Ja, alles ist so schlimm in Deutschland, ich weiß. Wir gewinnen keine Fußballturniere mehr, und niemand kauft noch unsere Autos. Und was Digitalisierung angeht, scherzen wir darüber, dass uns das Faxgerät heilig ist. Aber hey, so ist es doch gar nicht, wenn wir wirklich hinschauen.
Huch, Digitalisierung passiert tatsächlich!
Ich gebe es zu, dass wir bei der Digitalisierung nicht da stehen, wo wir stehen sollten. Niemand hat genug Finger, um sie in all die Wunden zu legen, die uns beschäftigen. Aber wir sind technologisch nicht halbwegs so abgehängt, wie wir es uns selbst gerne einreden. Wir sind weltweit ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, Photonen-Chips zu entwickeln, sprich: Datenverarbeitung per Licht!
Und aus Deutschland kam immerhin auch der erste Corona-Impfstoff. Übrigens hat Biontech auch jetzt gerade erst wieder einen neuen, angepassten Corona-Impfstoff präsentieren können. Okay, mit Digitalisierung haben beide Beispiele eher am Rande zu tun. Aber sie zeigen, dass Deutschland Innovation längst nicht verlernt hat.
Klar, allein ein Digitalministerium reicht nicht, damit die verschenkten Jahre im Handumdrehen vergessen gemacht werden können. Aber wir sehen, dass sich gerade etwas bewegt. Und Deutschland, aber auch Europa insgesamt werden sich mehr und mehr ihrer Stärke, aber auch Verantwortung bewusst.
Deutschland wird smarter und schneller
Es wird noch eine Weile brauchen, bis jedes Bürgeramt und jede Behörde von vorne bis hinten digital funktioniert. Aber bei Veranstaltungen wie den TechRiders jüngst in Hürth sehen wir, wie viel da gerade in Bewegung geraten ist, begünstigt auch durch die Fortschritte bei künstlicher Intelligenz.
Bei besagtem IT-Festival sahen wir viele Beispiele dafür, wie wir viele Probleme mit einem etwas frischeren Ansatz und Blickwinkel lösen können. Exemplarisch dafür war mein Gespräch mit Tim Riedl. Er ist Teil eines Start-ups, welches sich mit dem guten, alten BAföG beschäftigt.
Ich muss gestehen: Ich hatte bis zum Gespräch keinen Schimmer, dass tatsächlich acht Wochen Zeit eingeplant werden müssen, bis ein BAföG-Antrag bewilligt wird! Genau diesen Missstand wollen die jungen Gründer mit ihrer Idee und der Hilfe von KI beseitigen.
Was sind eigentlich Digitalisierungsverwirklicher?
Werfen wir von diesem aufs Private abzielenden Ansatz jetzt mal einen Blick auf den Business-Bereich: Auch hier sind alle genervt von dem Hype um KI. Gleichzeitig wissen die Unternehmen aber auch, dass sie sich darauf offensichtlich einlassen müssen, weil sie sonst abgehängt werden.
Genau dort dockt dann Cologne Intelligence an. Das Unternehmen hat nicht nur den Anspruch, Firmen ein großes „Rundumsorglos“-Paket zu schnüren. Zusätzlich möchte man die Menschen auch da abholen, wo sie sind – wenn diese also gegebenenfalls auch ohne große IT-Kenntnisse auf Cologne Intelligence zugehen.
Auch das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor: Es eröffnen sich uns nicht einfach nur viele Möglichkeiten, die wir vor Digitalisierung und KI nicht hatten – es wird auch alles unkomplizierter. Nur so ist es möglich, dass ein deutsches Unternehmen wie Cologne Intelligence viele Leistungen wie Consulting, Produktentwicklung, Analyse und Coaching unter einen Hut bekommt und somit seine Kund:innen rundum betreuen kann.
Verabschiede dich von der Telefon-Hotline!
Im Gespräch mit Ulrich Faden stellte ich fest, dass er beide Felder spielend bedient: Eigentlich auf die Arbeit mit Unternehmen fokussiert, konnte er mir im Interview auch den Impact von KI auf jeden von uns skizzieren – indem er Telefon-Hotlines als Beispiel brachte.
Wir alle kennen schließlich genügend Fälle, in denen uns ein Telefonat nahezu in die Verzweiflung trieb. Egal, ob man telefonisch eine Pizza bestellte, oder sich in der Warteschleife einer Versicherung befand, oder bei einer technischen Hotline mit „haben sie es schon mit Einschalten probiert?“ abgespeist wurde: Der Impuls, vor Wut in den Hörer zu beißen, war stets real!
Das wird sich dank künstlicher Intelligenz und steigendem Grad der Digitalisierung aber eben auch signifikant verbessern. Pizza bestellen wir heute bereits vermutlich seltener telefonisch, als das noch vor Jahren der Fall war. Aber auch die klassischen Hotlines stehen vor Veränderungen, die uns allen zugutekommen.
So werden sprachliche Barrieren künftig keine Rolle mehr spielen. Und niemand wird mehr von A über B nach C verbunden und muss jedes Mal sein komplettes Problem wieder von vorne schildern. Einfach, weil schon weit vorher ermittelt wird, wo der Schuh wirklich drückt.
TechRiders bei inside digital
Ihr seht also, dass es Anlass zur Hoffnung gibt: Deutschland kann Innovation, Deutschland lernt Digitalisierung – und vieles davon konnten wir bei den TechRiders beobachten. Als Medienpartner des TechRiders Summit 2025 sprachen wir mit vielen spannenden Menschen. Einige der Videos gab es bereits im Livestream zu sehen, und mittlerweile sind sie alle in voller Länge auf dem YouTube-Kanal von inside digital zu finden.
- Erster Teil der Interview-Reihe: Nach Kolonialismus, Krieg & Hunger: Der nächste Schritt zur geteilten Welt sind wir
- Zweiter Teil der Interview-Reihe: Naiv und abgehängt! Nur so ist das digitale Europa noch zu retten!
- Dritter Teil der Interview-Reihe: Du nutzt dieses Gerät nicht mehr – Hacker aber schon
Hör auch gerne in den überMORGEN-Podcast rein. Dort hat mich Johanna zum Event befragt und auch da gibt es ein paar O-Töne unserer Interview-Gäste und persönliche Einblicke zur Veranstaltung:
