TV-Besitzer fassungslos: Diese Zwangs-Funktion nervt zahlreiche Nutzer

2 Minuten
Das sich Fernsehanstalten und Streaming-Anbieter mit Werbeanzeigen finanzieren, ist nichts neues. Allerdings wächst die Konkurrenz, denn gerade die Möglichkeiten der Smart-TVs wecken neue Begehrlichkeiten.
Hisense Smart-TV QLED 4K UHD
Bildquelle: Aldi

Eigentlich sind Smart-TVs eher All-in-One-PCs wie etwa ein Apple iMac als klassische Fernseher. Hinter den großen Bildschirmen stecken zumeist leistungsfähige Prozessoren, die in Zusammenarbeit mit einem Betriebssystem eine Vielzahl weiterer Dienste ermöglichen – das beginnt beim Streaming und reicht bis hin zu Spielen.

Diese App-Plattformen bieten aber auch den Herstellern der smarten Fernseher ganz neue Möglichkeiten für zusätzliche Einnahmen. Sie können eigene Dienste anbieten und ihre Geräte in eigene Ökosysteme etwa für die Steuerung des smarten Zuhauses einbinden. Es geht allerdings noch einfacher. Schon Samsung hat sich daran versucht, den Nutzern seiner Smart-TVs zusätzliche Werbung unterzujubeln, und auch Hisense ist dieser Geldquelle nicht abgeneigt, wie Tom’s Hardware berichtet.

Hisense lässt sich den Senderwechsel „bezahlen“

Bereits 2022 entdeckten Nutzer von Smart-TVs des Herstellers Werbeanzeigen im Auswahlmenü der Eingänge. Nun will man von den Möglichkeiten offenbar in erheblich größerem Umfang Gebrauch machen. Demnach werden auf einer Reihe von Hisense-TVs schon dann Werbeeinblendungen angezeigt, wenn der Nutzer lediglich den Homescreen aufruft oder auch nur den Sender wechselt.

Der Hersteller erklärt in einer Stellungnahme, dass es sich lediglich um einen sogenannten Spot-Test in Spanien handelte. Demnach hat man in einem zeitlich begrenzten Rahmen getestet, mit welchen Werbeformaten sich kostenfreie Inhalte verknüpfen lassen. Dabei wurden weder die Funktionen der Geräte begrenzt, noch die Hauptfunktionen eingeschränkt.

Ganz aufrichtig ist Hisense den Recherchen zufolge jedoch nicht. Sowohl im englischen als auch im deutschen Sprachraum wurden entsprechende Werbeanzeigen gesichtet. Und diese erreichen auch nicht alle Fernseher gleichermaßen. Hisense scheint zwischen den Preisklassen zu differenzieren. Die zusätzlichen Anzeigen spielt man dem Bericht zufolge nur auf den günstigeren Modellen des Herstellers aus. Käufer der höherpreisigen Smart-TVs bleiben demnach verschont.

Auch Geräte anderer Hersteller betroffen

Und nicht nur die Nutzer von Hisense-Modellen müssen mit der zusätzlichen Werbung leben. Auch die Smart-TVs anderer Marken sind betroffen. Der Konzern kooperiert unter anderem mit Akai, Loewe, Schneider und Toshiba und liefert unter anderem OLED-Displays, aber auch das VIDAA-Betriebssystem.

Allerdings kann man dem übergriffigen Gebaren von Hisense einen Riegel vorschieben. Der nachhaltigste Weg wäre sicherlich das Kappen der Internetverbindung. Es geht jedoch offenbar noch einfacher. Bei Nutzern, die den Support mit der ID des Fernsehers über eine – vermutlich – australische E-Mail-Adresse (service.tv.au@hisense.com) kontaktierten, schaltete Hisense die Werbeanzeigen dem Bericht zufolge ab.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein