Reolink kündigt mit der OMVI X16 PoE das Spitzenmodell seiner neuen OMVI Series an. Die Kamera soll im dritten Quartal 2026 zu einem Preis zwischen 450 und 550 Euro erscheinen. Was sie von der Konkurrenz abhebt: eine permanente 180-Grad-Panorama-Übersicht kombiniert mit einem PTZ-Objektiv, das 360 Grad abdeckt, ein 16-facher optischer Zoom für Detailaufnahmen auf Distanz und keine Abo-Kosten für KI-Funktionen, die andere Hersteller hinter monatlichen Gebühren verstecken.
Mit 180-Grad-Panorama und 360-Grad-Tracking
Klassische PTZ-Kameras arbeiten mit einem einzelnen Objektiv, das sich motorisiert dreht. Schwenkt die Kamera nach links, ist rechts niemand mehr im Bild. Bei der OMVI X16 PoE löst Reolink dieses Problem mit einer sogenannten Triple-Lens-Architektur. Dabei sitzt oben eine 16-MP-Panoramakamera mit Doppelobjektiv, die permanent eine 180-Grad-Übersicht liefert. Darunter arbeitet ein separates 8-MP-PTZ-Objektiv, das sich unabhängig schwenken und neigen lässt. Zusammen ergibt das eine Gesamtauflösung von 24 Megapixeln.
Wenn die Panoramakamera eine Bewegung erkennt, richtet sich das PTZ-Objektiv automatisch aus und verfolgt das Objekt. Dabei ermöglichen drei eingebaute Motoren ein endloses 360-Grad-Schwenken sowie eine vertikale Neigung von 95 Grad. Wie der Name verrät, setzt die Kamera auf Power-over-Ethernet: Ein einziges Netzwerkkabel liefert Strom und Datenverbindung, was die Installation deutlich vereinfacht.
In der Reolink-App hast du jederzeit einen Überblick parallel auf einem Bildschirm. Jedoch war das App-Layout zum Zeitpunkt des Events recht unübersichtlich. Teilweise musste man nach Funktionen in der App in Unterpunkten suchen.
16-facher optischer Zoom: Details auf Distanz
Optischer Zoom ist bei Überwachungskameras der entscheidende Faktor für verwertbare Detailaufnahmen auf Distanz. Denn anders als beim digitalen Zoom gehen dabei keine Bildinformationen verloren. Die OMVI X16 PoE bietet 16-fache optische Vergrößerung in 4K-Auflösung. Kennzeichen, Gesichtszüge oder Kleidungsdetails lassen sich damit auch über größere Entfernungen identifizieren, ohne dass das Bild pixelig wird. Die Auto-Framing-Funktion zoomt dabei dynamisch heran und hält das Ziel zentriert im Bild. Mit Redakteuren auf dem Event hat das gut funktioniert. Hierbei wurden Medienvertreter am anderen Ende des Raumes (etwa 25 Meter Entfernung) problemlos und schnell erkannt.
Keine Abo-Kosten – anders als bei der Konkurrenz
Die wohl beste Eigenschaft des Reolink-Flaggschiffs ist, dass vollständig auf ein Abo-Modell verzichtet wird. Sämtliche Funktionen stehen dir ohne monatliche Zusatzkosten zur Verfügung. Darunter fallen die KI-gestützte Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung, die lokale Videosuche, mit der sich Szenen anhand von Suchbegriffen finden lassen, und die Cloud-freie Speicherung auf microSD-Karten bis 512 GB. Das gesamte KI-Processing läuft direkt auf deinem Gerät. Dabei wird kein Videomaterial in die Cloud hochgeladen.
Im aktuellen Markt ist das alles andere als üblich: Hersteller wie Ring, Arlo oder Tapo koppeln zentrale Funktionen an kostenpflichtige Cloud-Abonnements. Bei Reolink ist der volle Funktionsumfang ab Kauf inklusive. Noch ist die Reolink OMVI X16 PoE nicht im Handel erhältlich. Sie soll im dritten Quartal 2026 zu einer UVP zwischen 450 und 550 Euro erscheinen.
