Stiftung Warentest: Mähroboter im Test - ein Debakel in acht Akten

4 Minuten
Die Gartensaison rückt näher. Und genau das hat die Stiftung Warentest zum Anlass genommen, acht Mähroboter für den Rasen genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis könnte deutlicher nicht ausfallen. Hinsichtlich der Sicherheit haben alle getesteten Modell so ihre Probleme.
Mähroboter fährt auf einem Rasen.
Die Stiftung Warentest hat acht aktuelle Mähroboter in den Test geschickt.Bildquelle: Jerry Bergquist / Shutterstock.com

Die Stiftung Warentest meldet sich pünktlich zur mit großen Schritten nahenden Gartensaison mit einem Test von acht Mährobotern für den Rasen zu Wort. Das Ergebnis der zwischen 570 und 1.750 Euro teuren Modelle fällt ernüchternd aus. Zwar erledigen einige der intelligenten Helfer die ihnen zugetragenen Kernaufgaben gut, es hapert aber bei allen getesteten Modellen an der Sicherheit. Und das wirkt sich auch auf das Gesamturteil aus.

Mähen können mehrere Mähroboter gut

Unterteilt wurde der neueste Test der Stiftung in vier Segmente: das Mähen, die Handhabung, die Sicherheit und – sofern verfügbar – das Datensendeverhalten der zugehörigen App. Ein gutes Mähverhalten bescheinigen die Tester der Stiftung Warentest dem Husqvarna Automower 305, dem Stihl iMow RMI 422 und dem Worx Landroid M700 Plus WR167E. Sie sind auch in der Handhabung gut. Genauso wie der Gardena Sileno minimo, 500 m², der aber beim Mähen nur durchschnittlich bewertet wurde, weil er a) zu lange für eine Fläche von 200 m² benötigt und b) mit der Anpassung an komplexe Flächen teilweise Probleme hat.

Viel wichtiger ist aber, dass es alle getesteten Rasenmähroboter noch immer mit der Sicherheit nicht genau genug nehmen. Zwar habe sich im Vergleich zu einem ähnlichen Test von vor zwei Jahren einiges verbessert, keiner der Roboter-Rasenmäher schaffte es aber im Test-Segment Sicherheit besser als „ausreichend“ abzuschneiden. Der rund 1.000 Euro teure Robomow RT700 kassierte sogar ein „mangelhaft“, was auch in der Endnote zu dieser Bewertung führte – durchgefallen!

Grund: Sein Hebesensor funktionierte im Test nicht richtig. Mähroboter sollen, wenn sie länger als 10 Sekunden angehoben werden, stoppen und dürfen dann nicht selbstständig wieder starten. Das tut der Robonow nach Angaben der Tester aber, die deswegen eine zu große Verletzungsgefahr bei diesem Mähroboter-Modell sehen.

Kinderarme in Gefahr!

Um die Sicherheit der Mähroboter auf die Probe zu stellen, hat die Stiftung Warentest mit passenden Attrappen vorrangig die Sicherheit von Babys und Kleinkindern untersucht. Das Ergebnis: Während der Fuß eines krabbelnden Kleinkindes inzwischen relativ sicher ist und nicht ins Messer gerät, wurde ein liegender Kinder-Prüfarm von allen Geräten mit Ausnahme des Einhell Freelexo angeschnitten. Für die Tester ist das zwar kein alltägliches Unfallszenario, sollte aber trotzdem nicht geschehen.

Laut Stiftung Warentest klappt es grundsätzlich nicht, die Mähroboter einfach in den Garten zu setzen und losfahren zu lassen. Vielmehr brauchen sie Betreuung. Insbesondere bei Gärten jenseits von 200 Quadratmetern, mit Böschungen, Bäumen und Engstellen benötigen manche Rasenmähroboter ewig. Und sie finden bestimmte Ecken zu selten oder hängen mit einer Störung irgendwo fest. Auch Hanglagen können zu Problemen führen. Denn die von einigen Herstellern versprochenen Angaben zur mühelosen Bewerkstelligung von Steigungen sollte man mit Vorsicht genießen, mahnen die Warentester.

Die besten Mähroboter im Test

Testsieger – wenn man es so nennen möchte – wurde mit einem „befriedigend“ und einer Endnote 2,6 der Husqvarna Automower 305. Vor dem Stihl iMow RMI 422 (2,7) und dem Gardena Sileno minimo (2,8), der sich hauptsächlich für kleinere Gärten mit nicht zu starkem Gefälle eignet. Gerade noch zu einer Benotung im Dreierbereich reichte es für den Greenworks Optimow 4 und den Works Landroid M700.

Letztgenannter hätte sich den Testsieg sichern können. Nach Drücken der Stopptaste in der Ladestation fährt er gemäß Zeitplan aber wieder an; ein Sicherheitsmangel, der zur Abwertung führte. Ein „ausreichend“ erhielten die Mähroboter Bosch S+ 500 und Einhell Freelexo 500 BT.

Den kompletten Test zu den besten Mährobotern des Jahres 2022 findest du in der April-Ausgabe des Magazins „test“. Auf Wunsch ist der Testbericht auch online abrufbar.

Deine Technik. Deine Meinung.

2 KOMMENTARE

  1. Heinz Multhaup

    Sehr gut.

    Antwort
  2. *

    Wenn man Datenschutz braucht wechselt man und wenn es jemanden egal ist soll die EU den auch in ruhe lassen

    Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein