Viele Autofahrer werden sich noch an Dinge erinnern wie den Vergaser, das Herzstück der Kraftstoffversorgung, oder den Choke, der notwendig war, um beim Kaltstart das Kraftstoff-Luft-Gemisch anzureichern. Unlängst haben elektronische Einspritzsysteme diese Bauteile ersetzt. Und auch im Innenraum von Autos hat sich viel verändert. Kurbelfenster sind ebenso verschwunden wie Kassettenradios und durchgehende Sitzbänke vorne, die Platz für drei Personen boten. Und nun verschwindet das nächste mechanische Bauteil, das durch Elektronik ersetzt wird.
Viele Autofahrer müssen sich umgewöhnen
Wer sich ein neues Auto kaufen möchte und sich zuvor Ausstattungs- und Preislisten ansieht oder seinen Traumwagen in einem Online-Konfigurator zusammenbaut, dürfte schnell merken: Die meisten Modelle gibt es nur noch mit Automatikgetriebe. War früher ein Schaltgetriebe Standard, ist es heute umgekehrt. Bei Neuwagen sucht man als Autofahrer vergeblich nach einer Handschaltung. Was etwa in den USA im Grunde schon immer so war, findet nun auch in Europa und Deutschland Anklang: Automatikgetriebe.
Lange Zeit wollten Autofahrer hierzulande kein Fahrzeug mit Automatikgetriebe. Die Gründe lauteten oft: Automatisierte Getriebe sind unsportlich, träge und treiben den Spritverbrauch in die Höhe. Und viele Autofahrer hatten das Gefühl, besser zu sein und cleverer zu schalten als ein Automatikgetriebe. Doch inzwischen gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund mehr, die Gänge selbst einzulegen. Automatische Alternativen zur manuellen Schaltung sind heute sportlicher und spritsparender. Moderne Wandler-Automatikgetriebe und Doppelkupplungsgetriebe stehen Handschaltgetrieben in nichts mehr nach, vieles können sie sogar besser.
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Doch es gibt noch mehr Gründe, die zu diesem Trend beitragen. Zum einen die Nachfrage. Autofahrer haben es inzwischen gern bequem, was man auch am hohen Einstieg der SUVs sieht. Statt zu kurbeln, drückt man lieber auf einen Taster. Und hat man einmal ein Auto mit Automatikgetriebe gefahren, stellt sich schnell so etwas ein wie: Och, das ist aber komfortabel. Nur noch Gas und Bremse. Kein lästiges Kuppeln und Gängeeinlegen mehr, was sich vor allem in Städten mit viel Stop-and-go-Verkehr bemerkbar macht. Das haben die Amerikaner und Japaner längst verstanden. In den USA liegt der Automatikanteil bei 96 Prozent, in Japan sind es immerhin mehr als 90 Prozent. In Deutschland hingegen waren laut ADAC 2022 etwa 66 Prozent aller Neuwagen mit einem Automatikgetriebe ausgestattet. Es gibt also noch reichlich Autofahrer, die sich in den kommenden Jahren umstellen werden müssen.
E-Autos beschleunigen den Trend
Auch, weil die Frage nach der Schaltung sich in Zukunft ohnehin immer seltener stellen wird. E-Autos nämlich benötigen bauartbedingt kein Schaltgetriebe. Die Elektromotoren liefern sofort Leistung, weshalb Autobauer das 1-Gang-Getriebe entwickelt haben. Ein Getriebe mit einem Übersetzungsverhältnis, das den Elektromotor effektiv regelt und das beste Gleichgewicht zwischen Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit bietet. In Zukunft heißt es für Autofahrer also: Schaltknüppel loslassen und einfach fahren.
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Apropos loslassen: Nach der Gangschaltung ist das Lenkrad das nächste, was wir im Auto bald nicht mehr in der Hand haben müssen. Bereits heute fahren Autos auf den Straßen autonom. In Zukunft wird man hinterm Steuer eher der Fahrgast denn der Lenker und Autofahrer sein. Die Automatisierung des Autos mag dem einen oder anderen vielleicht nicht gefallen, doch sie macht den Verkehr Schritt für Schritt sicherer, effizienter und schneller. Menschliche Fehler werden so allmählich ausgemerzt und Technik und Elektronik übernehmen das Kommando. Dieses Duo steckt noch immer in den Kinderschuhen, wird irgendwann aber in Verbindung mit künstlicher Intelligenz dafür sorgen, dass der Verkehr, egal, wie dicht er ist, fließt. Und das Auto, wie wir es heute kennen, wird es nicht mehr geben.


