Sonnenfinsternis mit dem Handy fotografieren: Das solltest du beachten

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Heute schiebt sich der Mond vor die Sonne. Sonnenfinsternis über Deutschland. Klar zückst du das Handy. Doch ungefiltert draufhalten kann dich den Kamerasensor kosten, und schön wird das Foto trotzdem nicht. Was du wirklich beachten musst, damit weder Auge noch Handy Schaden nehmen.
Ein Handy fotografiert die Sonnenfinsternis.
Das solltest du besser nicht tun: Mit dem Handy die Sonnenfinsternis fotografierenBildquelle: ChatGPT

Sonne weg, Handy raus. So läuft das heute Abend an Tausenden Orten. Der Mond schiebt sich vor die Sonne, bis zu 90 Prozent verdeckt er sie, in Berlin rund 85. Auf Mallorca ist die Sonnenfinsternis sogar komplett. Ein Anblick, den es hier lange nicht gab. Und natürlich willst du ihn haben. Ein Foto. Fürs Album, für den Status, für später. Nur: Genau das kann teuer werden. Für dein Auge. Und für dein Handy. Zwei Warnungen liegen vor, eine von der NASA, eine vom Bundesamt für Strahlenschutz. Sie sagen dasselbe. Ohne Filter: Lass es lieber!

Wann und wohin du schauen musst

Die Finsternis beginnt je nach Ort zwischen 19:11 und 19:24 Uhr, ihr Maximum erreicht sie zwischen 20:05 und 20:17 Uhr. In Berlin verdeckt der Mond dann rund 85 Prozent der Sonne, im Südwesten mehr: In Freiburg sind es gut 90. Das Ende? Siehst du nicht. Egal, wo du stehst, die Sonne geht noch teilverfinstert unter.

Wichtiger als jede Technik ist deshalb die freie Sicht. Die Sonne steht im Maximum nur 1 bis 7 Grad über dem Horizont, keine Handbreit. Blickrichtung Westnordwest. Steht da ein Hügel, ein Hochhaus, ein Waldrand, war es das mit deinem Spektakel. Zum Vergleich: So tief verdunkelt wie heute war die Finsternis im März 2025 nicht. Und die nächste in dieser Größe kommt erst 2081. Du hast also genau einen Versuch.

Warum dein Handy in Gefahr ist

Der Reflex ist immer derselbe: Draufhalten, Auslöser, fertig. Dabei ist die Sonne kein Motiv wie jedes andere. Richtest du die Linse ungefiltert direkt auf sie, kann der Sensor deines Handys Schaden nehmen. Das bestätigte die NASA 2024. Mit Zoom oder Vorsatzlinse wird es noch heikler.

Das Bundesamt für Strahlenschutz wird noch deutlicher. Ohne Filter vor der Optik solltest du die Handykamera gar nicht erst zücken. Der Grund, so eine Sprecherin: „der Chip vom Handy kann dabei kaputt gehen“. Ob teures Flaggschiff oder Billig-Handy, der Physik ist das egal. Die Optik wirkt wie eine Lupe, bündelt das Sonnenlicht auf einen Punkt, und dann wird es heiß.

Und der schlaue Trick, einfach aufs Display zu gucken statt in die Sonne? Rettet dein Auge. Dein Handy nicht. Die Kamera hält weiter voll drauf.

So machst du es richtig

Der Schutz ist billig und simpel. Ein Filter vor die Linse, fertig. Nimm die Folie einer zertifizierten Sonnenfinsternis-Brille (Norm ISO 12312-2) oder eine Solarfolie und deck die Linse komplett ab. Eine normale Sonnenbrille reicht nicht. Getönte Gläser aus der Schublade erst recht nicht.

In Deutschland bleibt der Filter die ganze Zeit dran. Abnehmen dürftest du ihn nur in einer Totalität, und die gibt es hier nicht. Fürs Auge gilt exakt dasselbe: zertifizierte Brille auf, niemals ungeschützt hinschauen. Das Perfide am Netzhautschaden: Er tut nicht weh. Du merkst ihn erst, wenn es zu spät ist.

Und das Motiv? Verabschiede dich von der riesigen Sonne im Bild. Im Weitwinkel deines Handys bleibt sie ein Pünktchen. Die NASA rät zum Gegenteil: Fang die Landschaft ein, die seltsame Dämmerung, das fahle Licht. Stativ dazu, Selbstauslöser an – dann wackelt auch nichts.

Und was kommt am Ende raus?

Ehrlich gesagt: nicht viel. Selbst wenn du alles richtig machst, bleibt die Sonne ein Punkt tief überm Horizont. Das große, scharfe Finsternisbild aus dem Netz entsteht mit Teleobjektiv und Filter. Nicht mit der Handy-Automatik.

Am Ende noch eine Notiz zu den Handynetzen: Wer die Finsternis dort erlebt, wo sie total ist, in Nordspanien etwa oder auf Mallorca, muss sich ums Netz weniger sorgen. Telefónica España hat nach eigenen Angaben eigens aufgerüstet – in 31 Provinzen und an 2.756 Standorten. Mit o2 hierzulande hat das nichts zu tun. Das deutsche Netz läuft im Normalbetrieb. Doch dort, wo viel Traffic zu erwarten ist, soll das Netz vorbereitet sein – auch für Roaming-Kunden.

Wenn du also ohnehin damit liebäugelst, deinem Kamera-Handy langsam mal ein Upgrade zu gönnen, hätten wir da natürlich etwas für dich. In unserer Bestenliste findest du die Top 10 der beliebtesten Smartphones. Auf Platz 1: Das Samsung Galaxy A57.

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