Neue Pflicht-Kennzeichnung: Worauf Autofahrer jetzt achten müssen

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Lange ist es nicht her, dass die Regierung eine neue Pflicht-Kennzeichnung im Automobilsektor verabschiedet hat. Diese soll sowohl das Klima als auch die Fahrer unterstützen. Für Autokäufer ist die Kennzeichnung besonders wichtig.
Autokennzeichen

Neue Pflicht-Kennzeichnung: Worauf Autofahrer jetzt achten müssen

Die ganzen Energiewende-Maßnahmen trafen Autofahrer mit am schwersten. Sei es durch steigende Betriebskosten oder räumliche Einschränkungen. Im Jahr 2024 hat das damalige Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) eine weitere Regelung eingeführt, die sich maßgeblich auf Hersteller und Händler, aber auch auf Endverbraucher auswirken sollte. Diesmal jedoch zugunsten aller Pkw-Fahrer. Nur wissen Autokäufer oftmals nicht, dass es die neue Kennzeichnung überhaupt gibt.

Kennzeichnungspflicht für Pkws

Ab Mitte 2024 müssen Hersteller und Händler alle Neufahrzeuge mit einer speziellen Pkw-Kennzeichnung versehen. Ein entsprechendes Label fasst Informationen wie die Energieverbrauchs- und Emissionswerte übersichtlich zusammen und macht diese Autokäufern zugänglich. Dazu sollen künftig auch Angaben zu vier unterschiedlichen Fahrtmodi: „Innenstadt“, „Stadtrand“, „Landstraße“, „Autobahn“ gehören.

Ergänzend umfasst die Kennzeichnung Informationen zu den „möglichen“ CO₂-Kosten der kommenden zehn Jahre. Das soll einen großen Einfluss auf die Betriebskosten von Verbrenner-Fahrzeugen haben. Folglich könnten sich Autokäufer dank der neuen Pkw-Labels für effizientere Autos entscheiden und langfristig weniger Geld ausgeben. Auch, weil das Label über die jährlichen Energiekosten bei einer angenommenen Laufleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr sowie die aktuelle Kfz-Steuer informiert.

„Die verbesserte Kennzeichnung von neuen Pkws bringt mehr Transparenz beim Autokauf“, so Robert Habeck (Grüne), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. Das neue Label ermögliche eine informierte Kaufentscheidung, die das Klima schützen und den Geldbeutel schonen würde. Dabei gibt es für jede Antriebsart – auch Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge – ein eigenes Label.

Label soll in den Fokus rücken

Technisch basieren die neuen Pkw-Labels auf Werten, die durch das angeblich „realitätsnähere“ Messverfahren (WLTP) ermittelt werden. Ferner orientiert sich die Einteilung in CO₂-Emissionsklassen an absoluten CO₂-Emissionen. Auf diese Weise wollte das BMWK verhindern, dass besonders große und schwere Fahrzeuge ausschließlich aufgrund einer höheren Masse in eine bessere CO₂-Klasse rutschen.

Händler und Hersteller müssen die neuen Hinweise einerseits direkt am Fahrzeug anbringen und andererseits in Online-Fahrzeug-Konfiguratoren anzeigen. Zudem müssen sie die Informationen auch am Verkaufsort aushängen. Für Autokäufer ist es ratsam, bei ihrer Suche auf entsprechende Labels zu achten. Allein schon deshalb, weil Sprit aktuell ziemlich teuer ist und man anhand der neuen Kennzeichnung gut erkennen kann, wie sparsam ein Auto ist.

Im Jahr 2025 hat die Europäische Kommission eine Überprüfung der zugrunde liegenden EU-Richtlinie durchgeführt. Auf Basis dieser Evaluation soll die Richtlinie noch 2026 überarbeitet werden.

Bildquellen

  • Urteil zum Umwelt-Tempolimit: Dürfen E-Autos trotz Schild schneller fahren?: nitpicker / shutterstock.com
  • Neue Pflicht-Kennzeichnung: Worauf Autofahrer jetzt achten müsse: Roberto La Rosa / shutterstock.com

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