Fakt ist: Automatik Getriebe haben einen höheren Verbrauch. Kann ich direkt vergleichen mit Privat Auto Ford Tourneo Schaltgetriebe ca 8l/100km und Arbeitsauto Ford, die kleinere Variante Automatik Getriebe 10-11l/100km.
Glaube niemandem, der nicht „Automatikgetriebe“ schreiben kann 🙄
Ich fahre beide Autos Schaltgetriebe und Automatic. Schaltgetriebe hat weniger Reparaturen, Schaltgetriebe geht normal nicht kaput, weniger Wartung, Spritverbrauch ist weniger. DSG Getriebe und auch Wandlergetriebe haben keine lange Laufleistung, es gibt kaum Automaticfahrzeuge mit 300.000 Kilometer und mehr. Aber das will auch keiner mehr. Fahre Schaltgetriebe mit 300.000, 380.000 und 450.000 Kilometer Laufleistung. Das schafft kein Automatic bei 200.000 Kilometer DSG defekt, bei 150.000 Kilometer DSG defekt. Elektroautos schaffen ueberhaupt keine 200.000 Kilometer. Das wissen auch Hersteller bei 8 Jahren bzw 160.000 ist Ende.
Aber das will ja keiner in vier Jahren stehen die Werkstattparkplätze voll mit Leasingrueckläufer von E- Autos. Das ist dann CO2 neutrag. Wer glaubt wird sellig, traue keiner Statistik welche du selbst gefaelscht hast.
Automatic sellig neutrag – wenn du verstehst, was ich meine…
Ebenfalls Fakt ist, mit einem Schaltgetriebe ist es praktisch unmöglich, Gas und Bremse zu verwechseln.
Ich kenne auch bis heute keinen Wagen mit Automatikgetriebe, der wirklich weniger als sein Pendant mit Schaltgetriebe verbraucht. Vielleicht in irgendeinem optimierten Testzyklus, aber nicht in der Realität. Der Grund für die zunehmende Verbreitung der Automatik dürfte eher darin liegen, dass sich bestimmte zukünftig vorgeschriebene Assistenzsysteme nur schwer oder gar nicht mit einem manuellen Schaltgetriebe vereinbaren lassen.
Technik hat die Lösung, Politik nie und verhindert Lösungen. Der Verbrennermotor basiert auf eine Physikalische Anomalie, weswegen er so eine Erfolgsgeschichte ist. Er ist noch lange nicht ausgereizt, es gibt Entwicklungen, die aber erfolgreich IGNORIERT werden. Ich kenne mindestens fünf Entwickler und Ideen. Aber nicht einmal das bekannte wird konsequent angewendet und fällt Politik und Sparzwang zum Opfer. Europa ist politisch in die Irre geführt worden und wird dafür bezahlen. Ihr habt die gewählt – bedankt Euch bei denen und geniesst den Untergang.
Die Nachfrage nach Automatikgetrieben mit ihren Nachteilen ist maßgeblich eine Folge des Downsizing-Trends. Winziger Motor, Turbo dazu. Tolle Leistung und Verbrauch auf dem Papier, keines von beiden in der Realität. Und Drehmomentkurven die eine Handschaltung quasi verbieten.
So schön diese ganzen Innovationen sein mögen. Ich persönlich mag mich da nicht so recht mit anfreunden wollen. Automatikgetriebe ok, aber E-Antrieb (noch wenig ausgereift und überzeugend) oder autonomes Fahren geht für mich schon gar nicht. Denn noch immer haftet man selbst,auch wenn der Wegbegleiter den Fehler gemacht hat. Solange es eben geht bleibe ich bei *meinem* Standard. Passt auf Euch auf 👍👍👍