Der Konzern greift gleich an mehreren Stellen zu. Betroffen sind ältere DSL-Tarife, kostenpflichtige MultiSIMs und zusätzliche PlusKarten. Das trifft nicht nur Neukunden. Auch viele Bestandskunden zahlen bald mehr. Brisant ist vor allem die Mischung. Ein Teil der Änderungen gilt schon seit Februar. Der nächste Schritt folgt am heutigen 1. April. Für manche Kunden bleibt es deshalb nicht bei einem kleinen Aufschlag. Wer DSL- und Mobilfunkkunde ist, zahlt gleich an mehreren Stellen mehr. Die Erhöhungen betreffen ausgerechnet Nutzer, die schon länger dabei sind oder mehrere Karten im Einsatz haben. Genau dort wird es nun spürbar teurer.
Ältere DSL-Verträge werden teurer
Im Festnetz trifft es vor allem ältere DSL-Verträge. Gemeint sind Tarife, die vor April 2023 abgeschlossen wurden. Dort steigt der monatliche Preis um 2 Euro. Aus 44,95 Euro werden dann beispielsweise 46,95 Euro. Mehr Leistung gibt es dafür nicht. Die Geschwindigkeit bleibt gleich. Neue Extras kommen ebenfalls nicht dazu. Die Telekom begründet den Schritt mit höheren Kosten für Netz und Service. Kunden seien vorab informiert worden. Wer nichts unternimmt, läuft mit dem Vertrag zu den neuen Konditionen weiter. Genau das dürfte viele Kunden ärgern. Denn der Aufpreis bringt im Alltag keinen sichtbaren Vorteil.
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Auch PlusKarten und MultiSIMs kosten mehr
Im Mobilfunk fällt vor allem die Änderung bei den PlusKarten auf. Die erste PlusKarte bleibt bei 19,95 Euro im Monat. Ab der zweiten Zusatzkarte wird es aber teurer. Der Preis steigt von 9,95 Euro auf 14,95 Euro. Diese Änderung gilt bereits seit dem 4. Februar. Bestehende PlusKarten bleiben nur dann beim alten Preis, wenn am Tarif nichts verändert wird. Wer später erweitert, landet schnell beim höheren Betrag. Gerade Familien dürften das merken.
Noch direkter wirkt die nächste Erhöhung. Die Preise für kostenpflichtige MultiSIMs steigen zum 1. April von 4,95 Euro auf 6,95 Euro im Monat. Das sind 2 Euro mehr je Karte. Prozentual ist das ein kräftiger Sprung. Geschäftskunden sind davon aber offenbar nicht betroffen.
Treue Kunden spüren die Summe besonders stark
Die einzelne 2-Euro-Erhöhung ist für viele Kunden sicherlich weniger das Problem. Das Problem liegt in der Summe. Ein älterer DSL-Vertrag kostet mehr. Zusätzliche PlusKarten kosten mehr. MultiSIMs kosten ebenfalls mehr. Wer mehrere dieser Produkte nutzt, zahlt an mehreren Stellen gleichzeitig mehr.
Wer lange bei der Telekom ist und mehrere Geräte oder Familienmitglieder versorgt, spürt die Erhöhungen besonders schnell. Im Extremfall kommen allein bei den MultiSIMs bis zu 14 Euro zusätzlich pro Monat zusammen, wenn ein Kunde die maximal mögliche Anzahl an Geräten nutzt. Nicht jeder Aufpreis bringt dabei einen Gegenwert. Beim DSL bleibt die Leistung unverändert. Auch bei MultiSIMs und zusätzlichen PlusKarten ist kein echter Mehrwert zu erkennen. Für viele Bestandskunden steigt damit vor allem eins: die monatliche Rechnung. Möglich, dass die Rechnung der Telekom nach hinten losgeht und der eine oder andere Kunde sich nach anderen Angeboten umschaut, sodass der Umsatz mit diesem Kunden ganz verloren geht.
