Der Winter überzieht Deutschland mit einer Kältewelle. Und während es draußen friert, will man es zumindest drin warm haben. Doch Heizen wird auch 2026 tendenziell teurer, vor allem mit Gas. Die Gründe: steigende Netzentgelte und CO₂-Preise. Wer wenig Geld hat, überlegt sich inzwischen sehr genau, ob die Heizung wirklich an muss. Viele lassen sie gleich ganz aus. Aus Angst vor der nächsten Nebenkostenabrechnung. Frieren als Sparmodell. Nicht gesund, aber verständlich. Doch Heizen geht auch günstig, wie Experten herausgefunden haben.
Experten rechnen nach
Die naheliegende Idee: einfach elektrisch nachheizen. Radiator an, Heizlüfter brummen lassen, vielleicht sogar die Klimaanlage auf warm stellen. Doch genau davon rät die Stiftung Warentest ab. Elektroheizungen sind keine Rettung, sondern ein teurer Umweg. Sie verbrauchen viel Strom, belasten das Netz und am Ende auch das Konto.
Die Tester haben nachgerechnet. Fünf elektrische Heiztypen durften vier Stunden lang ein Wohnzimmer von 16 auf 20 Grad bringen. Ausgangspunkt: ein durchschnittlich gedämmtes Haus, Strompreis 34 Cent pro Kilowattstunde. Das Ergebnis ist unerfreulich, aber eindeutig. Heizlüfter, Radiatoren und Klimaanlagen ziehen ordentlich Energie. Und produzieren entsprechend hohe Rechnungen.
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Das ist die günstigste Art zu heizen und sie kostet nur 50 Euro
Der überraschende Sieger kommt ohne Raumanspruch: die Heizdecke. Sie macht genau das, was derzeit viele brauchen, und wärmt Menschen statt Quadratmeter. Statt bis zu 2.000 Watt für einen ganzen Raum reichen ihr 50 bis 100 Watt pro Person. Den Unterschied sieht man auf der Stromrechnung. Laut Stiftung Warentest kostet diese Form des Heizens einen Zwei-Personen-Haushalt rund 50 Euro für eine sechsmonatige Heizperiode. Mehr Sparen bei gleichzeitigem Warmbleiben ist derzeit kaum drin. Zum Vergleich: Klimaanlagen sind mehr als dreimal so teuer, einfache elektrische Heizungen, also Radiatoren, verursachen über die Heizperiode gerechnet sogar Stromkosten von fast 500 Euro, so die Tester.
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Vor allem für Menschen, die viel sitzen, etwa im Homeoffice, am Küchentisch oder auf dem Sofa, ist das eine pragmatische Lösung. Keine große Technik, kein Installationsaufwand, kein schlechtes Gewissen beim Blick auf den Zähler. Einfach umlegen, einschalten, fertig. Natürlich ersetzt eine Heizdecke keine funktionierende Heizung. Aber sie verschafft Spielraum. Und in Zeiten, in denen viele zwischen Wärme und Geldbeutel abwägen müssen, ist das mehr als nur ein Haushaltsgadget.
Übrigens: Gute Heizdecken, etwa von Mediasana, gibt es schon für rund 40 Euro. Als Testsieger mit der Note „gut“ (1,6) geht die Heizdecke von Cosi Home aus dem Labor der Stiftung Warentest. Die Decke gibt es bei Amazon für 50 Euro.
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