Glasfaser für jeden Raum ist da: Diese Funktion bieten Fritz!Box und Co nicht

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Ein Router im Flur, ein Repeater im Wohnzimmer, vielleicht noch einer im Arbeitszimmer – und trotzdem kommt im Schlafzimmer nur ein Bruchteil der gebuchten Bandbreite an. Mit Glasfaser in jedem Raum würde das anders laufen. Jetzt ist das neue System verfügbar.
FTTR Router von Huawei

Huawei startet mit FTTR in Deutschland

Bisher endet Glasfaser in der Regel am Hausanschluss oder in der Wohnung. Von dort übernimmt ein Router – etwa eine FritzBox – die Verteilung per WLAN. In kleineren Wohnungen funktioniert das meist problemlos. In größeren Grundrissen, über mehrere Etagen oder bei Stahlbetonwänden wird es schwieriger. Mesh-Systeme und Repeater verbessern die Abdeckung, bleiben aber funkbasiert. Das bedeutet: Auch die Verbindung zwischen den einzelnen Zugangspunkten läuft per WLAN. Genau hier entstehen Engpässe.

FTTR bringt Glasfaser in jeden Raum

Mit seiner Fibre-To-The-Room-Lösung (FTTR) bringt Huawei Glasfaser nicht nur bis in die Wohnung, sondern konsequent in jeden einzelnen Raum. Das System rund um den OptiXstar F50 ist ab sofort in Deutschland für Endkunden verfügbar. Damit wird aus einer bislang eher netzbetreibergetriebenen Lösung ein Produkt für den freien Verkauf.

FTTR geht einen anderen Weg. Vom Hauptgerät, dem OptiXstar F50, werden dünne Glasfaserkabel in weitere Räume geführt. Dort sitzen zusätzliche Einheiten, die jeweils ein eigenes WLAN bereitstellen. Die Verbindung untereinander läuft jedoch über Glasfaser – nicht über Funk. Das reduziert Störungen und sorgt für eine stabile interne Infrastruktur.

Was das System technisch leistet – und wo der Haken liegt

Huawei nennt eine WLAN-Abdeckung mit bis zu 1.800 Mbit/s pro Einheit, Roaming in rund 20 Millisekunden sowie die Möglichkeit, bis zu 256 IoT-Geräte gleichzeitig zu verbinden. In der Praxis heißt das: Streaming, Gaming und Videokonferenzen sollen auch dann stabil laufen, wenn mehrere Personen parallel hohe Bandbreiten nutzen.

Ein zentrales Argument ist die Installation. Die transparenten Glasfaserkabel sind selbstklebend und lassen sich entlang von Fußleisten oder Türrahmen verlegen. Auf Stemmarbeiten oder Leerrohre soll verzichtet werden können. Damit greift Huawei ein Konzept auf, das zuletzt auch bei nachrüstbaren Glasfaserlösungen für Bestandswohnungen diskutiert wurde. Aus Brandschutzgründen darf die Glasfaser aber aktuell noch nicht in Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern genutzt werden. Neu ist jetzt, dass Huawei die komplette Inhouse-Verteilung als System anbietet: Hauptgerät, Sub-Geräte, Wandverteiler und Kabel aus einer Hand, bestellbar beispielsweise bei Amazon.

FTTR ist kein Internetanschluss

Für dich stellt sich vor allem eine Frage: Brauchst du das wirklich? In einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit zentralem Router dürfte der Mehrwert begrenzt sein. In einem Einfamilienhaus mit mehreren Etagen, Smart-Home-Technik und hoher Dauerlast kann ein Glasfaser-Backbone im Inneren dagegen tatsächlich Vorteile bringen. Es ist die konsequente Weiterentwicklung einer strukturierten Netzwerkverkabelung.

Wichtig: FTTR ersetzt keinen Internetanschluss – es optimiert die Verteilung innerhalb deiner vier Wände. Denn genau dort liegt bei vielen Haushalten der eigentliche Flaschenhals, wenn es mal wieder heißt, dass das Internet schlecht ist.

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