Der Staat verteilt wieder Geld fürs gute Gewissen. Wer sich ein neues E-Auto kauft, soll mindestens 1.500 Euro zurückbekommen, maximal sind 6.000 Euro drin. Beschlossen hat das der Bundestag, beantragen kann man zwar noch nichts, da die digitale Plattform fehlt. Aber: Sie soll im Mai kommen. Und dann gibt es für Autokäufer rückwirkend Geld zurück. Wer aber bekommt „nur“ die 1.500 Euro und wer kann sogar 6.000 Euro vom Staat verlangen?
E-Auto, Hybrid und Einkommen entscheiden
Das heißt: Das neue Förderprogramm gilt rückwirkend ab Jahresanfang. Wer also 2026 schon ein E-Auto gekauft hat, darf hoffen. Wer beim Kauf noch zögert, bekommt jetzt einen Anreiz. Klimaneutrale Mobilität nennt sich das im Gesetz. Klingt sauber, ist aber wie so oft vor allem eins: kompliziert.
Denn wie viel Geld es gibt, hängt nicht nur vom Auto ab, sondern auch vom Einkommen. Wer weniger verdient, bekommt mehr. Für reine Elektroautos sind 3.000 Euro die Basis. Unter 60.000 Euro Haushaltseinkommen werden daraus 4.000, unter 45.000 sogar 5.000 Euro. Kinder bringen Bonuspunkte, 500 Euro pro Kopf, gedeckelt bei 1.000 Euro.
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Weniger lukrativ wird es für Plug-in-Hybride, also jene Fahrzeuge, die Sprit und Strom tanken. Hier startet die Förderung bei 1.500 Euro. Auch Autos mit Range Extender, bei denen ein kleiner Verbrenner die Batterie rettet, landen in dieser Kategorie. Halb elektrisch, halb gefördert.
Neues Geld aufgetaucht
Ganz neu ist das alles nicht. Schon 2016 gab es den Umweltbonus. Wer damals ein E-Auto kaufte, bekam 2.000 Euro dazu. 2018 stieg der Betrag auf bis zu 6.000 Euro. Doch 2023 wurde die Prämie abrupt gestrichen. Das Haushaltsurteil aus Karlsruhe hatte die Kasse geleert, die rot-grüne Regierung zog den Stecker früher als angekündigt. Und während sich die neue Regierung gegen das Verbrennerverbot stemmt, hat sie nun ganz offensichtlich wieder Geld gefunden, mit dem man die Elektromobilität fördern will.
