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Zwei E-Bikes direkt aus der Zukunft – ich war auf der Eurobike

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Die Eurobike ist kleiner geworden, doch ihr Herz schlägt nach wie vor für Räder. Drei E-Bikes konnten mich auf meinem Rundgang besonders begeistern. Darunter zwei Pedelecs direkt aus der Zukunft und ein übergroßes Plastik-Spielzeug – im positiven Sinne.
überMORGEN #75 – Intersolar & Eurobike
Bildquelle: KI-generiert / Krea.ai

Rund 800 Aussteller aus 44 Ländern hatten sich vergangene Woche auf der Eurobike 2026 in Frankfurt eingefunden. Hinzu kamen über 15.000 Fachbesucher und knapp 9.000 Bike-Fans. Damit fiel die Messe diesmal deutlich kleiner aus als noch 2025. Haben Pedelecs ausgedient? Mitnichten! Immer mehr Bürger legen sich hierzulande E-Bikes zu. Und auch die Innovation kommt nicht zu kurz. Davon konnte ich mich selbst überzeugen.

Drei Highlights von der Eurobike 2026

Canyon Predict

Bei dem ersten Highlight handelt es sich um einen Prototypen, der möglicherweise ein Fenster in unser aller Zukunft darstellt. Denn das Canyon Predict legt den Fokus auf 360°-Sensorik. Diese ermöglicht es dem Pedelec, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zu analysieren. Droht eine Kollision, warnt das Predict-System automatisch per Vibration im Lenker und Display-Anzeige. Im Idealfall noch bevor der Fahrer selbst die Gefahr erkennt. So bleibt Zeit, zu reagieren, und einen Unfall zu verhindern. Ferner soll das E-Bike der Zukunft auch zig weitere Funktionen bieten – wie etwa Untergrund-Analyse. Welche Features es schlussendlich in die Serienfertigung schaffen, bleibt allerdings unklar.

Canyon Predict auf der Eurobike 2026 Image source: Artem Sandler / inside digital

Hepha Urban X

Während das Canyon Predict den Fokus auf Sicherheit legt, will das Hepha Urban X neue Standards in Sachen urbane Mobilität setzen. Fahrer sollen das Wesentliche im Blick behalten, also die Straße. Und sich nicht mit Knöpfen, Tasten und Touch-Steuerung herumschlagen müssen. Ebendarum lässt sich das Hepha-Konzeptrad einzig über die Pedale steuern. Gangschaltung, Unterstützungsmodi, sogar Bremsen – alles wird automatisiert oder eben über die Pedale reguliert. Zudem soll sich der Akku in nur 15 Minuten auf 80 Prozent laden lassen und Wegfahrsperren bzw. Diebstahlschutz sind ebenfalls an Bord. Bis das Rad auf den Markt kommt, wird es allerdings noch ein bis zwei Jahre dauern.

igus:bikes (E-Variante)

Ein Fahrrad mit Kunststoff-Rahmen hat das Kölner Unternehmen igus bereits länger im Sortiment. Auf der Eurobike wurde nun ein nagelneues E-Bike präsentiert – ebenfalls aus Kunststoff. Und dieser besteht sogar zu 50 Prozent aus recycelten Fischernetzen. Besonders interessant ist, dass das Rad etwas an ein überdimensioniertes Kinderspielzeug erinnert. Das allerdings auf keinen Fall im negativen Sinne. Viel eher stellt das igus:bike einen echten Blickfang dar. Nur leider ist das Pedelec aktuell noch so schwer, wie auffällig – sogar etwas gewichtiger als ein Aluminium-Rad. Kostenpunkt: 2.500 Euro.

Mehr von der Eurobike und Intersolar in unserem Podcast

Mehr spannende Einblicke von der Eurobike und der Solarmesse Intersolar gibt die neueste Folge unseres Podcasts: überMORGEN. Unser Host Johanna Müssiger spricht mit meinem Kollegen Stefan und mir darüber, was die E-Bike- und Solar-Community aktuell wirklich bewegt. Wenn Strom durch deine Adern fließt, solltest du diese Folge also auf keinen Fall verpassen. Verfügbar direkt beim Podcast-Anbieter deines Vertrauens:

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