Gasumlage: Gibt es doch noch Änderungen?

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2,4 Cent pro Kilowattstunde fallen ab 1. Oktober für dich an, wenn du Gaskunde bist. Doch es gibt Unmut – nicht nur bei den Gaskunden, sondern auch in der Regierung. Die Zeichen stehen auf Veränderung.
Eine Gasflamme
Eine GasflammeBildquelle: Magnascan / Pixabay

Das Problem, vor dem Wirtschaftsminister Robert Habeck und Finanzminister Christian Lindner stehen: Zu viele Unternehmen wollen Geld aus der Gasumlage. Diese war eigentlich gedacht, um in Not geratene Unternehmen zu retten. Dabei geht es beispielsweise um Uniper. Der Konzern importiert Gas aus Russland und verkauft es an die deutschen Gasversorger weiter. Nun muss Uniper woanders Gas einkaufen, um seine Verträge zu erfüllen. Dadurch entstehen erhebliche Mehrkosten, die durch die Gasumlage ausgeglichen werden sollten.

Insgesamt zwölf Unternehmen haben Anspruch auf Geld aus der Gasumlage angemeldet. Die Rede ist von einem Finanzvolumen von 34 Milliarden Euro. Ein Großteil der Gelder entfalle dabei auf die in Schieflage geratene Uniper oder auch die ehemalige Gazprom Germania, die nun Sefe heißt. Doch man hat auf der Liste auch Unternehmen gefunden, die sich offenbar nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden.

Gasumlage: Kritik an raffgierigen Unternehmen

„Eine Maßnahme der Solidarität kann nicht dazu dienen, dass einzelne Unternehmen ihre Rendite pflegen und Gewinne darauf machen“, sagte Finanzminister Lindner im ZDF bei Maybritt Illner. Gleichzeitig delegierte er den Sachverhalt aber weiter an Regierungskollegen Habeck, der die Fakten besser kenne. Er versprach aber, dass man sich das Thema anschaue und nicht vor Korrekturen scheue.

Habeck habe bereits eine Überprüfung angekündigt, berichtet die Tagesschau. Er wolle sich genau angucken, „ob es nicht doch einen Weg gibt, diesen berechtigten Anspruch abzuwehren“, sagte er. Damit machte er deutlich, dass der Anspruch der Unternehmen rechtlich gerechtfertigt sei, auch wenn sie nicht in existenzieller Not seien. Es sei „sicherlich nicht moralisch richtig, dass Unternehmen, die – lassen Sie mich das mal plattdeutsch sagen – ein Schweinegeld verdient haben, dann auch noch sagen: Ja, und für die paar Einnahmeausfälle, die wir haben, da bitten wir die Bevölkerung um Hilfe, die soll uns auch noch Geld geben“, sagte Habeck laut Tagesschau.

Die Folge für dich wäre, dass die Höhe der Umlage sich möglicherweise noch einmal geringfügig verändert – und zwar nach unten. Fraglich aber, ob das bis 1. Oktober überhaupt möglich ist. Turnusgemäß kann die Umlage alle drei Monate angepasst werden. Hier geht man dann aber eher von einer Erhöhung aus.

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