schon gar nicht, bevor du die Wohnung besichtigt hast. Kautionen und Ablösen werden derweil nur dann fällig, wenn der Mietvertrag bereits unterschrieben wurde. Und Überweisungen solltest du generell lediglich dann tätigen, wenn die Empfänger-Kontonummer (IBAN) ein DE-Länderkürzel aufweist. Und zu guter Letzt noch ein Pro-Tipp: Wirken die Wohnungsbilder wie aus einem Katalog, kann es unter Umständen Sinn ergeben, diese durch die Rückwärts-Bildersuche von Google zu jagen und nach ihrer tatsächlichen Herkunft zu fahnden.

So sollten Betrugsopfer vorgehen

Zunächst einmal solltest du die Bank dazu auffordern, die getätigten Zahlungen zurückzuüberweisen. Bei einer Lastschrift besteht sogar ein achtwöchiger Anspruch auf eine Erstattung. Auch empfiehlt es sich, eine Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. Denn bei einem Betrug handelt es sich keineswegs um eine Lappalie. Auch kannst du den Betrug bei der jeweiligen Immobilienplattform melden.

Sollte nicht dein Geld, sondern deine Daten abhandengekommen sein, empfiehlt es sich zudem, in den folgenden Wochen und Monaten verstärkt auf potenzielle Phishing-Angriffe zu achten und ein besonders hohes Maß an Misstrauen an den Tag zu legen.

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1 KOMMENTAR

  1. Frei

    Das nur weil Hunderttausende Wohnungen fehlen!
    Die Hoffnung doch eine Wohnung zu ergattern, treibt diese verzweifelt Hoffenden zu solchen Leichtsinn.
    Der Staat baut jedes Jahr einige Tausend neue Wohnungen mit unseren Steuergelder.
    Die werden aber nicht durch deutsche Menschen belegt, sondern durch politische fremde Flüchtlinge, die vor durch USA generierten Kriegen fliehen.
    Es kommen jedes Jahr mehr zusätzliche Fremde, als neue Wohnungen errichtet werden, errichtet werden können!
    Und die Fremden werden bevorzugt bedient. Bedürftige Menschen die hier Jahrzehnte ins System eingezahlt haben, landen in ewigen Warteschleife, oder in überteuerten Bruchbuden.

    Dass ist ein weiterer Nachteil den USA durch seine Kriegstreiber-Politik regelmäßig verursacht. (Und damit Deutschland und Europa schadet und es schwächt!)
    USA nimmt aber selbst, kaum politische Flüchtlinge, obwohl USA als verursachender Kriegstreiber diese aufnehmen müsste.
    Die werden in Europa, bevorzugt in Deutschland abgeladen, zum Last von EUCH die es erarbeiten und bezahlen.
    Denkmal mal bitte über diese Zusammenhänge nach…
    Und wählt demnächst eine Partei, die mehr für eigene deutsche Menschen tut…

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