Du hast dich bestimmt schon mal gefragt, was eigentlich die Parkside-Artikel im Kaufland zu suchen haben. Das ist doch eine Eigenmarke von Lidl? Doch gehören sowohl der Discounter als auch der Supermarkt zur Schwarz-Gruppe. Und seit 2023 verkaufen beide die Werkzeug-Artikel von Parkside. Laut Kaufland sind diese auch im Supermarkt stark nachgefragt. Warum soll man es also bei dem einen Marken-Coup belassen? Das dürfte sich auch die Schwarz-Gruppe gedacht haben. Denn auf einmal tauchen immer mehr Lidl-Eigenmarken bei Kaufland auf. Diese Produkte sind nach der Werkzeug-Marke als Nächstes dran.
Mehr Lidl-Produkte bei Kaufland
Lidl ist der kompakte Discounter für den schnellen Einkauf, mit Fokus auf Eigenmarken und einem selektierten Sortiment. Kaufland hingegen kommt als Vollsortiment-Supermarkt mit größerer Fläche und einem breiteren Angebot (inklusive weiterer Dienstleister wie Bäcker, Apotheken und so weiter) daher. Die beiden Lebensmittelhändler ergänzen sich, genauso wie Edeka und Netto oder Rewe und Penny.
Kaufland will von den erfolgreichen Eigenmarken der Lidl-Tochter profitieren. Mit Parkside klappt das bereits gut. Jetzt sollen jedoch weitere Nonfood-Marken hinzukommen. Zunächst betrifft das Artikel von Crivit (Sportswear und -Equipment) und Silvercrest (elektrische Küchen- und Haushaltsgeräte). „Die Produkte werden dauerhaft für unsere Kundinnen und Kunden in unseren Filialen erhältlich sein und wir bringen zusätzlich immer wieder neue oder besondere Artikel dieser Marken über das Aktionssortiment in unsere Regale“, so Kaufland-Einkaufsvorstand Jochen Baab.
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Jetzt auch bei Kaufland: Parkside, Silvercrest & Co.
Nach Crivit und Silvercrest sollen perspektivisch noch Livarno (Wohnen & Einrichtung), Esmara (Mode & Accessoires) und Lupilu (Baby & Kind) folgen. Die Lidl-Produkte werden das Kaufland-Sortiment erweitern, jedoch nicht bekannte Markenprodukte ersetzen, wie Baab betont. Allerdings sollen die Kaufland-Eigenmarken Spice & Soul (Küche), Kuniboo (Babys und Kinder), Newcential (Sport), Switch on (Elektrogeräte), Oyanda (Kleidung) und Liv&Bo (Möbel) tatsächlich Stück für Stück aus den Regalen verschwinden, wie es jetzt in einer Pressemitteilung heißt.
Die Schwarz-Gruppe bündelt die Eigenmarken im Nonfood-Segment von Lidl und Kaufland mit einem klaren Ziel dahinter. Es gäbe bereits zu viele Marken und eine regelrechte „Inflation der Labels“ auf dem Markt. Mit dem Zusammenschluss wolle man für „Sicherheit und Orientierung“ bei den Kunden sorgen und so die Eigenmarken weiter pushen. Ob der Plan aufgeht, wird sich zeigen.
Fazit: Wird Kaufland der Coup gelingen?
Bei Parkside hat es offenbar laut Eigenaussage von Kaufland bereits gut funktioniert. Die Werkzeugartikel kommen sowohl bei Lidl als auch bei Kaufland gut an. Der Supermarkt sieht hier Potenzial für mehr und will das Erfolgsrezept nun auch auf andere Non-Food-Eigenmarken ausweiten. Die Eigenmarken der Schwarz-Gruppe sollen so mehr Sichtbarkeit erlangen und für weniger interne Konkurrenz sorgen.
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Das kann durchaus funktionieren, doch könnten Kunden dem zunächst skeptisch gegenüberstehen. Womöglich vermissen sie die jetzt verschwindenden Eigenmarken und wandern dann gleich zur Konkurrenz ab. Vielleicht gehen die meisten Kauflandkunden aber auch nicht wegen der Eigenmarken in den Supermarkt, sondern mehr wegen der Markenprodukte der großen Konzerne. Grundsätzlich zeigt Kaufland mit diesem Schritt, dass die Eigenmarken kontinuierlich überprüft werden und ihre Beliebtheit ausschlaggebend für den Fortbestand ist. So sehr, dass man schon zu den Produkten der Discountertochter greift, um etwas von dem Kuchen abzubekommen. Da stampft man sogar die eigenen Versuche ein. Wie das bei den Kunden ankommt, bleibt ebenfalls abzuwarten.
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